RX Vega 64: Keine Custom-Modelle von MSI und Gigabyte zugunsten der GTX 1070 ti

RX Vega
RX Vega soll mit einem besonders gutem Preis-Leistungsverhältnis punkten. (Bild: AMD)

Die Pannenserie um die neuen RX Vega-Grafikkarten von AMD findet scheinbar kein Ende. Die Boardpartner MSI und Gigabyte sollen nun sogar der GTX 1070 ti von Nvidia den Vorzug geben, weil AMD schlicht keine Chips liefern kann.

Engpass bei RX Vega-Chips

Viel erwartet, viel riskiert, aber auch enttäuschend. So lässt sich der Launch von AMDs neuen RX Vega-Grafikkarten gut beschreiben. Den derzeit einzige Konkurrent zu Nvidia am Gaming-Markt plagen so manche Probleme. Nach den geplatzten Preisen der RX Vega-Referenzversion, die in Europa auch jetzt noch deutlich teurer verkauft wird und einer generell eher schwachen Leistung im Vergleich zu den Nvidia-Konkurrenten bleiben jetzt auch noch die Custom-Modelle der Boardpartner aus. Lediglich Asus hat bereits beim Launch der Referenzmodelle seine Custom-Modelle angekündigt und mittlerweile zumindest auf dem Papier gelauncht. Zwei weitere wichtige Boardpartner schweigen aber beharrlich. Tomshardware hat über interne Quellen erfahren, dass MSI und Gigabyte zugunsten eines Konkurrenten überhaupt keine Custom-Karten mit dem AMD-Chip planen.

GTX 1070 ti im Oktober im Fokus


Statt den Vega-GPUs von AMD sollen die Hersteller ein ganz anderes kolportiertes Modell anvisieren: die GTX 1070 ti von Nvidia. Wie berichtet plant Nvidia scheinbar als Reaktion auf die 56er-Version von Vega eine Antwort. Das Modell zwischen GTX 1070 und GTX 1080 schließt eine praktisch nicht vorhandene Lücke, könnte aber die Preise der GTX 1070 drücken. Ob überhaupt jemand so eine Karte braucht, ist fraglich, MSI und Gigabyte setzen aber scheinbar darauf. Die letzten Informationen von MSI zur RX Vega 64 waren, dass sich die Produktion der Karten bis mindestens Oktober verzögert, die 56er-Version sogar noch länger. Laut einem Bericht von Tomshardware plant MSI zudem tatsächlich, RX Vega im Ganzen auszulassen. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei Gigabyte ab. Der Hersteller will generell keine Vega 64-Modelle als Custom-Karten anbieten, aber zumindest für die RX Vega 56 gibt es Hoffnung.

Mehrere Auslöser

Die Entscheidungen der Boardpartner sind durchaus verständlich. Das Hauptproblem liegt noch immer bei AMD und heißt schlechte Verfügbarkeit. Die meisten Boardpartner warten auf die GPU-Chips. Auch die Produktion der Referenzmodelle kommt nur sehr schlecht voran. Zudem fürchten viele Hersteller eine hohe Rücksendequote und Ausfälle, weil viele Miner auch die neuen AMD-GPUs verwenden.

Für alle Gaming-Fans bleibt zu hoffen, dass die AMD-exklusiven Hersteller Sapphire, Powercolor, XFX und HIS bald Custom-Modelle anbieten. Auch Asus hat bereits Custom-Modelle gelauncht, diese sind jedoch noch nirgends zu kaufen. Es bleibt daher fraglich, ob RX Vega noch ein Comeback feiert oder bald zum endgültigen Flop erklärt wird.

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