ASRock baut Mini-ITX-Mainboard für Intel 28-Kerner

ASRock Rack EPC621D4I-2M
(Bild: ASRock)

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Intel hat mit seinen Xeon Scalable-Prozessoren 28 Kerne auch in Workstations gebracht. ASRock verbaut den Sockel jetzt sogar auf ein Mini-ITX-Mainboard.

ASRock Rack EPC621D4I-2M: Mini-ITX trifft 28 Intel-Kerne auf gigantischem Sockel

ASRock ist im Bereich Mainboards einer der wenigen Hersteller, der auch eher ausgefallene Produkte auf den Markt bringt. Vor allem der Formfaktor hält das Unternehmen dabei nie auf, so klein wie möglich zu bauen. So gibt es für Intels Skylake-X bzw. Skylake-X Refresh-Serie das einzige Mini-ITX-Mainboard von ASRock – sogar mit Support für alle vier Speicherkanäle. Auch für AMDs Ryzen Threadripper-Serie hat der Hersteller das kleinste Mainboard im Programm, diesmal allerdings nur im Micro-ATX-Format.

Den Vogel endgültig abgeschossen hat ASRock jetzt allerdings mit dem ASRock Rack EPC621D4I-2M. Hinter der kryptischen Beschreibung versteckt sich ein Mini-ITX-Mainboard, auf das die neuen Intel Xeon Scalable-Prozessoren passen. Diese kommen mit einem geradezu gigantisch wirkenden Sockel, der 3.647 Pins aufweist. Auf den LGA 3647 passen Prozessoren mit bis zu 28 Kernen.

Bis zu 205 Watt TDP, aber nur Quad Channel-Support

Das ASRock Rack EPC621D4I stammt aus der Rack-Serie des Herstellers. Dabei handelt es sich um eine Serie speziell für – wer hätte es geahnt – Serverracks und Workstations. Für Workstations sind auch die Prozessoren gedacht, die auf dem neuen Mini-ITX-Mainboard ihren Platz finden sollen. Mit der Skylake-SP-Serie hat Intel auch Prozessoren für Workstations und bis zu 28 Kerne im Angebot. Dazu zählt auch der Intel Xeon W-3175X, welcher aufgrund der TDP-Beschränkung jedoch nicht auf dem Mainboard funktionieren dürfte. Diese ist auf 205 Watt beschränkt. Der Strom für den Prozessor kommt aus sechs VRM-Phasen, die mit einem passiven Aluminium-Kühler gekühlt werden. Als Stromstecker kommt ein einzelner 8Pin-Anschluss zum Einsatz.

Beim Speicher setzt ASRock nicht auf das mögliche Hexa-Channel-Interface. Aus Platzgründen verbaut der Hersteller nur vier SO-DIMM-Slots, die bis zu 128 Gigabyte DDR4-2666-Arbeitsspeicher fassen können. Auch die weiteren Verbindungen sind deutlich abgespeckt. So gibt es zwei voll angebundene Slots für M.2-SSDs, einen U.2-Anschluss, einen SATA-Anschluss, einen PCIe 3.0×16-Slot und einen USB 3.0-Header. Extern sind zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen, zwei USB 3.0- und ein VGA-Port verbaut. ASRock zielt mit dem Mainboard hauptsächlich auf Serveranlagen, in denen der Platz eine große Rolle spielt. Für Workstations ist das Mainboard aufgrund der eher bescheidenen Ausstattung eher weniger geeignet.

Über Florian Maislinger 964 Artikel
Florian Maislinger ist Autor und Gründer von PC Builder's Club. Als gelernter IT-Engineer ist er bestens mit Computern und Hardware vertraut und seit Kindesbeinen an ein Technikliebhaber wie er im Buche steht. Er ist hauptsächlich für die News und unsere Social Media-Kanäle verantwortlich.

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