Nvidia Turing: komplette Benchmarks zu RTX 2080 und RTX 2080 Ti geleakt

Nvidia Turing RTX 2080 Ti
(Bild: Nvidia)

Ein vollständiges Set an Benchmark zur RTX 2080 und RTX 2080 Ti ist geleakt. Die Daten stammen direkt aus dem Nvidia Reviewer’s Guide für Turing.

Nvidia Turing: abseits von Raytracing

Nvidias neue Grafikkartengeneration namens Turing beherrscht derzeit die Medienlandschaft. Auch drei Wochen nach der Präsentation auf der Gamescom bleibt es weiterhin spannend. Am 20. September werden die ersten Grafikkarten an Vorbesteller ausgeliefert. Gestern fiel das Informationsembargo zur Turing-Architektur generell und zu Unboxings der RTX 2080 und RTX 2080 Ti. Erste Reviews und Benchmarks dürfen jedoch erst am 19. September veröffentlicht werden.

Das beherrschende Thema dieser Grafikkartengeneraiton ist definitiv Echtzeit-Raytracing. Nvidia spendiert den Turing-Chips eigene Tensor- und RT-Chips nur für die neue Technologie. Damit sind Raytracing-Effekte in Echtzeit und auch in Spielen wie Battlefield V oder Rise of the Tomb Raider möglich. Bereits im Vorfeld mutmaßten jedoch viele, dass die verbesserte Grafikleistung abseits von Raytracing nicht der Rede wert sei. Nvidia betonte daher auf dem Medienevent zu Turing, dass auch die Shader-Einheiten deutlich flotter geworden sind. Das ist neben besseren Caches vor allem einer neuen Struktur geschuldet. Trotzdem ist die Frage nach der Gaming-Leistung abseits von Raytracing durchaus berechtigt. Für über 800 Euro für die RTX 2080 bzw. über 1.200 Euro für die 2080 Ti muss auch hier die Leistung deutlich gestiegen sein. Oder? Die Seite Videocardz hat jetzt erneut eine ganze Palette an Benchmarks zu beiden Grafikkarten geleakt.

Komplettes Set an Refrenzbenchmarks geleakt


Es handelt sich dabei um Werte aus dem Reviewer’s Guide von Nvidia. Diesen verschickt das Unternehmen direkt mit seinen Grafikkarten an Reviewer. Die Benchmarks sollen als Referenz für eigene Benchmarks dienen, um grobe Fehler ausschließen zu können. Die Benchmarks hat Nvidia sowohl mit der RTX 2080 als auch der RTX 2080 Ti angefertigt. Als sonstiges Setup kam ein Asus ROG Rampage VI Apex X299 mit einem Core i9-7900X und einem Corsair-Arbeitsspeicherkit mit 16 Gigabyte zum Einsatz. Als Softwareunterbau wurde Windows 10 mit den Nvidia 411.38-Treibern verwendet.

Nvidia setzt bei den Referenzwerten sowohl auf Spiele-Benchmarks mit FPS-Werten als auch auf synthetische Benchmarks. Dabei kamen vier Spiele mit DirextX 12 und sieben Spiele mit DirectX 11 zum Einsatz. Auch ein Spiel, welches die Vulkan-Schnittstelle nutzt, wurde getestet. Als Benchmarks verwendete Nvidia die DirectX 12-Benchmarks Time Spy Extreme von 3DMark und VRMark Cyan Room. Auffällig ist, dass das Unternehmen auch hier wieder nur 4K-Tests durchgeführt hat. Nvidia bewirbt die neuen Grafikkarten wohl hauptsächlich mit der 4K-Spielbarkeit. Interessanterweise sind bei den Spielen jeweils drei Balken zu finden. Einmal mit SDR, einmal mit HDR RGB444 und einmal mit HDR YUV422. Nvidia vergleicht auch immer die direkten Vorgänger GTX 1080 und GTX 1080 Ti gleich mit.

Im Schnitt 45 Prozent schneller als der Vorgänger

Die Benchmarks sind dabei durchaus beachtlich. So sind bei allen 14 Tests deutlich höhere Framerates für die RTX 2080 im Vergleich zur GTX 1080 Ti möglich. Im Vergleich zum jeweiligen Vorgänger sind die Grafikkarten im Durchschnitt 46 bzw. 45 Prozent schneller.

 GTX 1080RTX 2080VerbesserungGTX 1080 TiRTX 2080 TiVerbesserung
Battlefield 1527238,46%608948,33%
F1 2018527238,46%639144,44%
Call of Duty WW26610457,58%9113952,75%
Hitman567839,29%729126,39%
Mass Effect: Andromeda365141,67%436141,86%
Middle Earth: Shadow of War375343,24%476742,55%
Star Wars: Battlefront 2526626,92%608643,33%
Playerunknown's Battleground466234,78%587936,21%
Rainbow Six Siege7912355,70%10315449,52%
Shadow of the Tomb Raider324746,88%435937,21%
The Witcher 3436244,19%577836,84%
Wolfenstein 2: The New Colossus548455,56%7210850%
VRMark Cyan Room6310566,67%8013568,75%
3DMark Time Spy Extreme3260496052,15%4410648046,94%
Durchschnittliche Verbesserung45,82%44,65%

Besonders stark ist der Zuwachs von 67 bzw. 69 Prozent in VR Mark Cyan Room. Auch in den Spielen Call of Duty: WW2 und Wolfenstein 2: The New Colossus liegt der Wert beim Leistungszuwachs auf bzw. über 50 Prozent. Es handelt sich wie erwähnt dabei jedoch noch immer um die Referenzwerte von Nvidia. Mit einem anderen Setup, Overclocking und verschiedenen Einstellungen lassen sich wohl auch noch bessere Werte herausholen. Die Benchmarks geben jedoch bereits einen guten Überblick darüber, welche Leistungswerte wir tatsächlich erwarten können.

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1 Kommentar

  1. Wenn Das stimmt, dann ist es so gut wie sicher das ich meine 1080ti durch eine 2080ti ersetze um endlich voll in den 4K 60fps Genuss zu kommen.
    Ich warte auf jeden Fall noch unabhängige Tests ab, wenn sie die oben genanten Ergebnisse bestätigen weis ich wofür ich mein Weihnachtsgeld verwende. 🙂

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