X570 oder X470-Mainboard für AMD Ryzen 3000? Die Unterschiede erklärt

AMD Ryzen 3000 X570 vs X470 vs B450 Vergleich Comparison
(Bild: Montage PCBC)

Mit den AMD Ryzen 3000-Prozessoren kamen auch neue, teure X570-Mainboards. Auch X470 und B450 sind noch kompatibel. Wir erklären die genauen Unterschiede.

Ryzen 3000: PCIe 4.0, bis zu 16 Kerne, trotzdem abwärtskompatibel

Mit den Ryzen-Prozessoren ist AMD bereits vor zwei Jahren einmal ein ordentlicher Coup gelungen. Die 2000er-Generation war eine gute Evolution. Mit Ryzen 3000 revolutioniert das Unternehmen das Segment der Prozessoren aber noch einmal nachhaltig. Neben zuerst bis zu 12 und später sogar bis zu 16 Kernen sind bis zu doppelt so viele Kerne verbaut. Möglich macht das die 7nm-Strukturbreite der Zen 2-Chiplets. Bis zu zwei von diesen Chiplets sind an einen zentralen Management-Chip angeschlossen. Dieser in 12nm gefertigte Chip übernimmt dabei die Verwaltung des Speichers und der Anschlüsse. Da wären wir bereits bei der nächsten Neuerung der Ryzen 3000-Prozessoren: PCIe 4.0. AMD ist der erste Hersteller, der den neuen Standard in einem Mainstream-Produkt einsetzt. PCIe 4.0 besitzt genau die doppelte Bandbreite von PCIe 3.0. Das ermöglicht derzeit vor allem schnellere SSDs. Auf längere Sicht könnten auch Grafikkarten von PCIe 4.0 profitieren. Die Verdopplung der Bandbreite bietet generell ganz neue Möglichkeiten.

All das hat AMD aber nicht daran gehindert, auch die neuen Ryzen 3000-Prozessoren abwärtskompatibel zu machen. So kommt weiterhin der Sockel AM4 zum Einsatz. Mit einem BIOS-Update sind daher auch ältere Mainboards kompatibel. X470 und B450 sind dabei immer kompatibel, für die noch älteren X370- und B350-Mainboards gibt es vorerst nur Beta-Support. Die Abwärtskompatibilität ist derzeit auch mehr als wünschenswert. Grund sind die hohen Preise für X570-Mainboards.

X570 ist teuer – aber gut ausgestattet

Mit der neuen Ryzen 3000-Generation hat AMD natürlich auch einen neuen Highend-Chipsatz namens X570 vorgestellt. Wie bereits beim Vorgänger Ryzen 2000 macht den Beginn nur das Highend. Ein potenzieller B550-Chipsatz für die Mittelklasse soll erst Anfang 2020 gemeinsam mit A520 für das Einstiegssegment folgen. Diese Vorgehensweise war beim Launch der zweiten Ryzen-Generation noch nicht so problematisch. Selbst zum Start kostete das teuerste X470-Mainboard nur gut 270 Euro, günstige Mainboards gab es bereits ab gut 130 Euro. Anders sieht es aber bei X570 aus. Das günstigste Mainboard kostet aktuell 164 Euro. Nur neun von 32 aktuell verfügbaren Mainboards können für unter 200 Euro erstanden werden. Nach oben hin scheinen hingegen quasi keine Grenzen zu existieren. So kostet das teuerste Mainboard, das Gigabyte X570 Aorus Xtreme, derzeit gut 777 Euro.

Für diese hohen Preise gibt es gleich mehrere Gründe. Bereits vor dem Launch von Ryzen 3000 gab es Hinweise von MSI, dass die Preise vor allem mit einer Imageveränderung von AMD zu tun haben. Das Unternehmen möchte einfach nicht mehr nur die „günstigere Alternative“ zu Intel sein. Das spiegelt sich einerseits im Ryzen 3000-Lineup wider, das nach oben bis (vorläufig) 529 Euro erweitert wurde. Die andere Komponente sind die X570-Mainboards. Die Hersteller haben deutlich besser ausgestattete Modelle aufgelegt. Bereits zum Start gibt es mehr unterschiedliche X570- als X470-Modelle. Die Vielfalt reicht zwar noch lange nicht an das Z390-Portfolio von Intel heran, die Richtung ist allerdings klar. Der hohe Preis rührt allerdings auch von der guten Ausstattung her. So sind alle Boards mit PCIe 4.0 ausgestattet. Während der X470- und B450-Chipsatz komplett ohne PCIe 3.0-Lanes auskommen musste und nur wenige PCIe 2.0-Lanes verbaut hatte, sieht es beim X570 anders aus. 20 vollwertige PCIe 4.0-Lanes sind vorhanden, von denen 16 Lanes quasi frei zur Verfügung stehen. Daher ist selbst das günstigste X570-Mainboard mit zwei voll angebundenen M.2-Slots ausgestattet. Das gab es bei X470 nur bei zwei Modellen überhaupt. Höherpreisige X570-Mainboards kommen sogar mit drei M.2-Slots. Auch USB 3.2 Gen 2 (früher USB 3.1 Gen 2) ist auf allen Boards vorhanden.

