AMDs Combat Crate-Bundle gegen Miner kommt, aber nur in den USA

Die geleakten Bundles aus Ryzen-Prozessor, B350-Mainboard und RX 580-GPU kommen tatsächlich in den Handel. Combat Crate sollen wieder mehr Gaming-GPUs auch wirklich in Gaming-Rechner statt in Mining-Rigs bringen. Der Zielmarkt hierfür ist jedoch nur die USA, wo die Preise der Bundles tatsächlich einen Vorteil bieten.

Combat Crate gegen Miner

Das Mining von Kryptowährungen geht jetzt schon seit über einem Jahr vor allem zulasten der Gamer. Höhere Preise und schlechte Verfügbarkeit machen den GPU-Einkauf nicht gerade spaßig. AMD steuert da jetzt etwas dagegen und bringt die Combat Crate-Bundles bald in den Verkauf. Diese sind vor kurzem bereits in einem Onlineshop geleakt. Im Bundle enthalten sind ein Ryzen 5 1600 oder Ryzen 7 1700, ein MSI B350 Tomahawk-Mainboard und eine MSI RX 580 Armor 8G OC. Der Preis ist im Vergleich zu einem Einzelkauf der Komponenten deutlich günstiger. Mit so einem Bundle verhindert AMD, dass Miner auch dieses Angebot ausnutzen, um an die GPUs zu kommen. Als Bundle sind diese nämlich äußerst unattraktiv.

Nur in den USA


So etwas wäre auch für den europäischen Markt interessant, jedoch wird AMD die Bundles nur in den USA anbieten. Grund ist, dass die Preise, für welche die Bundles über den Ladentisch gehen sollen, in Europa höher wären als die Einzelkomponenten. In den USA ist das jedoch anders, weshalb ein Preisvorteil erzielt werden kann. So kostet das kleinere Bundle mit Ryzen 5 1600 nur 549,99 US-Dollar, während die Einzelkomponenten bei Newegg 651,31 US-Dollar kosten (beide Zahlen ohne US-Steuern). Ein solches Bundle würde bei uns 552 Euro kosten, einen Preis, den AMD schwer unterbieten kann. Derzeit gibt es nur das Bundle mit Ryzen 5 1600, ob noch ein Bundle mit Ryzen 7 1700 kommt, ist derzeit unklar.

AMD verfolgt damit natürlich auch einen gewissen Selbstzweck. Da Ryzen 2000 bereits draußen ist, gilt es, die alten Bestände noch zu verkaufen. Ähnlich läuft es mit dem B350-Mainboard von MSI. Es könnte zudem sein, dass MSI in Zukunft die Armor-GPUs zumindest für die AMD-Seite einstampft, weshalb auch da die noch verbliebenen Bestände weg müssen.


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