AMD steigert Umsatz um 50 Prozent, 7nm-Fertigung planmäßig

(Bild: AMD)

AMD hat ein gutes zweites Quartal hinter sich. Das Unternehmen steigerte den Umsatz um 50 Prozent und ist im Zeitplan der 7nm-Fertigung.

50 Prozent mehr Umsatz dank Ryzen und Radeon

AMD ist derzeit in einer guten Position. Nach dem geglückten Launch von Ryzen und neuen Grafikkarten sind dieses Quartal auch erstmals wieder sehr gute Zahlen im Quartalsbericht. So hat das Unternehmen im Vergleich zum zweiten Quartal letzten Jahres ganze 50 Prozent beim Umsatz zugelegt, welcher von 1,222 auf 1,756 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Auch der Gewinn ist von 16 Millionen US-Dollar Verlust letztes Jahr auf 116 Millionen Dollar massiv angestiegen.

Die gesteigerten Umsätze verdankt AMD vor allem den letztes Jahr releasten Ryzen-Prozessoren, welche dieses Jahr im April als Ryzen 2000 neu aufgelegt wurden. Auch die Radeon-Grafikkarten haben einen nicht unerheblichen Teil zum guten Quartalsergebnis beigetragen. Anzumerken ist, dass AMD hier jedoch auch stark vom Mining-Boom profitiert hat. Dieser hat die Nachfrage und die Preise in die Hemisphäre katapultiert. Das ganze Desktop-Sparte konnte somit um 64 Prozent von 661 Millionen US-Dollar auf 1,086 Milliarden US-Dollar im Umsatz und von 7 auf 117 Millionen US-Dollar Gewinn zulegen.

Ebenfalls zugelegt hat das Geschäft mit Semi Custom-Prozessoren. Damit gemeint sind APUs für Spielekonsolen, Serverprozessoren und Embedded-Systeme. Durch Playstation und Xbox stieg der Umsatz um 37 Prozent von 490 auf 670 Millionen US-Dollar, während der Gewinn von 16 auf 69 Millionen US-Dollar stieg. Einen geringeren, aber nicht zu unterschätzenden Anteil haben daran jedoch auch die Ryzen und Epyc Embedded-Modelle. Diese werden auch von Herstellern wie Cisco, HP und Tencent in immer mehr Produkten verbaut. Auch die Serverprozessoren namens Epyc werden immer beliebter.

7nm-Fertigung im Plan


Passend zu den Quartalszahlen sprach AMD auch noch über die kommenden 7nm-Produkte. Im Gegensatz zu Intel, welches Probleme mit der hauseigenen 10nm-Fertigung hat, ist AMD im Zeitplan mit den ersten 7nm-Produkten. Dabei kommt die Serverserie Epyc mit dem Codenamen Rome, welche Naples ablöst, als erstes an die Reihe. Lisa Su, CEO bei AMD, bestätigte auf der Pressekonferenz, dass bereits die ersten 7nm-Samples an Partner verschickt worden sind. Epyc ist damit die erste Prozessorserie mit dem Zen 2-Die.

Auch die restlichen 7nm-Produkte sind im Zeitplan. So kommt Ende 2018 noch eine 7nm-Version von Vega, genannt Vega 20, heraus, ab nächstem Jahr hält die 7nm-Struktur auch in der neuen Navi-Generation bei den Grafikkarten Einzug. 2019 können wir auch mit einer neuen Ryzen-Generation mit Zen 2-Chips rechnen. Auch Threadripper wird dann mit 7nm neu aufgelegt.


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