Nvidia Turing: GTX 1080 und GTX 1080 Ti verschwinden vom Markt

(Bild: Mockup/PCBC)

Während die Verfügbarkeit der RTX 2080 Ti steigt und die Preise sinken, verschwinden die Flaggschiffe der Vorgeneration GTX 1080 und GTX 1080 Ti vom Markt.

Lieferprobleme der RTX 2080 Ti behoben?

Nvidia Turing ist seit der Vorstellung im August in aller Munde. Nach einem langen Vorbestellzeitraum waren die ersten Karten dann ab Ende September bei den Händlern und den ersten Kunden. Eine große Ausnahme bildete in Europa allerdings die RTX 2080 Ti. Diese war am Anfang praktisch überhaupt nicht erhältlich und auch Anfang bis Mitte Oktober nur schwer zu bekommen. Dabei konnten sowohl die Founders Edition als auch die Custom-Designs der Boardpartner nicht geliefert werden. Zurückführen kann man das trotz hoher Preise auf eine hohe Nachfrage bei gleichzeitig wenig Angebot.

Mittlerweile ändert sich an der Situation jedoch etwas. So sind kann die RTX 2080 Ti in der Founders Edition wieder bestellt werden. Auch die ersten Custom-Designs sind bei einigen Händlern als „lieferbar“ gelistet. Das derzeit günstigste lieferbare Modell ist die Palit RTX 2080 ti Dual, welche bei Mindfactory auf Lager ist. Auch die 20 Euro teurere, dafür mit 30 MHz mehr Boosttakt ausgestattete Palit RTX 2080 Ti GamingPro listet Mindfactory als lieferbar. Weitere lieferbare Modelle sind die Asus RTX 2080 Ti Turbo und die KFA2 RTX 2080 Ti OC.

GTX 1080 und GTX 1080 Ti verschwinden vom Markt


Mit der besseren Verfügbarkeit der RTX 2080 Ti verschwinden jedoch einige Modelle der Vorgeneration Pascal. So listen nur deutlich weniger Händler die GTX 1080 und die GTX 1080 Ti. Die günstigste GTX 1080 Ti  die Inno3D GTX 1080 Ti Twin X2, das zweitgünstigste Modell die Zotac GTX 1080 Ti Mini. Die GTX 1080 Ti bieten bereits deutlich weniger Händler an, bei vielen dürften wohl nur mehr Restposten auf Lager sein. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der GTX 1080, wobei die Verfügbarkeit hier nicht ganz so schlimm ist. Die günstigste Version, die Gigabyte GTX 1080 Turbo OC, listet Notebooksbilliger, während die zweitgünstigste GPU die Gigabyte GeForce GTX 1080 Windforce OC ist, von Mindfactory stammt und noch gut verfügbar zu sein scheint. Sie wird auch noch von 26 anderen Händlern angeboten.

Anders sieht es hingegen bei den GPUs unterhalb der GTX 1080 aus. So ist die GTX 1070 ti noch bei sehr vielen Händlern gelistet, ist im Preis jedoch gleich geblieben. Nvidia stellt die Grafikkarten angeblich noch weiter her, da unterhalb der RTX 2070 einfach noch ein passendes Nachfolgemodell fehlt. Die RTX 2070 ist in der günstigsten Version ab 519 Euro gelistet, während die günstigste GTX 1070 Ti fast 100 Euro weniger kostet. Die GTX 1070 ist hingegen mit einem Einstiegspreis von 369 Euro deutlich im Preis gefallen und ausgezeichnet verfügbar. Auch die GTX 1060 ist im Preis etwas gefallen und ab 229 Euro erhältlich.

Wann kommt die GTX 2060?

Was Nvidia derzeit stark fehlt, sind Grafikkarten im Mainstream-Bereich. Da die Turing-Generation im Generellen deutlich höhere Preise aufruft, ist auch die RTX 2070 trotz verhältnismäßig niedrigem Einstiegspreis von 519 Euro eine teure Angelegenheit. Nvidia fehlen derzeit die Mainstream-Grafikkarten, weshalb alle Modelle unterhalb der GTX 1080 fürs erste weiter produziert und verkauft werden. Doch auch die GTX 2060 ist noch nicht in Sicht. Das zeigt der Leak einer RX 590 von AMD, welchen Nvidia prompt inoffiziell mit einer GTX 1060 mit schnellerem Grafikspeicher beantwortet hat. Das lässt darauf schließen, dass eine potenzielle GTX 2060 erst im Jahr 2019 auf den Markt kommt.


1 Kommentar

  1. Komisch, hat’s nicht vor ein paar Monaten geheißen das Unmengen an Pascal Chips auf Lager liegen wegen der Überproduktion wärend des Kryptominingbooms?
    Schon auffällig was Nvidia hier treibt!

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