Nvidia Turing: Spezifikationen und Benchmark zu RTX 2080 aufgetaucht

GTX 1180 Nvidia Turing Quote
(Bild: PCBC Mockup/Twitter/Nvidia)

In fünf Tagen stellt Nvidia die neue Gaming-Grafikkartengeneration, Codename Turing, vor. Jetzt sind Spezifikationen und ein Benchmark zur RTX 2080 geleakt.

RTX 2080: das Warten hat ein Ende

Gestern war es soweit: Nvidia hat die Katze aus dem Sack gelassen und die neue Quadro-Generation vorgestellt. Damit ist auch endlich der Codename Turing für die neue Generation fix. Zur Architektur selbst gibt es einige wesentliche Änderungen zu den Vorgänger-Generationen. So setzt Nvidia immer mehr auf Raytracing, was sich auch in der internen Spezifikation bemerkbar macht. So gibt es neben den CUDA-Cores auch eine recht große Anzahl an Tensor-Cores und sogenannte RT-Cores, angelehnt ans Raytracing. Die Quadro-Grafikkarten tragen daher auch das Kürzel RTX.

Dieses RTX-Kürzel wird sich auch in den Gaming-Grafikkarten zumindest im Highend-Bereich wiederfinden. So bestätigt Nvidia indirekt in einem Teaser-Video zur Gamescom den Namen mit kleinen, versteckten Hinweisen. Der Name GeForce RTX 2080 ist damit praktisch als fix anzusehen. Durch das RTX-Kürzel ist auch klar, dass Raytracing in der neuen Architektur wohl eine große Rolle spielt. Die GeForce-Grafikkarten werden daher wohl wieder eng mit den Quadro-Grafikkarten verwandt sein. Das bestätigt nun auch ein TechpowerUp-Listing.

RTX 2080 ist eine leicht beschnittene Quadro RTX 5000


Der Eintrag bestätigt dabei, was schon im Vorfeld in vielen Fällen gemunkelt wurde. Die gestern erschienene Quadro RTX 5000 passt am ehesten zu den Spezifikationen einer RTX 2080. Sie enthält 3.072 CUDA-Cores, 192 TMUs, 64 ROPs und 384 Tensor-Kernen. Laut dem Listing soll der Gamingableger jedoch etwas beschnitten werden. Die Grafikkarte soll nur 2.944 CUDA-Cores, 184 TMUs, 64 ROPs und 368 Tensor-Cores besitzen. Der Name der GPU soll zudem RT104 heißen, nicht wie vielfach vermutet GT104. Das wäre auch eine Abgrenzung zu den bereits bestehenden GT10x-Chips der Tesla-Generation. Der Takt soll bei 1.500 MHz Basis- und 1.750 MHz Turbotakt liegen. Auch die TDP hat sich im Vergleich zum Vorgänger geändert. Sie soll 200 Watt betragen und damit einen 6- und 8-Pin-Stecker auf der RTX 2080 notwendig machen. BEim Speicherinterface und dem Speicher selbst ändert sich nichts. So kommt weiterhin ein 256 Bit-Interface mit 8 Gigabyte GDDR6-Speicher zum Einsatz.

Ashes of the Singularity-Benchmark geleakt

Wie sehr man diesen Angaben trauen kann, ist durchaus fraglich. Die meisten schätzen, dass Nvidia auch dieses Jahr einfach den gleichen Chip wie in der Quadro RTX 5000 einsetzen wird, welcher nicht beschnitten ist. TechpowerUp hatte bereits vor einiger Zeit verlautbart, dass die Grafikchips den Namen Volta tragen, was sich bis jetzt nicht bewahrheitet hat und wohl auch nicht bewahrheiten wird. Ähnlich verhält es sich mit einem aufgetauchten Ashes of the Singularity-Benchmark, welchen TUM APISAK entdeckt hat. Der Benchmark lässt sich über die Datei nämlich durchaus zumindest beim Namen manipulieren. Der Benchmark könnte trotzdem authentisch sein, weil die gleiche Grafikkarte von zwei verschiedenen Profilen mit den Namen NVGTLTest009 und NVGTLTest007 aufgetaucht ist.

Das Beeindruckende an dem Benchmark ist jedoch die Punktzahl des Benchmarks, welche sich praktisch nicht fälschen lässt. Im Crazy (4k) und Crazy (5k)-Benchmark liegt diese nämlich bei 6.200 bzw. 4.900 Punkten, was über den Werten einer Titan V liegt. Laut Benchmark kam nur eine Karte zum Einsatz. In anderen Testszenarien liegen die Werte dann wieder unter einer Titan V. Generell lässt sich jedoch festhalten, dass die Werte für einen Gaming-Benchmark äußerst hoch sind. Es liegt jedoch auch im Bereich des Möglichen, dass es sich dabei um eine Quadro RTX 6000 oder 5000 handelt. Das sollte man bei diesem Benchmark immer im Kopf behalten. Sollte der Benchmark jedoch stimmen, ist der Leistungssprung von Pascal auf Turing mehr als beachtlich. Am 20. August haben wir die Antwort.


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