Die Kunden verschrecken die deutlich höheren Preise scheinbar nicht. Der Topseller auf Mindfactory ist nicht das absolut günstigste Mainboard, sondern das MSI MPG X570 Gaming Edge WiFi für gut 200 Euro. Doch auch die Mittelklasse wie das MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon WiFi verkauft sich sehr gut. Gekoppelt mit der hohen Leistung von Ryzen 3000 hat AMD definitiv das „Günstig“-Image abgelegt.

X570, X470 und B450 im technischen Vergleich

Wie vorhin bereits angesprochen sind die neuen Ryzen 3000-Prozessoren auch zu den älteren Mainboards mit X470- und B450-Chipsatz kompatibel. Notwendig ist dafür nur ein BIOS-Update. Für dieses Update verleiht AMD sogar auf eigene Kosten Prozessoren, das sogenannte Boot Kit. Abstriche macht man vor allem bei den Features.

Beginnen wir beim Prozessor selbst. Alle Ryzen 3000-Prozessoren bieten insgesamt 24 PCIe 4.0-Lanes. Mit vier Stück ist der Chipsatz angebunden. 16 dieser Lanes sind für den ersten PCIe 4.0 x16-Slot gedacht, vier weitere für den Speicher. Bei derzeit praktisch allen Mainboards sind diese vier Lanes direkt für einen vollwertigen M.2-Port verwendet worden. Es wären theoretisch aber auch zwei M.2-Port mit je zwei Lanes oder ein M.2-Slot mit zwei Lanes und zwei SATA III-Ports möglich. Direkt in den Prozessor integriert sind dann noch vier USB 3.2 Gen 2-Ports.

AMD X570 Chipsatz Details Übersicht Overview
(Bild: AMD)

Kommen wir zum X570-Chipsatz. Dieser sticht vor allem mit einer extravaganten Ausstattung an PCIe 4.0-Lanes heraus, was wohl auch die hohen Kosten erklärt. So sind noch einmal zusätzlich 20 Lanes verbaut. Vier davon sind für die Verbindung zum Prozessor reserviert. Die restlichen 16 Lanes stehen zur freien Verfügung und können flexibel in verschiedene Sektionen aufgeteilt werden. Beispielsweise sind zweimal acht, viermal vier oder beliebige andere Konstellationen möglich. Zwei Sektionen mit je vier Lanes können entweder als je einmal vier Lanes, zweimal zwei Lanes, viermal eine Lane oder auch viermal SATA III-Anschluss eingesetzt werden. Abseits der ausgezeichneten PCIe 4.0-Ausstattung sind auch noch weitere Ports im X570-Chipsatz verbaut. So gibt es vier integrierte SATA III-Ports.Dazu kommen noch acht USB 3.2 Gen 2-und vier USB 2.0-Ports.

FeatureX570X470B450
PCIe 4.0-Lanes20--
PCIe 3.0-Lanes---
PCIe 2.0-Lanes-86
USB 3.2 Gen 2822
USB 3.2 Gen 1-62
USB 2.0466
SATA III4 (12 möglich)86

Vergleichsweise mager sieht es beim X470- und B450-Chipsatz aus. Diese sind wie X570 mit vier PCI Express-Lanes mit dem Prozessor verbunden. Sie bieten jedoch keine weiteren PCIe 3.0-Lanes, wie man vermuten könnte. Stattdessen sind nur acht (X470) bzw. sechs (B450) PCIe 2.0-Lanes verbaut. Auch die Ausstattung an USB 3.2 Gen 2-Ports ist mit jeweils zwei deutlich geringer. Dafür gibt es sechs (X470) bzw, zwei (B450) USB 3.2 Gen 1-Ports, die früher USB 3.0 hießen. Diese besitzt X570 nicht. Bei den USB 2.0-Schnittstellen sind X470 und B450 mit je sechs Stück auch besser ausgestattet als der X570-Chipsatz, der nur vier bietet. X470 hat mit sechs direkt integrierten SATA III-Ports zwei Stück mehr als X570, B450 mit vier Stück gleich viel.

