AMD Ryzen 3000 Singlecore-Benchmarks aufgetaucht, deutlich schneller als i9-9900K

Ryzen 3000 Computex 2019 7nm Matisse
(Bild: AMD)

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Zu den AMD Ryzen 3000-CPUs Ryzen 5 3600X, Ryzen 7 3700X und 3800X sind Singlecore-Benchmarks geleakt. Alle drei sind schneller als der Intel Core i9-9900K.

Ryzen 3000 kommt mit IPC-Sprung

Bei den neuen Ryzen 3000-Prozessoren, die AMD auf der Computex 2019 offiziell vorgestellt hat, gibt es gleich einige große Veränderungen. Die Strukturbreite ist von 14 bzw. 12nm auf 7nm geschrumpft. Die CPUs werden nicht mehr bei Globalfoundries, sondern bei TSMC produziert. Auch die Chipstruktur hat sich wesentlich verändert. So gibt es jetzt einen zentralen Management-Chip, der in 14nm gefertigt wird, an den zwei kleinere 7nm-Chiplets angeschlossen sind. Diese enthalten nur jeweils bis zu acht Prozessorkerne und den Cache des Prozessors. Während ein Achtkern-Prozessor wie der Ryzen 7 3700X nur über ein Chiplet verfügt, hat der 12-Kerner Ryzen 9 3900X zwei Chiplets. Den Vollausbau mit zwei vollaktivierten Chiplets hat allerdings nur der Ryzen 9 3950X mit 16 Kernen.

Mit den Zen 2-Kernen gibt es auch generelle Verbesserungen. So ist es AMD gelungen, die IPC der Prozessoren um 15 Prozent zu steigern. Bei gleichzeitig höheren möglichen Taktraten sorgt das auch für hohe Singlecore-Leistung, die gerade in Spielen wichtig sein kann. Wie stark sich diese erhöhte IPC auswirkt, zeigt nun auch ein Benchmark-Vergleich.

Ryzen 5 3600X, Ryzen 7 3700X und Ryzen 7 3800X hängen i9-9900K ab

Der Leak stammt von der selben Quelle wie der gestrige Leak zu Intels Ice Lake-Prozessoren. In dem Vergleich aus dem chinesischen Forum Baidu sind die Singlecore-Ergebnisse des CPU-Z-Benchmarks gelistet. Darunter befinden sich auch Benchmarks der neuen Ryzen 3000-Prozessoren Ryzen 5 3600X, Ryzen 7 3700X und Ryzen 7 3800X. Diese erreichen im Singlecore-Test 609, 622 und 635 Punkte und liegen damit alle über dem Intel Core i9-9900K. Während der Intel-Prozessor auf 5 GHz lief, laufen die Ryzen-Prozessoren jedoch nur mit 4,5 bis 4,7 GHz. Diese Werte liegen zum Teil über den spezifizierten Werten von AMD, was daran liegen könnte, dass mittels Precision Boost Overdrive kurzzeitig die Taktraten automatisch noch höher als der angegebene Boost liegen können.

AMD Ryzen 3000 Ryzen 7 3800X Ryzen 7 3700X Ryzen 5 3600X Benchmark i9-9900K
(Bild: via Baidu)

Besonders interessant ist aber auch der Vergleich zum direkten Vorgänger Ryzen 7 2700X. Dieser erreicht nur 488 Punkte. Der Ryzen 7 3700X erreicht mit 622 Punkten somit ein gut 27 Prozent besseres Ergebnis als der Vorgänger, der Ryzen 7 3800X ist sogar 30 Prozent besser. Unterlegen sind die Prozessoren allerdings einem Ice Lake-Prozessor auf 3,7 GHz und hochgetakteten 14nm-Prozessoren von Intel. Interessant dabei ist auch das Ergebnis eines Comet Lake-Prozessors, der auf 5,2 GHz taktet und 645 Punkte erreicht. Comet Lake soll mit 10 Kernen die Antwort auf Ryzen 3000 sein und bis 2022 die Stange halten, bis Intel auch im Desktop auf 10nm umgestiegen ist.

Wie authentisch diese Werte sind, ist derzeit recht umstritten. Die Quelle ist nicht unbekannt. Im Bezug auf die hohe IPC-Steigerung sind solche Werte jedoch durchaus realistisch. Trotzdem sollten diese Benchmarks mit Vorsicht genossen werden. Spätestens zum Launch von Ryzen 3000 wissen wir, worauf wir uns tatsächlich einstellen können.

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Florian Maislinger is author and founder of PC Builder's Club. As a skilled IT engineer, he is very familiar with computers and hardware and has been a technology lover since childhood. He is mainly responsible for the news and our social media channels.

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