Intel veröffentlicht alle Details von i3-9000 bis i5-9600K

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Intel hat gestern nicht nur in der Microcode-Übersicht erstmals neue Modelle der 9. Generation genannt. Jetzt leakten fast alle Details der Prozessoren.

Intel im Leak-Fieber?

Leaks sind in der Technikbranche mittlerweile Gang und Gäbe. Sie dienen dazu, die Stimmung vor einem Produktlaunch einfach ordentlich anzuheizen. Manche Leaks sind dabei echte Leaks, andere streuen die Hersteller höchstpersönlich. Das Ziel von beiden ist jedoch das gleiche: Gratis-PR. Intel fährt bei der neuen Core i-Generation jetzt scheinbar einen etwas anderen Kurs. Gestern tauchten bereits in einer Mikrocode-Dokumentation sämtliche Prozessoren von Core i3-9000 bis i5-9600K der 9. Generation auf. Die gleichen Prozessoren scheinen heute auch in einer Spezifikationsübersicht auf. Interessanterweise fehlen dabei jedoch wieder die i7-Prozessoren sowie der kolportierte Achtkerner mit dem Namen i9-9900K. Es handelt sich dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen tatsächlich gewollten Leak des Unternehmens.

Höhere Taktraten, aber alles beim Alten


In der Spezifikationsübersicht nennt das Unternehmen praktisch alle technischen Daten der Prozessoren i3-9000, i3-9100, i5-9400, i5-9500, i5-9600 und i5-9600K. Lediglich die Anzahl der Threads kommt nicht vor. Die genannten Prozessoren unterstützen in der aktuellen Coffee Lake-Generation allesamt kein Hyperthreading oder SMT. Überraschend wäre daher, wenn Intel bei einigen Modellen Hyperthreading freigeben würde. Wir rechnen jedoch nicht damit, da es sich nur um einen Coffee Lake-Refresh handelt, worauf auch die fast identen technischen Daten schließen lassen. So bleibt die Grafikeinheit selbst die gleiche, inklusive gleichem Takt. Auch die Cache-Größe ändert sich nicht, genausowenig wie die Arbeitsspeicherunterstützung (DDR4-2666 bzw. DDR4-2400).

Die Taktraten der Prozessoren selbst ändert sich jedoch leicht. So bekommt der i5-9600K in der Basis 100 MHz und im Boost sogar 200 MHz mehr an Takt. Beim i5-9600 und i5-9500 ändert sich der Boosttakt um 200 MHz nach oben, während der i5-9400 100 MHz bei Basis- und Turbotakt mehr bekommt. Der i3-9100 ändert sich nicht, während der i3-9000 keinen Vorgänger besitzt und auf 3,7 GHz praktisch ident mit dem i3-9100 ist.

ModelKerneThreadsBasistaktTurbotaktL3-CacheiGPUTDP
i7-8700K6123,7 GHz4,7 GHz12 MiBGT295 W
i7-87006123,2 GHz4,6 GHz12 MiBGT265 W
i5-9600K6?3,7 GHz4,5 GHz9 MiBGT295 W
i5-8600K663,6 GHz4,3 GHz9 MiBGT295 W
i5-96006?3,1 GHz4,5 GHz9 MiBGT265 W
i5-8600663,1 GHz4,3 GHz9 MiBGT265 W
i5-95006?3,0 GHz4,3 GHz9 MiBGT265 W
i5-8500663,0 GHz4,1 GHz9 MiBGT265 W
i5-94006?2,9 GHz4,1 GHz9 MiBGT265 W
i5-8400662,8 GHz4,0 GHz9 MiBGT265 W
i3-91004?3,7 GHz-6 MiBGT265 W
i3-8300443,7 GHz-6 MiBGT265 W
i3-8100444,0 GHz-6 MiBGT265 W
i3-90004?3,7 GHz-6 MiBGT265 W

Weiter warten auf den Achtkerner

Den kolportierten Achtkerner, den Intel als Core i9-9900K auf den Markt bringen soll, erwähnt die Tabelle jedoch nicht. Auffällig ist auch, dass kein i7-Prozessor genannt wird. Das zeigt, dass Intel wohl mit beiden Nomenklaturen noch etwas vorhat. Spätestens im Herbst soll die neue Generation auf den Markt kommen – bei der aktuellen Leak- und Informationslage könnte es jedoch auch schon deutlich früher soweit sein.


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