Intel lagert 14nm-Fertigung für Rocket Lake zu Samsung aus

Intel Logo Comet Lake
(Bild: Intel)

This post is also available in: enEnglish (Englisch)

Intel hat weiterhin mit Fertigungsengpässen zu kämpfen. Deshalb sollen die kommenden Rocket Lake-Chips angeblich bei Samsung produziert werden.

Intel und die Fertigungsprobleme

Der weltgrößte Prozessorhersteller Intel hat weiterhin ein Problem bei der 14nm-Fertigung. Durch hohe Nachfrage und eine starke Auslastung kommt es zu Produktionsengpässen bei der Fertigung, die dem Unternehmen bereits in der Vergangenheit zu schaffen machten. Trotz des Umstiegs auf 10nm, der jetzt mit den ersten Ice Lake-Prozessoren für Notebooks begonnen hat, hat gibt es bei Intel zu wenige Fertigungskapazitäten. Das liegt unter anderem daran, dass die 10nm-Fertigung noch nicht wie geplant auch bei den Desktop-Prozessoren anläuft. Diese werden weiterhin in 14nm produziert. Dazu kommen noch große Aufträge wie die Modems für die iPhones von Apple, die ebenfalls Intel ebenfalls in 14nm produziert.

Bald sollen die ersten Desktop-Prozessoren mit 10 Kernen auf den Markt kommen, Codename Comet Lake. Darauf folgt sogar noch eine Generation mit dem Namen Rocket Lake, ebenfalls mit 14nm Strukturbreite. Diese Generation ist dann quasi der Refresh von Comet Lake und soll bis 2022 die letzte Generation mit 14nm-Strukturbreite sein. Intel könnte die Produktion der Generation sogar komplett auslagern.

Samsung produziert angeblich 14nm-Rocket Lake für Intel

Aus Südkorea stammen erneut Informationen, dass Intel die Produktion an Samsung auslagern könnte. Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Gerüchte, dass die beiden Unternehmen bei der Produktion kooperieren könnten. Samsung ist neben TSMC einer der größten Auftragsfertiger für Prozessoren. Auch in der Vergangenheit hat Intel bereits Chips nicht im eigenen Haus produziert, sondern in den Foundrys anderer Hersteller produzieren lassen. So kommt der B365-Chipsatz beispielsweise von TSMC.

Derzeit befinden sich Samsung und Intel angeblich in Verhandlungen, wie die südkoreanische Seite sedaily.com berichtet. Es gehe um die Produktion der nächsten Prozessorgeneration namens Rocket Lake, die frühestens 2020 auf den Markt kommt. Diese soll Samsung produzieren, um die eigenen Werke zu entlasten. Zwar investiert Intel weiterhin in die eigenen Fabs, kann die Produktion jedoch nicht schnell genug hochfahren. Auch TSMC sei in Erwägung gezogen worden, jedoch wegen der Partnerschaft mit AMD nicht zum Zuge gekommen. Ob wir also bald Intel-Prozessoren made by Samsung in unseren Computern haben werden? 2020 werden wir es frühestens herausfinden können.

Über Florian Maislinger 1222 Artikel
Florian Maislinger is author and founder of PC Builder's Club. As a skilled IT engineer, he is very familiar with computers and hardware and has been a technology lover since childhood. He is mainly responsible for the news and our social media channels.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*