Keine Preissenkung für DRAM, Grafikspeicher wird teurer

GDDR6 vs GDDR5X
GDDR5X-Speichermodule auf einer Nvidia-GPU. (Bild: Nvidia)

DRAM ist derzeit so teuer wie nie. Auf längere Sicht soll sich der Preis auch nicht ändern. Grafikspeicher wird sogar noch teurer. Schuld daran sind die steigenden Margen für den Speicher und das Smartphone-Geschäft.

Die Speicherpreise steigen

Derzeit machen vielen Gamern nicht nur die Grafikkartenpreise das Leben schwer, sondern auch der Arbeitsspeicher. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 100 Prozent gestiegen. Die Preise stagnieren derzeit zwar, auf längere Sicht steigen die Preise gerade für langsameren Arbeitsspeicher wieder. Auch an der Front der Grafikspeicherpreise zeigt sich Bewegung, allerdings in die andere Richtung. Die Preise steigen. Nvidia wies bereits vor einiger Zeit darauf hin, dass nicht nur die Miner an den steigenden Grafikkartenpreisen schuld sind, sondern auch die Speicherpreise. Doch woran liegt das?

Die Speicherhersteller kassieren ab


Am Anfang der Speicher-Nahrungskette stehen natürlich einmal die Speicherhersteller. Die größten sind Samsung, SK Hynix und Micron, welche sich über 95 Prozent des Markts aufteilen. Diese großen drei haben damit in gewisser Weise ein Monopol, welches sie auch entsprechend ausnutzen. Erst vor kurzem wurde eine Sammelklage in den USA gegen diese drei Hersteller bekannt. Die Kläger werfen den Konzernen vor, absichtlich den Preis hoch zu halten. Nachweislich steigt die Marge für die Hersteller auch. Auf gute 69 Prozent operative Marge kommt aktuell Samsung, während SK Hynix 61 und Micron 58 Prozent operative Marge einfahren.

Ein anderer Faktor ist jedoch auch der Smartphone-Markt. Das betrifft vor allem den Grafikspeicher. Die Speicherchips dafür werden auch in Smartphones als Massenspeicher eingebaut. Besonders Samsung bevorzugt natürlich die eigene Smartphone-Sparte, aber auch alle anderen Smartphone-Hersteller zahlen höhere Preise, um die Speicherhips schneller geliefert zu bekommen. Deshalb werden auf Dauer auch die Preise für Grafikkarten steigen bzw. so bleiben, wie sie aktuell sind.


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