Featurevergleich zwischen X570-, X470- und B450-Mainboards

Im direkten Vergleich stellt sich auch schnell heraus, warum die X570-Mainboards eigentlich so teuer sind. Der Hauptunterschied liegt bei der vorhin bereits angesprochenen Ausstattung. Diese Ausstattung hat durch den X570-Chipsatz eben jedes dieser Mainboards. Hier besteht also einfach wenig Einsparungspotenzial. Selbst das günstigste X570-Mainboard ist im Bezug auf die Features in vielen Belangen besser ausgestattet als teure Highend-Varianten von X470. In der unten stehenden Vergleichstabelle haben wir einige Mainboards verschiedener Preisklassen gelistet, um die Unterschiede deutlich zu machen. Innerhalb der Tabelle kann vertikal gescrollt, gefiltert und gesucht werden.

Tabelle Anzeigen
ModellFormx16-Slotsx1-SlotsM.2-SlotsSATA III-PortsUSB 3.2 Gen 2USB 3.2 Gen 1LAN 1LAN 2WLANThunderbolt 3RAM-OCStromReale PhasenVirtuelle PhasenWeblinkPreis
ASRock X570 Phantom Gaming 4ATX2228210Gigabitn/an/avorbereitetDDR4-4066+8Pin610Link€163,90
Asus ROG Crosshair VIII FormulaATX3138985GGigabitWiFi 6n/a?8+4Pin816Link€573,99
Asus ROG Strix X570-F GamingATX323856Gigabitn/an/an/a?8+4Pin814Link€299,-
Gigabyte X570 Aorus UltraATX323647Gigabitn/aWiFi 6n/aDDR4-44008+4Pin814Link€296,49
MSI MEG X570 GodlikeE-ATX4036562,5GGigabitWiFi 6n/aDDR4-48008+8Pin818Link€697,-
MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon WiFiATX232646Gigabitn/aWiFi 6n/aDDR4-44008+4Pin712Link€259,90
ASRock X470 Taichi UltimateATX321831010GGigabitWLAN-ACn/aDDR4-34668+4Pin816Link€248,85
Asus ROG Crosshair VII HeroATX3226310Gigabitn/an/an/aDDR4-36008+4Pin712Link€271,-
Asus ROG Strix X470-F GamingATX331638Gigabitn/an/an/aDDR4-36008+4Pin810Link€199,90
MSI X470 Gaming Pro CarbonATX321828Gigabitn/an/an/aDDR4-34668+8Pin712Link€174,85
ASRock B450 Pro4ATX241624Gigabitn/an/an/aDDR4-32008Pin66Link€79,85
Asus ROG Strix B450-F GamingATX332624Gigabitn/an/an/aDDR4-32008Pin66Link€120,74
Gigabyte B450 Aorus EliteATX221606Gigabitn/an/an/aDDR4-32008Pin77Link€93,85
MSI B450 Gaming Pro Carbon ACATX231624Gigabitn/aWLAN-ACn/aDDR4-34668+4Pin66Link€129,-
MSI B450 Gaming PlusATX241624Gigabitn/an/an/aDDR4-34668Pin66Link€88,85

Dabei fällt unter anderem auf, dass selbst die Highend-Mainboards der X470-Reihe in der Ausstattung weit hinter den X570-Mainboards liegen. So ist meistens nur ein voll angebundener M.2-Slot verfügbar. Der oftmals zweite verbaute Slot verfügt nur über vier PCIe 2.0-Lanes, was bestenfalls für SATA-Speed sorgt. Bei X570 sind hingegen immer mindestens zwei voll angebundene M.2-Ports verbaut (wohin denn auch sonst mit den ganzen Lanes?). Auch die Ausstattung an USB-Ports ist bei X470 deutlich geringer. Die meisten Mainboards haben nur wenige USB 3.2 Gen 2-Ports verbaut. Hier können selbst die kleinen X570-Mainboards deutlich punkten. Bei den USB 3.2 Gen 1-Ports sieht die Sache oft aber anders aus. Alles in allem sind vor allem mehr schnellere USB-Ports auf X570-Mainboards zu finden. Bei B450 zeigt sich ein ähnliches Bild. Verzichten muss man hier vor allem auf USB-Ports.

