GTX 1170: was wir erwarten können

(Bild: wccftech)

Lange wird es nicht mehr dauern, dann startet die Nvidia Turing-Generation. Wie üblich kommen zuerst die Nachfolger der GTX 1070 und der GTX 1080 auf den Markt. Besonders die kleinere GTX 1170 ist wichtig für den Massenmarkt. Was wir uns erwarten können.

GTX 1170: mit eine der wichtigsten Karten für Nvidia

Vor zwei Jahren, am 6. Mai 2016, war es soweit. Nvidias Pascal-GPUs erblickten als GTX 1070 und GTX 1080 das Licht der Welt. Die Grafikkarten setzten die Erfolgsgeschichte des Unternehmens fort. Beide sind schneller als die damals aktuell schnellste Gaming-Karte, die GTX Titan X. Das war schon äußerst beeindruckend, da sich Nvidia deutlich gesteigert hatte, was die Leistung des kleineren Ablegers GTX 1070 betraf. Diese ist nach wie vor eine der beliebtesten Mittelklassekarten. Sie dient für Nvidia gemeinsam mit der GTX 1060 als Objekt der Begierde für die Massen. Daher ist ihr Nachfolger, die GTX 1170, umso wichtiger. Mit ihr soll die Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden. Zeit, etwas über die GPU zu spekulieren.

12nm, GDDR6, mehr Kerne, mehr Speicher


Auch dieses Jahr erwarten die meisten eine ordentliche Leistungssteigerung durch die Turing-Generation. Die neuen Grafikkarten werden voraussichtlich im 12nm FinFet-Verfahren gefertigt. Damit senkt Nvidia die vorige Größe von 16nm deutlich. Der GT104-Chip soll indes trotzdem auf ca. 400mm² anwachsen, um eine höhere Leistung zu erzielen. Manche spekulieren auf 2.688 CUDA-Kerne. Als Speicherinterface könnte erneut ein 256 Bit-Interface zum Einsatz kommen. Der Speicher selbst wird bei der neuen Generation bereits GDDR6 sein, der Nachfolger von GDDR5. Wie viel Speicher Nvidia den Karten gönnt, werden wir wohl erst in der Nähe des Launchs sehen. Bei der GTX 1180 können durchaus 16 GB verbaut sein. Ob bei der GTX 1170 ebenfalls 16 GB zum Einsatz kommen ist indes fraglich. Der GDDR6-Speicher soll noch einmal deutlich teurer in der Herstellung sein als GDDR5. Als Zwischenstufe und zur besseren Abgrenzung zur 1180 könnte Nvidia deshalb auf 12 GB bei der 1170 setzen. Die TDP hingegen wird wahrscheinlich gleich bleiben und bei 140 bis 160 Watt liegen.

Performance auf GTX 1080 ti-Niveau

All diese Verbesserungen sollten zu einer deutlichen Leistungssteigerung führen. Wie beim Vorgänger könnte durchaus realistisch sein, die Gaming-Werte der GTX 1080 ti oder sogar der Titan Xp zu erreichen. Die GTX 1170 wäre damit eine sehr stromsparende Karte mit hoher Leistung. Die reine Compute-Performance der vormaligen Flaggschiffe von Nvidia erreicht die GTX 1170 mit hoher Wahrscheinlichkeit aber nicht.

Höherer Preis, Release im Sommer

All diese Maßnahmen bringen jedoch auch einen Nachteil mit sich. Im Generellen sind die Speicherpreise stark gestiegen. Da Nvidia nicht nur eine neue Speichergeneration, sondern auch deutlich mehr Speicher für immer speicherhungrigere Spiele einbauen wird, ist das ein ordentlicher Kostenfaktor. Ein weiterer Faktor ist die derzeit hohe Nachfrage und die damit einhergehenden hohen Preise. Auch Nvidia wird sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und etwas an der Preisschraube drehen. Die ausgerufenen Preise des Pascal-Launches (379 US-Dollar für Partnerkarten, 449 US-Dollar für die Founders Edition) werden nicht zu halten sein. Wahrscheinlich ist, dass Nvidia die Founders Edition um 499 US-Dollar anbietet, während die Partnerkarten später ab 449 US-Dollar zu haben sein werden.

Einen konkreten Releasetermin für die GTX 1170 gibt es natürlich noch nicht. Die GDDR6-Produktion läuft frühestens ab Ende Juni, Anfang Juli auf Hochtouren. Ein Launch Ende Juli oder Anfang August könnte daher durchaus realistisch sein, eventuell verschiebt sich der Launch jedoch auch auf das Ende des Sommers.


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