Asus ROG Dominus Extreme: Monster-Mainboard für Intel Xeon W-3175X mit 28 Kernen

Asus ROG Dominus Extreme
(Bild: Asus)

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Asus hat auf der CES 2019 auch das Asus ROG Dominus Extreme ausgestellt. Das Mainboard ist für Intels kommenden 28-Kerner Xeon W-3175X gedacht.

Das Kerne-Rennen ist vorerst vorbei

Vor gut einem halben Jahr hat Intel mit einer Ankündigung auf der Computex 2018 aufhorchen lassen. Das Unternehmen plane einen Prozessor mit 28 Kernen auch für den HEDT-Bereich. Diese hohe Anzahl gab es davor nur für Server. Auch eine Demonstration mit einer Übertaktung auf 5 GHz gab es damals bereits. Am nächsten Tag kündigte AMD überraschend die neue Generation an Threadripper-Prozessoren an. Das besondere dabei ist, dass das Topmodell ganze 32 Kerne besitzt. Der Threadripper 2990WX ist seit August 2018 auf dem Markt, während Intel sich mit seinem 28 Kerne-Flaggschiff mehr Zeit gelassen hat. Mit diesen Prozessoren ist das Kerne-Rennen im Mainstream-Markt wohl vorerst vorbei. Im Servermarkt geht der Kampf mit Epyc 2 mit 64 Kernen und Cascade Lake-AP mit 48 Kernen jedoch weiter.

Ein halbes Jahr später steht Intel kurz vor der Markteinführung des im Herbst endgültig vorgestellten Xeon W-3175X. Dafür hat das Unternehmen auch eine neue Plattform namens X599 und den LGA-3647-Sockel aufgelegt. Zur Computex gab es nur zwei Mainboards, ein unbekanntes Gigabyte-Mainboard und das Asus ROG Dominus Extreme, das als Prototyp auch am Asus-Stand zu finden war. Dieses Mainboard hat Asus nun auf der CES 2019 erneut ausgestellt.

Zweimal 24-Pin, viermal 8Pin, zweimal 6Pin

Dass der Xeon W-3175X in Anbetracht der 255 Watt TDP viel Power benötigt, ist verständlich. Asus hat beim Dominus Extreme jedoch scheinbar etwas übertrieben. Trotzdem der neue Xeon-Prozessor eigentlich einen ähnlichen Formfaktor wie Threadripper hat, ist das quadratische Board deutlich größer als E-ATX. Der Formfaktor heißt EEB/ATX und misst 14×14 Zoll. Diese Größe ist auch notwendig, um alles auf dem Mainboard unterzubringen. So bietet die neue X599-Plattform Hexa-Channel-Support, weshalb das Dominus Extreme ganze 12 Arbeitsspeicherslots für bis zu 192 Gigabyte DDR4-4200 inklusive ECC-Support verbaut hat. Für die Stromversorgung kommen 32 VRM-Phasen zum Einsatz. Diese werden von einem Heer aus Anschlüssen befeuert. So sind zwei 24 Pin-Mainboardanschlüsse, vier 8 Pin-EPS-Anschlüsse und zwei 6 Pin-PCIe-Anschlüsse vorhanden. Die VRM-Phasen werden von einem riesigen Kühlkörper gekühlt, welcher wiederum aktiv von vier unsichtbaren Lüftern gekühlt wird.

Beim Thema Kühlung erklärt Asus, dass mögliche Kunden wohl am ehesten auf eine Custom-Wasserkühlung setzen. So sind zwei PWM-Anschlüsse für Pumpen und 12 PWM-Lüfteranschlüsse direkt am Mainboard vorhanden. Anschlussseitig ist alles vorhanden, was das Herz begehrt. Neben dem obligatorischen Gigabit-Ethernet-Anschluss gibt es auch einen 10G-Anschluss. Auch AC-WLAN mit dem AC9260-Chip ist direkt ins Mainboard integriert. USB-seitig gibt es fünf USB 3.1 Gen2-, zwölf USB 3.1 Gen1-und vier USB 2.0-Anschlüsse. 12 davon finden sich auf der Rückseite, zwei der vier dort befindlichen USB 3.1 Gen2-Ports sind als Typ C-Port ausgeführt. Als Soundkarte kommt Asus SupremeFX S1220 zum Einsatz.

Viele PCIe-Lanes, 1,500 US-Dollar Preisschild

In Anbetracht der PCIe-Lanes hat der Xeon W-3175X 48 Stück zu liefern. Diese teilt Asus mit verschiedenen Sharing-Methoden auf die restlichen Anschlüsse auf. Insgesamt sind vier vollwertige PCIe 3.0 x16-Slots verbaut. Zur Speicheranbindung sind über gleich zwei DIMM.2-Erweiterungskarten vier M.2-SSDs anbindbar. Auch zwei U.2-Anschlüsse und acht SATA 3-Ports sind verbaut. Der auf dem C621-Chipsatz basierende X599-Chipsatz sitzt unter einer Abdeckung mit dem ROG-Logo und wird aktiv gekühlt. Neben der Aura Sync-RGB-Steuerung gibt es auch noch ein 1,77″ OLED-Display zur Anzeige von Statusinformationen oder Grafiken.

Wann das Mainboard auf den Markt kommt, ist noch nicht klar. Der Hersteller gibt dazu nur grob die Auskunft, dass das Asus ROG Dominus Extreme dieses Jahr in den Verkauf geht. Auf auf der Produktseite gibt es noch nicht viel zu sehen. Zum Preis gibt es derzeit nur Gerüchte. Er soll bei guten 1.500 US-Dollar liegen. Asus hat das jedoch noch nicht bestätigt. Auch der Intel Xeon W-3175X ist noch nicht erhältlich, jedoch schon gelistet. Sein Preis liegt irgendwo zwischen 4.000 und 8.000 US-Dollar.

Über Florian Maislinger 974 Artikel
Florian Maislinger ist Autor und Gründer von PC Builder's Club. Als gelernter IT-Engineer ist er bestens mit Computern und Hardware vertraut und seit Kindesbeinen an ein Technikliebhaber wie er im Buche steht. Er ist hauptsächlich für die News und unsere Social Media-Kanäle verantwortlich.

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