iMac Pro mit 18 Kernen und Vega – die Sicht eines PC-Bauers

Bis zu 18 Kerne sollen verbaut sein. (Bild: Screenshot)

Lange erwartet, aber doch keine „echte“ Ablöse für den Mac Pro (2013): Apple hat am vergangenen Montag den iMac Pro auf der WWDC vorgestelllt. Mit bis zu 18 Kernen und Vega-GPUs von AMD soll der neue AiO-Mac ausgestattet werden können. Gekühlt wird mit zwei Radiallüftern – was bei dieser Leistung doch etwas verwundert.

Gestalt des iMacs, kein Ersatz für echten Mac Pro

Am Montag war es soweit: Apple hat den iMac Pro vorgestellt. Der in Spacegrau gehaltene All-in-One-Computer soll eine neue Ergänzung für Profis sein. Apple setzt dabei erneut mehr aufs Design als auf sinnvolle Praktikabilität. So wird die gesamte Hardware im vom iMac bekannten Displaygehäuse verbaut. Der iMac Pro soll damit den Mac Pro (2013) nicht ersetzen, sondern ergänzen. An einer modularen Version des Mac Pro wird derzeit noch gearbeitet, dieser soll „bald“ gelauncht werden.

Bis zu 18 Kerne, Vega-GPU


Intern nutzt der iMac Pro nicht näher definierte CPUs mit Skylake-X-Technologie. Es ist davon auszugehen, dass die neuen Intel-CPUs für HEDT gemeint sind. Mit bis zu 18 Kernen kann so scheinbar auch das Topmodell, der Intel Core i9-7890XE, verbaut werden. Mit 165 Watt TDP ist das für einen so kompakt gebauten Rechner eine eher schwierige Angelegenheit. Obendrein wird noch eine Grafiklösung mit AMDs neuer Vega-Grafikkartengeneration verbaut sein. Die teuerste Variante bietet bis zu 64 CUs und 16GB Grafikspeicher. In der Grundausstattung gibt es nur 56 CUs und 8GB Grafikspeicher. Ob für Apple wie im Mac Pro (2013) eine eigene Produktpalette geschaffen wurde oder Versionen wie die kürzlich vorgestellte Radeon Vega Frontier Edition verwendet werden, ist nicht bekannt. Die Leistungsdaten sagen jedoch aus, dass die Apple-Grafik etwas langsamer ist als die vorgestellte Frontier Edition. Sollte dies der Fall sein, kämen noch einmal bis zu 300 Watt TDP hinzu.

Zusätzlich lassen sich bis zu 4 TB PCIe-SSD-Speicher und 128 GB Arbeitsspeicher wählen. Als Display wird das bekannte 5K Retina-Display verwendet, welches noch einmal verbessert wurde. Für die externe Anbindung stehen Thunderbolt 3 und 10G-Ethernet zur Verfügung.

Zwei Radiallüfter als Kühlung

Problematisch wird die Hardwarekonfiguration spätestens bei der Kühlung. Für diese greift Apple zu zwei Radiallüftern, die frische Luft durch einen Radiator befördern, welcher die Komponenten kühlt. Als PC-Bauer kommt hier schon die Frage auf, wie Apple es schafft, potenzielle 465 Watt TDP mit zwei Radiallüftern und einem Radiator zu kühlen. Bei den gegebenen Platzverhältnissen könnte dadurch ein massives thermisches Problem entstehen.

Kühlung des iMac Pro. (Bild: Screenshot)

Verfügbarkeit ab Dezember, hohe Preise

Der iMac Pro soll ab Dezember verfügbar sein und hat ein Preisschild von 5000$ für die kleinste Variante mit Achtkerner und kleiner Vega-Grafik. Verhältnismäßig spendabel ist Apple beim Speicher. So weden in der Einstiegsvariante eine SSD mit 1 TB Kapazität eingebaut, der Arbeitsspeicher beträgt 32 GB. Der Preis versteht sich ohne Mehrwertsteuer und dem üblichen Euroaufschlag, weshalb in Europa mit 6000€ und mehr gerechnet werden muss.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*