Threadripper 2000 kommt mit 32 Kernen auf TR4

(Bild: via Videocardz)

Nachdem Intel gestern seine HEDT-Plattform auf 28 Kerne aufgestockt hat, folgt heute die Reaktion von AMD. Und der Konkurrent ist weit voraus: bereits ab der zweiten Jahreshälfte kommt Threadripper 2000 auf den Markt. Inklusive sind bis zu 32 Kerne mit 12nm Strukturbreite, und das auf dem TR4-Sockel.

32 Kerne, 64 Threads, gleicher Sockel und gleiche Mainboards

AMD hat bereits vor der Computex angekündigt, während der Messe Produkte zu zeigen, die „noch nie zuvor gesehen“ wurden. Viele rechneten mit einer Demo der Vega 20 7nm-GPU und dem Launch der verbesserten Threadripper 2000-Plattform. Doch damit haben wahrscheinlich die wenigsten gerechnet. Nachdem Intel gestern angekündigt hat, den Nachfolger von Skylake-X namens Cascade Lake-X mit bis zu 28 Kernen auszustatten, kontert AMD heute. Die neue Threadrippergeneration enthält in Zukunft nämlich bei 12nm Strukturbreite bis zu 32 Kernen und 64 Threads. Der absolut kundenfreundliche Clou dabei ist aber, dass auch die X399-Mainboards weiterhin unterstützt werden, denn der TR4-Sockel bleibt. Wer bereits ein X399-Mainboard besitzt, kann also einfach aufrüsten.

Vier Zen+-Dies, 24-Kerner geplant


Die Technik ist bereits aus Epyc und Ryzen wohlbekannt. Vier Dies (8×4) mit Zen+-Architektur werden mit einem Interposer namens Infinity Fabric zusammengeschaltet. Jeder Die enthält dabei acht Rechenkerne, wobei jeder Die noch einmal in zwei kleine Packages unterteilt ist, welche ebenfalls per Infinity Fabric zusammengeschaltet werden. Auch ein Prozessor mit 24 Kernen ist laut AMD geplant, welcher dann mit sechs Kernen pro Die (6×4) auskommt. Unerwähnt ließ AMD allerdings, ob die aus der ersten Generation bekannten Prozessoren mit acht, zwölf und sechzehn Kernen auch ein Refresh erhalten.

250 Watt TDP, kein Achtkanal-Speicherinterface

Die TDP der beiden großen Prozessoren ist von 180 Watt auf 250 Watt gestiegen, bei der Präsentation wurden die Prozessoren aber mit Luft gekühlt. Intel nutzte bei der gestrigen Präsentation seines 28-Kerners eine sehr starke Wasserkühlung. Die Taktraten beliefen sich sowohl beim 24- als auch bei 32-Kerner auf 3,0 GHz Basis und 3,4 GHz Turbotakt. Dies sollen jedoch noch nicht die finalen Taktraten sein. Gut möglich, dass AMD Threadripper 2000 noch weiter nach oben treibt.

In Puncto Speicher lief der 32-Kerner bei der Demo mit DDR4-3200-Speicher, während sich der 24-Kerner mit DDR4-2666 begnügen musste. AMD könnte so einmal weiter den unterstützten Standard auf 3200 MHz heben. Was von der Serverplattform jedoch nicht Einzug halten wird, ist das Achtkanal-Speicherinterface. Trotz der Möglichkeit durch die 32 Kerne ist es unwahrscheinlich, da X399 nur auf vier Kanäle ausgelegt ist und die alten Mainboards weiter unterstützt werden. Zwar wird es auch neue Mainboards geben, die Unterstützung ist trotzdem eher unwahrscheinlich.

Preis dürfte günstig sein, Launch im dritten Quartal

Während Intel mit dem neuen 28-Kerner vor einigen Herausforderungen steht, hat AMD es vergleichsweise leicht. Bereits mit der ersten Threadripper-Generation kam der Server-Sockel TR4 als eine Abwandlung von SP3 zum Einsatz, weshalb genug Kontaktflächen und Raum zur Verfügung steht. Die Dies sind zudem für AMD nicht neu und verhältnismäßig leicht zu produzieren. Entsprechend könnte der Prozessorhersteller wie bei Ryzen 2000 mit einem äußerst günstigen Preis überraschen. Konkrete Details zu den Preisen nennt AMD noch nicht, eins ist jedoch sicher: Bereits im dritten Quartal 2018 soll Threadripper 2000 verfügbar sein.


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