Flop: Intel stampft Kaby Lake-X ein

Aus ists mit Kaby Lake-X. (Bild: Intel)

Kaby Lake-X war als Einstieg in die Highend-Plattform geplant, jedoch nicht konkurrenzfähig. Die eigene Mainstream-Sparte und AMDs Ryzen-Prozessoren setzten den Prozessoren zu. Deshalb hat Intel bekanntgegeben, die beiden Prozessoren nach nicht einmal einem Jahr völlig einzustellen.

Kaby Lake-X – hoch taktbar, aber nicht konkurrenzfähig

Vor gut einem Jahr kam Intels neue HEDT-Plattform Skylake-X samt neuem 2066-Sockel und X299-Chipsatz auf den Markt. Das war zum einen die Reaktion auf AMDs Ryzen, welche in den Markt regelrecht eingeschlagen haben, andererseits natürlich ein geplantes Upgrade. Zusätzlich zu Skylake-X gab es aber auch noch eine weitere Prozessorfamilie: Kaby Lake-X. Intel stellte zwei Prozessoren vor, welche de facto zwei Prozessoren der Kaby Lake-Familie waren. Der i7-7700K wurde somit zum i7-7740X und der i5-7600K zum i5-7640X. Der Unterschied war, dass diese ebenfalls mit 2066-Sockel und Unterstützung für X299 kamen. Die TDP war mit 112 Watt deutlich höher als bei Kaby Lake, auch der RAM-Support stieg von DDR4-2400 auf DDR4-2666. Kaby Lake-X war deshalb an Übertakter adressiert, mehrere Rekorde wurden mit den Prozessoren aufgestellt.

Was jedoch nicht Einzug hielt, waren Features wie Quad-Channel-Memory oder auch mehr PCIe-Lanes. Der kleine i5-7640X bot zudem wie der Bruder kein Hyperthreading. Durch die geringeren PCIe-Lanes war es bei X299-Mainboards zudem immer eine Art von Rätselraten, welche Features auf dem Board nicht funktionierten. Die Prozessoren sind mit 230 bzw. 330 Euro ähnlich teuer wie damals ein i7-7700K, boten aber keine wirklichen Vorteile. Außerdem musste man zu einem X299-Board greifen, welches erheblich teurer als ein Z270-Board war.

Intel war sich selbst die größte Konkurrenz


Das führte dazu, dass die Prozessoren von den meisten eher übersehen wurden. Wer auf die HEDT-Plattform setzen wollte, sah sich mindestens nach dem Sechskerner 7800X oder dem Achtkerner 7820X um, um alle Features nutzen zu können. Spieler setzten weiterhin eher auf Kaby Lake, da die ganze Plattform günstiger und zuverlässiger war. Intel war sich spätestens mit aufkommender Gewissheit, dass der Coffee Lake-Prozessor 8700K ein Sechskerner werden würde, selbst der größte Konkurrent. Es gab schlicht keinen wirklichen Nutzen für die Prozessoren, da die Nachteile zu hoch waren. Auch AMD war mit seinen Ryzen-Prozessoren eine große Konkurrenz.

Deshalb hat Intel bekanntgegeben, die Produktion von Kaby Lake-X zu beenden. Bestellungen werden zwar noch bis August entgegen, die Produktion stoppe jedoch endgültig im November.


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