Bei der Stromversorgung sind die X470-Mainboards hingegen bei weitem nicht hinten. Die meisten X470-Mainboards bieten mindestens 10 Phasen und ziehen damit mit dem schwächsten X570-Mainboard gleich. Gut ausgestattete X470-Boards haben auch 12 bis 16 Phasen verbaut. Die Stromversorgung stellt also kein Problem dar. Etwas anders sieht es bei den B450-Mainboards aus. Selbst teure Modelle kommen nicht über sieben oder maximal acht Phasen. Das sollte für den Ryzen 5 3600 oder den Ryzen 7 3700X mit je 65 Watt TDP oder ohne geplantes Übertakten zwar kein Problem sein. Wer hingegen übertakten oder Precision Boost Overdrive nutzen möchte, könnte hier auf Probleme stoßen. Apropos Übertakten: beim RAM-Übertakten findet sich eine weitere Hürde. Während X570 durchgehend Takt-Raten über 4.000 MHz unterstützt, sind es bei X470 und B450 maximal DDR4-3600, bei vielen Boards auch maximal DDR4-3200. Auch der maximale Speicherausbau ist mit 64 Gigabyte im Vergleich zu 128 Gigabyte bei X570 deutlich geringer.

Beim Preis haben X470 und B450 die Nase vorn

Einen stark ins Gewicht fallenden Aspekt haben die X470- und B450-Mainboards jedoch, den X570 praktisch nicht hat. Die Mainboards sind verhältnismäßig günstig. Während Mainboards mit X570 erst bei gut 164 Euro anfangen, sind die Mainboards der Vorgeneration deutlich günstiger zu haben. Zu beachten ist hier auch die Ausstattung. Während man für 164 Euro nur ein praktisch nacktes X570-Mainboard mit kleinen VRM-Kühlern erhält, bekommt man für den gleichen Preis bereits schicke X470-Mainboards mit guter Kühlung und starker Stromversorgung. Das teuerste B450-Mainboard ist sogar günstiger.

Noch spannender wird es jedoch im Bereich von 200 bis 300 Euro. Das teuerste X470-Mainboard, das Asus ROG Crosshair VII Hero (Wi-Fi), kostet lediglich 283 Euro und ist damit günstiger als 44 Prozent der X570-Mainboards. Auch andere Highend-Boards wie das ASRock X470 Taichi Ultimate für 248,85 Euro oder das Gigabyte X470 Aorus Gaming 7 WIFI für 243,93 Euro sind hervorragend ausgestattet und sogar günstiger als 53 Prozent aller X570-Mainboards. Vergleichsweise spielen in dieser Preisregion das MSI MPG X570 Gaming Pro Carbon WiFi oder das Gigabyte X570 Aorus Pro, also eigentlich keine Highend-Varianten.

Worauf verzichtet man mit einem X470- und B450-Mainboard?

Zusammengefasst ergibt sich ein recht eindeutiges Bild. Technisch gesehen verzichtet man vor allem auf Features am Mainboard. Dazu zählen zu allervorderst die Unterstützung von PCIe 4.0. Obwohl Asus bereits angekündigt hat, dass die eigenen Mainboards mit manchen Einschränkungen PCIe 4.0 unterstützen, gibt es keinen generellen Support von AMD.

Doch auch der X570-Chipsatz strotzt geradezu vor Features, die bei X470 und B450 fehlen. So verzichtet man auf 16 weitere Lanes und damit mehr M.2-Ports, USB 3.2 Gen 2-Ports und weitere Features, die die Mainboardhersteller durch die enorme Bandbreite verbauen können. Bei der Stromversorgung hingegen macht man mit einem guten X470-Mainboard keinerlei Abstriche gegenüber X570, lediglich die B450-Mainboards haben hier das Nachsehen.

Fazit: welches Mainboard für Ryzen 3000?

