Benchmark von AMD Epyc 7nm-CPU mit 64 Kernen geleakt – Cinebench-Weltrekord

Die neuen Epyc-CPUs von AMD namens Rome kommen in 7nm und bis zu 64 Kernen. Jetzt ist ein Cinebench-Benchmark geleakt, der den aktuellen Weltrekord schlägt.

AMD Epyc: Der Druck auf Intels Xeon steigt

AMD macht mit der eigenen Zen-Architektur derzeit scheinbar alles richtig, was man richtig machen kann. Ob Ryzen, Threadripper oder Epyc: die Multi Die-Struktur mit mehreren Dies auf einem Prozessorpackage hat viele Vorteile. Das Unternehmen kann so nicht nur deutlich günstiger, sondern auch deutlich effizienter fertigen. Die Architektur der ineinander verschalteten Chips bringt nicht nur bei Desktop-Prozessoren einige Vorteile, auch bei den Serverprozessoren ist AMD im Vormarsch. Die Epyc-Prozessoren mit dem Codenamen Naples bieten 32 Kerne und damit mehr Kerne als Intels Skylake-SP-Prozessoren mit 28 Kernen. Dabei kostet ein Epyc 7601 mit 32 Kernen nur gut die Hälfte eines Intel Xeon Platinum 8180 mit 28 Kernen.

Intel hatte die Konkurrenz durch AMD dabei nicht wirklich auf dem Schirm. Während das Unternehmen Anfangs Epyc noch als „zusammengeklebte CPU“ verunglimpfte, plant der weltgrößte Chiphersteller mittlerweile selbst eine 56 Kerne-CPU mit zwei verschalteten 28 Kerne-Dies. Für den äußerst gewinnbringenden Servermarkt sieht sich Intel zudem mittlerweile so bedroht, dass es für größere Abnehmer, Rechenzentren beispielsweise, hohe Preisnachlässe gibt, wenn diese nicht auf Epyc sondern auf Xeon setzen. Dabei geht AMD nächstes Jahr sogar noch einen Schritt weiter.

Epyc: mit 7nm und 64 Kernen zum Cinebench-Weltrekord


Für 2019 hat das Unternehmen bereits vor längerem die neue Generation namens Rome angekündigt. Diese setzt nach Vega 20 als nächstes Produkt auf die 7nm-Strukturbreite. Die Chips sind auch die ersten CPUs mit 7nm-Strukturbreite des Herstellers und setzen bereits auf die neue Zen 2-Generation. Zen 2 soll eine höhere IPC und niedrigere Latenzen aufweisen. Durch die Platzersparnis gegenüber 14nm sollen neben einer besseren Effizienz und einem höheren Takt auch noch mehr Kerne möglich sein. So soll ein Zen 2-Die bis zu 16 Kerne beherbergen. In Rome werden auch dieses Jahr wieder vier Dies zum Einsatz kommen, was eine Gesamtkernanzahl von 64 Kernen auf einem Prozessor ermöglicht.

Wie stark ein solcher Prozessor sein kann, zeigt jetzt ein geleakter Benchmark eines Engineering Samples. Zwei auf Chiphell.com aufgetauchte Fotos zeigen einerseits das geschwärzte Engineering-Sample und andererseits einen Cinebench R15-Screenshot. In diesem erreicht ein Prozessor 12.587 Punkte. Es soll sich dabei um einen Prozessor der neuen Epyc-Generation handeln. Auf welchem Takt die CPU lief oder wie viele Kerne und Threads den Benchmark berechneten, ist nicht ersichtlich, da geschwärzt. Es ist daher nicht sicher, dass es sich tatsächlich um einen Epyc 7nm-Prozessor der Rome-Generation handelt. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch sehr hoch. Mit dem Score knackt der Prozessor nämlich den offiziellen Cinebench-Weltrekord von 10.038 Punkten. Auch den inoffizielle Weltrekord von gut 11.500 Punkten würde das System schlagen.

Dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Epyc-Prozessor handelt, zeigt auch ein Versuch von Roman Hartung, besser bekannt als der8auer. Der Extremoverclocker hat ein System mit zwei Epyc 7601 optimiert und übertaktet. Das System mit den zwei 32 Kerne-Prozessoren erreichte 10.535 Punkte, was ebenfalls über dem offiziellen Cinebench-Weltrekord von 10.038 Punkten liegt. Dieser wurde übrigens mit einem Rig bestehend aus vier Intel Xeon Platinum 8160-Prozessoren mit je 24 Kernen aufgestellt. Hartung meinte bei dem Versuch, dass noch deutlich höhere Scores ohne die Sperre des Arbeitsspeichertakts auf 2666 MHz möglich wären. Es ist also gut möglich, dass AMD auch bei Rome höhere Arbeitsspeichertaktraten zulässt. Wie sich die Prozessoren konkret schlagen, erfahren wir wohl erst im ersten Quartal 2019.


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