Kingston HyperX Fury RGB: RGB-Beleuchtung bremst SSD aus

Kingston HyperX Fury RGB SSD
(Bild: Kingston)

Die neue Kingston HyperX Fury RGB-SSD soll vor allem durch die bunte RGB-Beleuchtung punkten. Ausgerechnet diese bremst jedoch die SSD durch Überhitzung aus.

Kingston HyperX Fury RGB: Hauptargument RGB-Beleuchtung

Der RGB-Trend macht scheinbar vor keiner PC-Sparte halt. Während Mainboards, Cases, Lüfter, Grafikkarten und Arbeitsspeicher mit RGB mittlerweile schon als normal gelten, kommen jetzt mitunter auch RGB-Netzteile oder RGB-SSDs auf den Markt. Sogar RGB-Kabel gibt es. RGB-SSDs sind dabei noch eher neu auf dem Markt. So gibt es Modelle von Klevv oder TeamGroup, beides eher kleine Hersteller. Kingston ist da wohl schon ein etwas größerer Hersteller. So folgt über die Marke HyperX jetzt die HyperX Fury RGB, ein SSD-Modell mit integrierter RGB-Beleuchtung. Diese nutzt mit einem Marvell 88SS1074 als Controller und 64 Layer 3D-TLC-NAND von Toshiba eigentlich eine beliebte Lösung für SSDs. So sollen Datenraten von 550 MB/s lesend und 480 MB/s schreibend möglich sein. Das Hauptverkaufsargument dürfte jedoch die LED-Beleuchtung sein.

Unter der Haube sind direkt auf der Platine 75 RGB-LEDs aufgelötet, welche durch einen weißen Diffusor und ein Lochblech im SSD-Gehäuse scheinen. Dafür weicht das Gehäuse auch von den üblichen 7mm Bauhöhe etwas ab und misst 9,5mm Höhe. So viele LEDs sind scheinbar nötig, da das Licht sonst nicht ausreichend durch das Gehäuse dringt. Ausgerechnet die LEDs erzeugen jedoch gleich zwei Probleme, wie ein Test von Anandtech zeigt.

Kingston HyperX Fury RGB SSD
Das PCB der SSD mit sichtbaren RGB-LEDs. (Bild: Anandtech)

Hoher Stromverbrauch = hohe Hitze = langsame SSD


Die LEDs benötigen verhältnismäßig viel Strom. So verbrauchen sie bei voll aufgedrehtem roten Farbton ca. 2,24 Watt. Bei Benutzung aller drei Farbkanäle brauchen die LEDs alleine bereits über 4 Watt, was mehr ist, als die meisten SATA-SSDs bei Maximalbelastung an Strom benötigen. So entsteht eine hohe Temperatur, welche bereits im IDLE für 51 Grad Celsius sorgt, wie Legit Reviews herausgefunden hat. Bei Belastung durch den Schreibvorgang einer 27 Gigabyte-Datei erreichte die SSD sogar 54 Grad Celsius und damit 20 Grad Celsius mehr als die zum Vergleich getestete Kingston UV500. Anandtech hat den eigenen Test mit aktivierter RGB-Beleuchtung überhaupt abgebrochen, um das eigene Equipment nicht zu beschädigen.

 

Die hohe Temperatur führt jetzt auch zu dem Kuriosum, dass die SSD tatsächlich deutlich langsamer wird. Als Hauptgrund wird genannt, dass die SSD zwischen den Tests durch die aktivierte RGB-Beleuchtung einfach nicht abkühlen kann. Dadurch kommt es zu Thermal Throttling bei den SSDs. Die SSD bleibt daher bei den meisten Tests deutlich hinter den Erwartungen zurück.


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