Intel Coffee Lake – Sechskerner, unfertige Chipsets

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(Bild: Intel)

Lange ist es nicht mehr hin. Gerüchten zufolge soll Intel seine neue Prozessorgeneration Coffee Lake schon Ende August, Anfang September als Reaktion auf AMDs Ryzen herausbringen. Geplant sind unter anderem ein Sechskerner, aber auch unfertige Chipsätze.

Vorgezogener Launch von Coffee Lake als Reaktion auf Ryzen

Ryzen mischt derzeit den Makrt auf, das ist nicht mehr zu bestreiten. AMD hat tatsächlich gute Arbeit geleistet und kann Intel mit Ryzen endlich wieder gute Prozessoren entgegenstellen. Diese sind mit bis zu acht Kernen potenziell zukunftssicherer als Intels Vierkerner. Das hat Intel in Bedrängnis gebracht – auch die Ankündigung von Threadripper für HEDT-Desktops hat Intel bereits zum vorgezogenen Launch von Skylake-X veranlasst. Entsprechend wäre auch logisch, wenn Coffee Lake nun ebenfalls vorgezogen wird. Mehrere Quellen sprechen von August oder September 2017.

Sechskerner, 14++-Fertigungsverfahren


Um den Sechs- und Achtkernern der Konkurrenz auch auf dem Mainstreammarkt entgegentreten zu können, hat Intel für Coffee Lake das Topmodell mit sechs Kernen ausgestattet. Das gilt mittlerweile als sicher. Als Fertigungsverfahren soll ein verfeinertes 14nm-Verfahren verwendet werden, welches von Intel als 14++ bezeichnet wird. Für Mobillösungen der U-Serie sollen Prozessoren mit nur 15 und 28 Watt TDP und vier Kernen ermöglicht werden. Auch die Sechskerner kommen in der H-Serie auf maximal 35-45 Watt. Die integrierten Grafikeinheiten ermöglichen dabei Displayport 1.2 und HDMI 2.0. Die Leistung soll ca. 15% über der Leistung von Kaby Lake liegen.

Unfertiger Chipsatz ohne Wifi und USB 3.1

Einem Bericht der Seite Digitimes.com zufolge soll es durch den vorgezogenen Launch zu einem größeren Problem für die Chipsätze kommen. Der kolportierte Z370-Chipsatz für Coffee Lake soll noch nicht ausgereift sein und daher auf integriertes WLAN und USB 3.1 verzichten müssen. Diese Features wurden auch bei früheren Prozessorgenerationen nur durch Zusatzchips der Hersteller Broadcom, ASMedia und Realtek ermöglicht. Auch AMDs Ryzen-Prozessoren setzen auf diese Chips und keine integrierten Lösungen. Dies soll sich erst mit den später erscheinenden Chipsätzen H370 und Z390 ändern. Die Hersteller der Zusatzchips rechnen daher mit Einbußen durch die Mainboardhersteller, welche dann nicht mehr auf die Chips angewiesen sind.

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