Preiswächter: GTX 1070 und RX Vega 56 günstiger als GTX 1660 Ti, RTX 2060 im Angebot

Preiswächter GTX 1660 Ti, RX Vega 56, RTX 2060, GTX 1070, Samsung, Crucial
(Bild: PCBC)

Die gerade erst auf den Markt gekommene GTX 1660 Ti hat es nicht leicht. Gerade befinden sich die GTX 1070, die RX Vega 56 und sogar die RTX 2060 im Angebot.

Konkurrenz für die GTX 1660 Ti von AMD und Nvidia selbst

Vor einigen Tagen kam die GTX 1660 Ti auf den Markt. Die Grafikkarte ist das erste Turing-basierte Modell, das ohne Raytracing-Hardware wie Tensor- und RT-Cores kommt. Nur der 6 Gigabyte große GDDR6-Speicher ist geblieben. Dadurch will Nvidia zumindest auf lange Sicht den Preis gering halten. Derzeit sind die Preise allerdings noch hoch. Das günstigste Modell kostet derzeit 269 Euro, das teuerste Custom-Design mit ordentlichem Kühler sogar 369 Euro. Auf Dauer sinken die Preise auch für normale Designs wohl unter 250 Euro, in der Anfangsphase ist das jedoch unwahrscheinlich.

Problematisch dabei ist, dass die GTX 1660 Ti noch einiges an Konkurrenz hat. Um der GTX 1660 Ti etwas entgegensetzen zu können, hat einerseits AMD vorübergehend die Preise für die RX Vega 56 stark reduziert. Einzelne Modelle der Grafikkarte sind noch immer für unter 300 Euro zu haben. Das günstigste Modell kostet 279 Euro und kommt von MSI, das zweitgünstigste Modell ist die Referenzversion von ASRock und kostet 289 Euro. Diese Preise bleiben zwar nicht auf lange Sicht, machen Nvidia derzeit aber das Leben schwer.

Dabei macht sich das Unternehmen auch selbst in gewisser Weise das Leben schwer. Der zweite Gegner der GTX 1660 Ti kommt aus den eigenen Reihen und heißt GTX 1070. Die Pascal-Grafikkarte kann mit 8 statt 8 Gigabyte VRAM aufwarten und performt in den meisten Spielen nur knapp unterhalb der GTX 1660 Ti. Das günstigste Modell kommt derzeit von Palit in der JetStream-Variante und kostet 289 Euro. Und auch eine Leistungsklasse darüber gibt es Konkurrenz. Das günstigste Modell der RTX 2060 kostet derzeit 329 Euro und ist damit nicht wirklich teuer, bietet aber einen deutlichen Leistungsvorteil, Raytracing und DLSS. Solange die Preise der GTX 1660 Ti nicht unter 250 Euro fallen, wird es die Grafikkarte schwer am Markt haben.

RTX-Preise nahezu unverändert, Radeon VII nur teuer erhältlich

Am anderen Ende der Leistungsskala ist die preisliche Gestaltung etwas anders. Dort haben sich die Preise praktisch nicht verändert. Die kürzliche Aktion, bei der die RTX 2080 ti für 999 Euro zu haben war, ist vorbei, mittlerweile kostet das Modell wieder 1.069 Euro. Die Preise befinden sich aber generell aber auf dem Weg der Besserung. Die günstigste RTX 2080 kostet derzeit 679 Euro, die günstigste RTX 2070 ist für 479 Euro erhältlich, allerdings nur als Radiallüfterdesign.

Weiter angespannt bleibt die Lage bei AMDs neuer Radeon VII. Diese ist weiterhin nur im Referenzdesign erhältlich. Der günstigste Preis liegt derzeit bei 739 Euro, für diesen Preis ist die Grafikkarte aber auf absehbare Zeit nicht lieferbar. Lediglich Caseking listet einige der Modelle als verfügbar, verlangt dafür jedoch deutlich mehr als die Konkurrenz.

Speicherpreise sinken weiter

Weiterhin im Sinkflug sind die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs. Während letzte Woche noch 87,90 Euro für ein 16 Gigabyte-Kit mit DDR4-3000-Speicher verlangt wurde, sind es mittlerweile nur mehr 84,80 Euro. Laut letzten Reports soll der Speicherpreis auch in den nächsten Wochen noch weiter sinken, weshalb sich das Warten hier sogar noch auszahlen könnte.

Bei den SSDs sieht die Lage ähnlich aus. Zu einem besonderen Schnäppchen hat sich dabei Crucials P1 NVMe-SSD entwickelt. Diese kostet mit derzeit gut 76 Euro für die 500 Gigabyte-Variante weniger als die Samsung 860 Evo, welche derzeit 82 Euro kostet. Einziger Nachteil ist der geringe TBW-Wert von 100 TB, welcher deutlich geringer als bei der Crucial MX500 (180 TB) und der 860 Evo (300 TB) ist. Bei den 1 TB-SSDs ist die Intel 660P als NVMe-SSD derzeit ein Schnäppchen. Diese kostet nur gut 116 Euro. Noch einmal günstiger ist die Samsung 860 QVO, welche derzeit gut 112 Euro kostet. Auch hier ermöglichen die geringen TBW-Werte von 200 TB (Intel 660P) und 360 TBW (Samsung 860 QVO) den günstigen Preis. Zum Vergleich: die 860 Evo kommt auf einen TBW-Wert von 600 TB, kostet dafür aber auch 139 Euro.

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Florian Maislinger is author and founder of PC Builder's Club. As a skilled IT engineer, he is very familiar with computers and hardware and has been a technology lover since childhood. He is mainly responsible for the news and our social media channels.

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