Arbeitsspeichepreise sollen im 1. Quartal um 20 Prozent fallen

G.Skill Trident Z Royal RGB Silver RAM Arbeitsspeicher
(Bild: G.Skill)

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Die Arbeitsspeicherpreise sollen weiter fallen. Nach stabilen Preisen im Winter 2018 erwartet DRAMeXchange einen Rückgang von 20 Prozent im ersten Quartal.

Arbeitsspeicherpreise auf Talfahrt

Nach einem Boom im Jahr 2017 haben sich im Jahr 2018 die Preise für Arbeitsspeicher wieder normalisiert. Im zweiten Halbjahr 2018 setzte sogar ein Abwärtstrend ein, der erst im vierten Quartal 2018 wieder ein Ende fand. Verglichen mit der Zeit vor 2017 ist der Preis aber nach wie vor hoch. Das könnte sich jetzt ändern, wie DRAMeXchange, ein Branchendienst von TrendForce, berichtet.

20 Prozent günstiger im 1. Quartal 2019

Der erneute Abwärtstrend werde durch hohe Lagerbestände ausgelöst. Während Micron vor dem Weihnachtsgeschäft 2018 bereits die Preise etwas gesenkt hat und daher nicht auf hohen Lagerbeständen sitzt, sieht die Sache bei den größten Konkurrenten Samsung und SK Hynix anders aus. Diese haben vergleichsweise hohe Lagerbestände, die sie zwingen, den Arbeitsspeicher günstiger anzubieten. Während der Preis für 8 GB und 4 GB-Module Ende 2018 noch bei 30 bzw. 60 US-Dollar lag, liegt dieser jetzt bereits darunter. Bis zum Ende des ersten Quartals soll der Preis für die 8 Gigabyte-Module sogar auf unter 55 US-Dollar fallen. Im Januar soll der Preis demnach um 10 Prozent fallen, bis Ende März sollen 20 Prozent Preisverfall erreicht sein.

Durch diesen Preisverfall verändert sich auch die Profitabilität. Während dem hohen Anstieg der Preise in den letzten zwei Jahren ist die Profitabilität für die Arbeitsspeicherhersteller deutlich gestiegen, während die Hersteller der Module nicht allzu viel davon profitierten. Um die Preise für den Endkunden noch erträglich zu gestalten, mussten die Modulhersteller sogar ihren Profit deutlich minimieren. Durch die fallenden Preise könnte sich die Lage wieder etwas normalisieren. Wodurch die hohen Preise zustande kamen, ist bis heute nicht ganz klar. Einerseits stieg die Nachfrage auch durch den Mining-Boom stark an, andererseits sollen illegale Absprachen schuld gewesen sein. Letztes Jahr sahen sich die drei größten Speicherproduzenten Samsung, Micron und SK Hynix deshalb sogar mit einer Sammelklage konfrontiert, woraufhin die Preise sanken. Das günstigste 16 Gigabyte-Kit hierzulande kostet derzeit 87,85 Euro.

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