Nvidia: Turing für Gamer, Ampere folgt Volta nach, möglicherweise hoher Preis

(Bild: wccftech)

Turing ist angeblich jetzt doch der Name für Gaming-Grafikkarten von Nvidia. Ampere hingegen wird der Nachfolger von Volta. Aus einigen Quellen stammen auch Gerüchte zur massiven Preiserhöhung der neuen Grafikkarten und ein genauerer Launchtermin.

Das Namenraten geht weiter

Schön langsam wird die Nomenklatur bei Nvidia mehr als verwirrend. Seit geraumer Zeit geistert der Codename „Ampere“ für die neue Generation an Gaming-Grafikkarten durchs Netz. Mit dem Launch der Titan V, Codename Volta, bestätigte Nvidia zumindest, dass der Codename „Volta“ tatsächlich lediglich für die Titan V und eventuell andere Karten im Profi-Bereich zum Einsatz kommt. Der Name Ampere setzte sich ziemlich fest. Zuletzt gab es noch Gerüchte, die neue Generation könnte bereits am 12. April bei den Händlern landen. Eine Vorstellung zur GTC oder GDC wäre demnach möglich, wobei Nvidia dies dementiert.

Reuters brachte dann erneut Verwirrung in die Netzwelt. In einem Presserelease war von einer Grafikkarte mit dem Codenamen „Turing“ die Rede. Der Name von Alan Turing würde zwar gut in die Reihe von großen Wissenschaftern passen, nach denen Nvidia seine Grafikkarten benennt, deutet jedoch eher auf eine Profi-Grafikkarte oder gar eine Mining-Grafikkarte hin. Alan Turing war Experte für künstliche Intelligenz. Tom’s Hardware berichtet nun aber von Quellen aus der Industrie, dass Turing jedoch der Gaming-Nachfolger für Pascal sein soll.

Turing für Gamer, Ampere für Profis


Nvidia hebt demnach angeblich die Gemeinsamkeiten der einzelnen Plattformen komplett auf. Demnach sollen die neuen Gaming-GPUs auf den Namen „Turing“ hören und eigene Chips besitzen. Die Arbeitstiere sollen Ampere heiße, welche allerdings erst der Nachfolger zu Volta sein wird. Andere Gerüchte, dass Turing eine reine Mining-Karte sein könnte, wären demnach hinfällig. Ob Nvidia damit eine komplette Trennung von Profi- und Gaminggrafikkarten vollführt, bleibt noch abzuwarten. Bisher waren die Quadro-Grafikkarten ident mit den GeForce-Pendants und nur durch den Treiber getrennt, was den Quadros Vorteile in Compute-Workloads verschaffte.

Launch für Nvidia Turing erst im Sommer

Weitere Informationen hat Tom’s Hardware dagegen noch im Bezug auf den Launchtermin parat. Demnach sollten sich Gamer nicht darauf verlassen, auf der GTC oder GDC eine Grafikkarte zu Gesicht zu bekommen. Möglicherweise gibt Nvidia erste Ausblicke, der Produktionsstart für Turing-GPUs soll jedoch erst im Juni 2018 stattfinden. Bis die Gaming-GPUs dann vorgestellt und in den Markt eingeführt werden, könnte es demnach Sommer werden. Tom’s Hardware nennt den Juli als Launchmonat für GeForce-GPUs. Grund dafür ist der fehlende Druck durch AMDs Vega-Grafikkarten, welche den Topmodellen GTX 1080 ti und Titan Xp deutlich unterlegen sind und durch die Preiseskalation auch keinen Preisvorteil gegenüber Nvidia-Grafikkarten haben.

Preise sollen exorbitant sein

Ein weiteres Gerücht hält sich seit neustem noch dazu. Demnach soll Nvidia auf die Preisschlacht bei den Grafikkarten reagieren und einen neuen Richtpreis für die mögliche GTX 2080 ausrufen. Dieser liegt angeblich bei saftigen 1.499 US-Dollar. Eine solche UVP wäre im Vergleich zur UVP der GTX 1080 von 789 Euro als Founders Edition nahezu eine Verdopplung. Da dieser Preis nicht einmal für eine 2080 ti angemessen wäre, gehen wir aber davon aus, dass es nicht so kommen wird. Ob die Preisschlacht mit der neuen GPU-Generation im Sommer 2018 dann weitergeht, bleibt noch abzuwarten. Derzeit sind 1080er-Modelle ab ca. 700 Euro zu haben, für eine GTX 1080 ti sollte man mindestens 950 Euro veranschlagen.


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