Intel Comet Lake-S vorbestellbar: das kosten i9-10900K, i5-10600K und Co

Intel Comet Lake-S Core i9-10900K
(Bild: Intel)

Die neuen Intel Comet Lake-S-Prozessoren gehen diese Woche in den Verkauf. Bereits jetzt listen sie einige Händler. Das kosten i9-10900K, i5-10600K und Co.

Comet Lake-S: Intel passt die Preisstrategie an

Mit den neuen Comet Lake-S-Prozessoren hat Intel nicht nur auf zehn Kerne und weitläufige Upgrades wie Hyperthreading für jede CPU aufgerüstet. Eine größere Änderung gibt es auch bei den Preisen. Das neue Topmodell i9-10900K bringt zehn Kerne, der i7-10700K kommt mit acht Kernen und beerbt damit den i9-9900K. Geerbt hat er jedoch nicht den Preis. Dieser liegt auf dem Niveau des i7-9700K bei gut 400 Euro. Konkret erhält man also in der oberen Riege etwas mehr Leistung für deutlich weniger Geld. Für die Top-Leistung des i9-10900K zahlt man ab sofort dann so viel wie jetzt für den i9-9900K.

Nicht sonderlich neu sind die F-Modelle. Diese Prozessoren kommen ohne integrierte Grafikeinheit und sind ein bisschen günstiger als die Modelle mit iGPU. Damit kann Intel auch Dies nutzen, die eine fehlerhafte GPU aufweisen. Gut für die Umwelt, gut für den Gamer-Geldbeutel. Die meisten Gamer setzen sowieso auf eine zusätzliche Grafikkarte. Dieses Jahr sind die F-Modelle allerdings bereits von Anfang an gelistet und verfügbar, weshalb sich der Blick zu ihnen auf jeden Fall lohnt. Warum sie besonders in dieser Generation sehr wichtig sind, zeigt die Tabelle weiter unten.

Beide Maßnahmen sind wohl auch der Konkurrenz in Form von AMD geschuldet. Das Unternehmen hat den weltgrößten Chiphersteller Intel mit den Ryzen-Prozessoren stark in Bedrängnis gebracht. Vor allem die dritte Generation ist äußerst beliebt, vor allem in der Mittelklasse. Deshalb muss Intel nicht nur bei der Performance gleichziehen, sondern auch beim Preis, um gegen AMD antreten zu können.

Comet Lake-S: erste Händler listen i9-10900K und weitere CPUs

Obwohl der Verkauf noch nicht gestartet ist, listen bereits erste Händler in Deutschland die neuen Intel-Prozessoren. Zusammen mit einem Z490-Motherboard (hier im Übersichtsartikel) könnte man also jetzt bereits ein Upgrade-Package bestellen, das dann wohl Ende Mai auch geliefert wird. Die Preise überraschen dabei für einen Launch eher wenig, sind aber dennoch sehr moderat ausgefallen. Dabei tragen sich einige Besonderheiten in der Preisgestaltung zu.

ModellKerneThreadsBasistaktBoosttaktPreis
i9-10900K Boxed10203,7 GHz5,3 GHz€506,-
i9-10900K Tray10203,7 GHz5,3 GHz€495,-
i9-10900KF Boxed10203,7 GHz5,3 GHz€478,-
i9-10900KF Tray10203,7 GHz5,3 GHz€468,-
i9-10850K Boxed10203,6 GHz5,2 GHz€468,-
i9-10850K Tray10203,6 GHz5,2 GHz€457,-
i7-10700K Boxed8163,8 GHz5,1 GHz€369,-
i7-10700K Tray8163,8 GHz5,1 GHz€364,26
i7-10700KF Boxed8163,8 GHz5,1 GHz€366,-
i7-10700KF Tray8163,8 GHz5,1 GHz€355,-
i5-10600K Boxed6124,1 GHz4,8 GHz€264,80
i5-10600K Tray6124,1 GHz4,8 GHz€255,29
i5-10600KF Boxed6124,1 GHz4,8 GHz€240,90
i5-10600KF Tray6124,1 GHz4,8 GHz€229,90
i5-10400 Boxed6122,9 GHz4,3 GHz€175,36
i5-10400 Tray6122,9 GHz4,3 GHz€171,71
i5-10400F Boxed6122,9 GHz4,3 GHz€157,85
i5-10400F Tray6122,9 GHz4,3 GHz€152,90

In unserer Tabelle listen wir jeweils das günstigste Modell, egal ob Tray oder Boxed. Denn die Boxed-Modelle sind dieses Jahr jeweils eine Spur teurer als ihre Tray-Pendants. Das ist eigentlich eher ungewöhnlich, da sonst die Tray-Varianten etwas teurer sind. Die Preisunterschiede variieren dabei von fünf bis 20 Euro. Bei allen Modellen zeigt sich, dass sich die F-Modelle sehr lohnen können.

Während der reguläre i9-10900K ab 569 Euro zu haben ist, kostet der i9-10900KF nur 539 Euro. Der i7-10700K kostet mindestens 439 Euro, den 10700KF gibt es bereits ab 409 Euro. Der Preisunterschied von 30 Euro setzt sich auch beim i5-10600K fort. Das normale Modell mit iGPU kostet 294 Euro, während man für den i5-10600KF nur 264 Euro auf den Tisch legen muss. Lediglich beim i5-10500 gibt es derzeit weder ein Tray-, noch ein F-Modell. Er ist ab 240 Euro bestellbar. Selbst beim kleinsten i5, dem i5-10400, beträgt der Preisunterschied zum F-Modell satte 30 Euro. So zahlt man für den i5-10400F nur 177,90 Euro, während der normale i5-10400 207,90 Euro kostet.

Qual der Wahl

Jetzt hat man die Qual der Wahl bei den Intel-Prozessoren. Die neue Generation hat das Unternehmen durch aktiviertes Hyperthreading und schnellere Taktraten deutlich aufgewertet. Die Preise sind dabei durch die F-Modelle sehr moderat und definitiv kompetitiv zu den Ryzen 3000-Prozessoren von AMD. Ein spannendes Duell wird auf jeden Fall in der Mittelklasse ausgetragen, wo der Ryzen 5 3600 (aktueller Preis) gegen den Core i5-10400F für 175 Euro antritt. Im Highend tritt Intel mit dem Zehnkerner i9-10900K gegen den Ryzen 9 3900X an, der jedoch deutlich günstiger ist. Im Gaming dürfte er trotzdem ungeschlagen sein. Wer mehr zockt wird jedoch mit dem i5-10600K oder dem i7-10700K genauso Spitzenleistungen vor den Ryzen-CPUs erreichen können.

Über Florian Berger 16 Artikel
Florian Berger ist Autor bei PC Builder's Club. Durch sein Technikinteresse stieß er Ende 2019 zum kleinen Team dazu und kümmert sich seitdem um Verwaltung, Lektorat und viele Reportagen.

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