Welches Mainboard ist also nun perfekt für Ryzen 3000? Ganz klar ein X570-Modell, da man so die vollen Vorteile der neuen Architektur wie PCIe 4.0 ausnutzen kann. Unbedingt notwendig ist das aber nicht. Es kommt primär darauf an, was man konkret für Features braucht. Wer eine PCIe 4.0-SSD nutzen möchte, kommt an X570 vorerst nicht vorbei. Wer mehr als eine M.2-SSD mit voller Geschwindigkeit anbinden will, sollte auch eher nach X570-Mainboards Ausschau halten. Viele USB 3.2 Gen 2-Ports mit 10 Gbit/s Übertragungsrate gibt es ebenfalls nur mit dem neuen Chipsatz. Ein weiteres oft verbautes Feature ist das neue, schnelle WiFi 6, das bei X470- und B450-Mainboards naturgemäß komplett fehlt.

Der typische Gamer hat viele dieser Anforderungen jedoch nicht. Abgesehen von den neuen Radeon Navi-Grafikkarten gibt es keine PCIe 4.0-Grafikkarten, weshalb PCIe 3.0 auf diesem Gebiet problemlos ausreicht. Auch eine PCIe 3.0-SSD ist genug für praktisch jeden Gaming-PCs. Für das mittlerweile sehr populäre Übertakten braucht es primär eine gute Stromversorgung – und die haben auch gut ausgestattete X470-Mainboards. Wer also bereits ein (gutes) X470-Mainboard besitzt, für den zahlt sich ein neues X570-Modell einfach nicht aus, sofern man nicht die neuen Features braucht. Durch die Abwärtskompatibilität kann man problemlos aufrüsten. Doch auch für einen Neukauf sind vor allem die höherpreisigen X470-Modelle einen Blick wert. Vor allem die Preise sprechen dafür. Das gleiche gilt für B450 in Verbindung mit den Ryzen 5-Prozessoren wie dem Ryzen 5 3600 oder 3600X. Günstige Modelle starten bei gut 65 Euro, mit guter Ausstattung landet man zwischen 85 und 100 Euro. Wer mit einem Ryzen 7 3800X oder gar einem Ryzen 9 3900X liebäugelt, sollte sich vom Gedanken an ein B450-Mainboard jedoch verabschieden.

Über Florian Maislinger 1215 Artikel
Florian Maislinger is author and founder of PC Builder's Club. As a skilled IT engineer, he is very familiar with computers and hardware and has been a technology lover since childhood. He is mainly responsible for the news and our social media channels.

10 Kommentare

  1. Hallo Florian,

    der Beitrag schafft einen schönen Überblick, danke dafür!
    Eine Frage zum Inhalt:
    Ist es ein Tippfehler in der Tabelle, dass der X470 bzw B450 Chipsatz kein PCIe3.0 haben soll?

    Viele Grüße
    Grohli

  2. In Anlehnung an die Fragen von @Grohli zu den PCIe-Lanes …

    Von den Ryzen 3XXX kommen die 20x nutzbaren! PCIe-Lanes.
    Von dem X570-Mainboard zusätzlich nochmal 16x nutzbaren! PCIe-Lanes.
    Macht zusammen 36x nutzbare PCIe-Lanes, sehe ich das richtig?

      • Okay, wenn ich mir also ein neuen Server/Workstation mit Ryzen aufbauen möchte wäre es ja am sinnvollsten gleich auf X570 Mainboards zu setzen, um in Zukunft entsprechend Nachrüsten zu können.

        Bsp. Zusammenstellung:
        1x Ryzen 5 3600
        1x Biostar Racing X570GT8
        2x 16GB DDR4-3000 CL15

        Was ich mich frage, warum wird dann von den Experten in den PC-Foren immer auf alte X470 Boards verwiesen, wo man den X570 Chipsatz schon ab ~170€ bekommt (oder im Fall des genannten Biostar mit „Vollausstattung“ für 200€)?

        • Es kommt wirklich immer darauf an, welchen Einsatzzweck man plant. X570 ist einfach exorbitant gut ausgestattet, vor allem im Vergleich zu X470/B450. Die besagten „Experten“ in diversen Foren verweisen vor allem aufgrund des Preises auf X470. Für reine Gaming-PCs würde ich ihnen auch recht geben, da es derzeit einfach keinen Usecase für PCIe 4.0 abgesehen von SSDs gibt. Das ist alles noch Zukunftsmusik. Und da reichen die guten X470-Mainboards locker, auch zum Übertakten. Bei mehreren M.2-SSDs, mehreren GPUs oder auch anderen Erweiterungskarten wird man mit X570 aber fast immer besser fahren.

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