Mininganbieter NiceHash gehackt, Bitcoins mit Millionenwert gestohlen

Die Website von NiceHash ist derzeit nicht erreichbar. (Bild: NiceHash)

Der Bitcoin steigt und steigt. Unbekannte haben nun den Mininganbieter NiceHash gehackt und ca. 4.700 Bitcoins im Wert von fast 59 Millionen Euro gestohlen.

NiceHash Miner 2.0 als großes Potenzial

Seit der Bitcoinkurs so stark gestiegen ist, ziehen auch Altcoins wie Monero oder Ethereum stark nach. Diese Coins lassen sich nach wie vor mit Grafikkarten berechnen. Der Mininganbieter NiceHash vereinfacht das ganze noch einmal um einen Schritt. Mit dem Miner 2.0 hat NiceHash eine Software geschaffen, die verschiedene Algorithmen und verschiedene Währungen berechnet, je nachdem, was gerade am profitabelsten ist. Die Coins landen dann aber nicht einzeln auf den jeweiligen Wallets der Miner, sondern direkt beim Anbieter. Dieser wiederum zahlt in nur einer Währung aus: Bitcoin. Durch diese Einfachheit hat der slowenische Anbieter eine sehr hohe Nutzerzahl und auch entsprechende Vorräte an Bitcoin. Ein zentrales Wallet ist jetzt abhanden gekommen.

4.700 Bitcoins weg


Durch einen „hochprofessionellen Angriff mit fortgeschrittenem Social Engineering“ ist es Angreifern gelungen, ein Wallet mit ca. 4.700 Bitcoins zu stehlen. Der Gegenwert beträgt laut aktuellem Kurs (7.12.2017, 14.00 Uhr) fast 59 Millionen Euro. Seit gestern ist der Service daher nicht mehr verfügbar, sämtliche Pools sind nicht erreichbar. NiceHash arbeitet laut eigenen Angaben mit den lokalen Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Einbruch zu klären. Viel Hoffnung gibt es jedoch nicht, da Bitcoins schwer nachzuverfolgen und noch schwerer einer Person zuzuordnen sind.

Bitcoinkurs steigt trotzdem weiter

Das hindert allerdings den Bitcoinkurs nicht wirklich, weiter zu steigen. Mit 12.534 Euro (7.12.2017, 14 Uhr) oder knappen 15.000 US-Dollar hat die Kryptowährung ein neues All Time High geknackt. Der Ethereum-Kurs sackte gestern aufgrund der Nachricht auf ca. 340 Euro ab, steigt jedoch wieder. Ob und wann NiceHash wieder erreichbar ist, lässt das Unternehmen derzeit offen. Wie sich der Einbruch auf das Mining im privaten Sektor auswirken wird, wird sich ebenfalls noch zeigen.

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