Nvidia kann nicht genügend GPUs für die derzeitige Nachfrage herstellen

Eine professionelle Miningfarm. (Bild: Genesis-Mining)

Dass es einen Produktionsengpasse bei Nvidia in Sachen Grafikkarten gibt, ist nichts neues. Nvidia ist sich dem Problem jedoch durchaus bewusst und arbeitet daran, die Produktion soweit wie möglich hochzufahren. Man sei allerdings noch weit davon entfernt, den ganzen Marktbedarf abzudecken.

Der GPU-Markt boomt

Grafikkarten sind nach wie vor gefragt wie selten zuvor. Nvidia und AMD produzieren auf Hochtouren, können die Nachfrage derzeit aber bei weitem nicht abdecken. Das Resultat sind deutlich höhere Preise und sehr schlechte Verfügbarkeit, die die Endverbraucher ärgern. Schuld an der hohen Nachfrage sind derzeit vor allem die Betreiber von Mining-Farmen, aber auch private Miner. Nvidia hat bereits letztes Jahr spezielle Mining-Karten herausgebracht, die das Problem für die Gamer aber nicht lösen. Denn auch die eigentlich für Gaming gedachten Grafikkarten kaufen die Miner in großen Stückzahlen auf. Wie sich das Problem auf Dauer lösen lässt? Derzeit gar nicht, wie Jensen Huang meint.

Jensen Huang: „Wir müssen viel mehr herstellen“


Im Gespräch mit Techcrunch hat der Nvidia-CEO über die Zukunft der Grafikkartenproduktion gesprochen. Er meint, dass derzeit viel mehr hergestellt werden müsste, um überhaupt den Bedarf decken zu können. Einerseits sind die Auftragsfertiger wie TSMC auch mit der Produktion von Bitmain-Chips stark ausgelastet, andererseits komme man schlicht nicht mit der Produktion hinterher. Auch die Partner des GPU-Herstellers würden rund um die Uhr arbeiten, um den Markt bedienen zu können. Man sei allerdings „weit davon entfernt“, den Bedarf auch nur annähernd zu decken. Zwar werden Fortschritte gemacht, auf absehbare Zeit könne der Markt trotzdem nicht entlastet werden.

Mining ist „nicht Nvidias Business“

Auf der GTC meinte Huang noch, dass Mining definitiv nicht „Nvidias Business“ sei. Er sei frustriert über die Lage, in der sich Gamer und Entwickler dadurch befinden. Zwar sei Wachstum und hohe Nachfrage für das Unternehmen ein Problem, jedoch (verständlicherweise) ein „gutes Problem“. Auf Dauer wolle man sich aber wieder auf den Gaming-Markt konzentrieren, der ungefähr die Hälfte von Nvidias Umsatz betreffe. Die Miner seien hingegen nur ein einstelliger Prozentbereich. Wie viele von den Gaming-Grafikkarten dann tatsächlich fürs Mining verwendet werden, ist nicht bekannt, weshalb die Dunkelziffer deutlich höher sein dürfte. Nvidia rechnet dieses Jahr mit einem rückläufigen Interesse bei den größeren Mining-Kunden. Auch die Boardpartner sollen nicht mehr mit der Mining-Fähigkeit werben und Gaming-Grafikkarten nicht mehr an Miner verkaufen.

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