Ryzen 2000: Benchmarks und Overclocking-Ergebnisse von 2700X geleakt

(Bild: via wccftech)

Neue Benchmarks und Overclocking-Ergebnisse eines AMD Ryzen 7 2700X heizen derzeit wieder die Gerüchteküche an. Die Ergebnisse zeigen dabei, dass wir von dem Prozessor einiges erwarten können.

Ryzen 2000 mit Teilverbesserungen

Diesen Monat ist es soweit: AMD launcht die zweite Generation seiner erfolgreichen Ryzen-Prozessoren. Bereits vorab gab es immer wieder Häppchen und kleine Informationen zu den Prozessoren. Das französische Magazin Canard PC konnte sich auch dieses Jahr wieder nicht zurückhalten und hat bereits Ergebnisse vorab veröffentlicht. Dabei zeigt sich ein eher seltsames Bild. Auch die Wahl des Mainboards, ein A320-Ableger, wirkt auf uns etwas komisch.

Die jetzt geleakten Benchmarks zeigen erstmals verhältnismäßig unabhängige Ergebnisse. Ein User von OCN (via wccftech) bekam bereits vor Verkaufsstart einen Ryzen 7 2700X in die Finger, den er ausgiebig getestet hat. Dabei zeigt sich, dass AMD vor allem Teilverbesserungen mit recht hoher Wirkung in die neue Prozessorgeneration Pinnacle Ridge einfließen lassen hat.

2700X auf 4,3 GHz stabil übertaktet, keine RAM-Probleme mehr


Der OCP-User hat vor allem Wert auf Overclocking in seinen Tests gelegt. Wie schon länger bekannt ist und wie auch die Schachtel zeigt, taktet das vorläufige Topmodell auf 3,7 GHz im Basistakt und bis zu 4,3 GHz im Boost. Dabei ist wahrscheinlich nur eine kleinere Anzahl an Kernen gemeint. Deshalb wurde der Prozessor erstmal permanent auf 4,3 GHz getaktet. Das scheint problemlos zu funktionieren. Als Mainboard kam ein Gigabyte AX370 Gaming 5 zum Einsatz. Dieses war mit 16 GB DDR4-3600 bestückt, welche angeblich problemlos liefen. Das spricht für eine deutlich bessere RAM-Kompatibilität bei der Ryzen 2000-Generation. Zwar ist das Mainboard noch kein neues X470-Mainboard, die Ergebnisse sind trotzdem sehr gut und deutlich über dem OC-Potenzial der Vorgängergeneration. Mit einem neueren Mainboard könnte der Unterschied noch einmal deutlich besser werden.

Leistung in 3DMark reicht an einen Threadripper 1920X heran

Die eigentlichen Benchmarks zeigen weiterhin ein recht deutliches Ergebnis. Der Tester hat einerseits Cinebench R15-Benchmarks und andererseits einen Fire Strike-Benchmark angefertigt. Als Grafikkarte hat er dafür eine 1080 ti benutzt. Die Benchmarks können sich definitiv sehen lassen. Im Cinebench erreicht der 2700X ein Ergebnis von 1946 Punkten bei 4,3 GHz. Auf 4,02 GHz getaktet erreicht der Prozessor 1791 Punkte. Das Ergebnis auf Basistakt ist im Foto leider verdeckt. Im Cinebench lässt sich das AMD-Flaggschiff daher mit Intels Skylake-X-Prozessor Core i7-7820X mit ebenfalls acht Kernen vergleichen. Im Vergleich zum FX 8370 erreicht der 2700X sogar die dreifache Leistung.

Ein interessantes Detail findet sich auch noch in 3DMarks Fire Strike-Benchmark. Dort erreicht die Kombination aus Ryzen 7 2700X und GTX 1080 ti einen Gesamtscore von 22.226 Punkten. Mit 22.610 Physics-Punkten liegt der Prozessor damit nur knapp unterhalb eines Threadripper 1920X.

Neuer Wraith Prism-Kühler, Launch am 19. April

Der Boxed-Prozessor kommt dieses Jahr direkt mit einem Boxed-Kühler, einem verbesserten Wraith Prism-Kühler. Dieser soll vor allem einen leiseren Betrieb ermöglichen. Der Lüfter hat durchsichtige Rotorblätter für eine RGB-Beleuchtung. Der für die Wraith-Kühler charakteristische LED-Ring bleibt ebenfalls erhalten. Ob der Kühler dann tatsächlich bei jedem Ryzen 7 2700X-Prozessor dabei sein wird, bleibt noch abzuwarten. Der Launch des ganzen Ryzen 2000-Lineups soll am 19. April sein.


2 Kommentare

  1. Ich habe mit meinem R7 1700@3,75 Ghz und 2666Mhz Dualranked-Ram knapp 1630 Punkte beim Cinebench. Das würde bedeuten, dass der effektive Unterschied vom Ryzen 1 zum Ryzen 2 geschlagene 2,5% mehr IPC hervorruft. Weiß man schon, was die Singlecoreleistung sagt? Kommt da mehr als 160 Punkte bei rum (mein R7 hat 157 Punkte)?

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*