RX Vega: AMD hat die Preise nicht erhöht

RX Vega
RX Vega soll mit einem besonders gutem Preis-Leistungsverhältnis punkten. (Bild: AMD)

Sichere Informationen zu AMDs Preispolitik will wccftech haben. Demnach sind die unverbindlichen Preisempfehlungen für RX Vega nicht plötzlich angehoben worden.

UVP nicht bei 599 US-Dollar/649€ für RX Vega 64

AMD hat mit dieser vermeintlichen Politik einen wahren Shitstorm ausgelöst. Das neue Grafikkarten-Topmodell RX Vega 64 war groß für 499 US-Dollar UVP angekündigt worden. Die Marktrealität sah allerdings deutlich anders aus. So haben sich die Preise auf 599 US-Dollar vor Steuern gehievt. Dass das bei sehr vielen amerikanischen Händlern so war, wirkte fast schon koordiniert. Auch in Deutschland ist Mindfactory von anfänglich 509€ schnell auf 649€ hochgegangen. Caseking ruft sogar noch höhere Preise auf, verbleibt aber auch bei 649€ für manche Modelle. Nach diesem Verdacht machte schnell das Gerücht die Runde, dass AMD aufgrund von Lieferschwierigkeiten die UVP von 499 einfach auf 599 US-Dollar angehoben hat. Wie wccftech jetzt berichtet, wisse die Techseite aus sicherer Quelle, dass dem nicht so ist.

Preisanstieg durch natürliche Marktkräfte


Über Kontakte zu AMD soll klar geworden sein, dass die aktuell vorherrschende Preispolitik allein von den Händlern ausgeht. Die Nachfrage nach RX Vega war nach dem anfänglichen Hype durchaus beachtlich hoch, woraufhin auch die Händler etwas mehr mitnaschen wollten. AMD kann nur eine unverbindliche Preisempfehlung abgeben, nicht aber die Händler zu einem gewissen Preis zwingen, was ja illegal wäre. Um die Preise dennoch durchzusetzen, setzen die meisten Hersteller schlicht auf Rabatte, damit auch die Kunden zum versprochenen Preis die Produkte bekommen. Problematisch dabei ist jedoch, dass der Rabatt in diesem Fall scheinbar nicht besser als die zusätzlichen Gewinne durch die höheren Verkaufspreise war.

Damit AMD die UVP jetzt dennoch durchsetzen kann, sollen laut Informationen von wccftech gute 10-20 Online-Händler ein noch besseres Angebot erhalten, wenn sie die Preise durchsetzen. In den USA sollen Händler wie Amazon und Newegg dazugehören. Ob auch europäische Händler davon profitieren könnten, ist unklar und auch eher unwahrscheinlich. Der Effekt, der dadurch entsteht, ist dennoch groß. AMD könnte so auch die kleinen Händler in gewisser Weise zwingen, RX Vega zu niedrigeren Preisen anzubieten.

Weitere Preissenkungen in Sicht

Eine weitere Preissenkung der neuen Vega-Generation soll zudem spätestens im vierten Quartal dieses Jahres stattfinden. Angeblich startet SK Hynix dann mit der Produktion von HBM2-Speicher, welcher in den Vega-Grafikkarten verbaut ist. Der aktuell verbaute Speicher kommt einzig und allein von Samsung, da es keine anderen Anbieter gibt. Durch den entstehenden Konkurrenzkampf beim Markteintritt von SK Hynix soll der Preis deutlich sinken. Das würde vor allem den Boardpartnern zugute kommen, die ihre Versionen von RX Vega ebenfalls in dieser Zeit planen. Ein weiterer Kostenfaktor ist das PCB, welches derzeit nur von einem Hersteller gefertigt wird. Sobald die Custom-Karten starten, produzieren die Boardpartner eigene PCBs, was die Kosten senken soll.

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