Zu hohe Speicherpreise: Sammelklage gegen Samsung, SK Hynix und Micron

(Bild: G.Skill)

Die drei größten Hersteller von DRAM-Chips, Samsung, SK Hynix und Micron, sehen sich in den USA mit einer Sammelklage konfrontiert. Gegenstand sind die hohen Speicherpreise. Die Hersteller sollen die Produktion absichtlich niedrig halten, um den Preis nach oben zu treiben.

Das Kreuz mit den hohen Speicherpreisen

Es ist ein regelrechtes Trauerspiel. Seit gut zwei Jahren steigen die Preise für Speicherprodukte, besonders für Arbeitsspeicher stark an. Die drei größten Hersteller von DRAM-Chips, Samsung, SK Hynix und Micron, kommen scheinbar mit der Produktion nicht hinterher. Einerseits benötigen immer mehr Mobil-Devices wie Smartphones immer mehr Speicher, andererseits ist auch die Nachfrage nach gutem Arbeitsspeicher ungebrochen hoch. Da in Smartphones die gleichen Speicherzellen als Massenspeicher eingebaut sind wie beispielsweise in Grafikkarten, steigen unter anderem deshalb auch dort die Preise. Die Folge ist, dass diese Speicherzellen unglaublich stark im Preis steigen. So sind 4 GB DRAM mittlerweile um 130 Prozent teurer als noch vor eineinhalb Jahren.

Kläger vermuten Absprachen und künstliche Verknappung


Dieses Marktverhalten ist vielen Leuten suspekt. Da sich die Zunahme des Angebots bereits seit Jahren abzeichnet, hätten die Hersteller entsprechend ausbauen und investieren können. Daher haben jetzt mehrere Kläger eine Sammelklage bei einem kalifornischen Gericht eingereicht. Sie werfen den Herstellern vor, trotz entsprechender Nachfrage die Kapazitäten nicht zu erweitern und Absprachen zu treffen. Die Hersteller würden somit nicht mehr konkurrieren und nähmen sich gegenseitig keine Marktanteile ab.

Ein weiterer Vorwurf dreht sich um den Preis. Trotz gleichbleibender Produktionskosten habe sich dieser mehr als verdoppelt. Auch der Produktionsprozess sei nicht maßgeblich geändert worden, was eine Erhöhung nicht rechtfertige. Beide Punkte sprechen für ein koordiniertes Vorgehen zwischen den drei größten Herstellern.


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