Nvidia Turing: Quadro RTX mit 16 TFLOPS und 48 Gigabyte GDDR6

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(Bild: Nvidia)

Nvidia hat auf der Siggraph die neue Turing-Serie offiziell veröffentlicht. Diese kommt zuerst als Quadro RTX mit bis zu 16 TFLOPS und 48 Gigabyte GDDR6.

Und sie heißt wirklich Turing

Endlich ist es soweit, das Rätselraten hat ein Ende. Gestern hat Nvidia auf der Siggraph die neue Turing-Architektur offiziell vorgestellt. Bei der neuen Architektur ist scheinbar alles auf ein Thema fokussiert: Raytracing. Das präsentierte CEO Jensen Huang bei einem Special Event auf der Grafik-Messe. Damit dürften so einige Spekulationen ein Ende finden, was die Namen der neuen Generation betrifft. In den letzten Wochen standen auch die Namen Ampere und Volta wieder hoch im Kurs. Den Anfang machen jedoch keine GeForce-, sondern die Quadro-Grafikkarten für Workstations.

Quadro RTX 8000 mit 16 TFLOPS und 48 Gigabyte GDDR6


Bei dieser Generation dreht sich alles um ein spezielles Thema, und zwar Raytracing. Daran lässt Nvidia bereits bei der Namenswahl keine Spekulationen aufkommen. So heißen die neuen GPUs Quadro RTX 8000, 6000 und 5000. Eingebaut sind in die neue GPU gleich mehrere verschiedene Kerne. So gibt es neben den CUDA-Kernen und den aus Volta bekannten Tensor-Kernen jetzt auch eigene RT-Kerne für Raytracing. Konkrete Details gibt es noch nicht, einige Eckdaten sind jedoch bekannt. So hat Nvidia die Tensor-Kerne gegenüber Volta weiterentwickelt. Durch die Verbindung mit den RT-Kernen soll die Raytracing-Leistung von Turing um den Faktor 25 im Vergleich zu Pascal und den Faktor 30 im Vergleich zu modernen CPUs steigen.

Die Quadro RTX 8000 ist dabei das absolute Flaggschiff der Serie. Die Grafikkarte ist mit einem gigantischen, 754 mm² großen Chip ausgestattet, welcher über 18,6 Milliarden Transistoren verfügt. Sie bringt es auf 4.608 Shader-Einheiten und 576 Tensor-Kerne. Der Takt liegt berechnet wohl bei 1.750 MHz. Die Quadro-GPUs sind auch die ersten Grafikkarten, welche auf GDDR6-Speicher setzen. In der Quadro RTX 8000 sind das gleich ganze 48 Gigabyte, welche mit 7.000 MHz arbeiten. Zum Vergleich: der schnellste GDDR5X-Speicher arbeitet mit 5.500 MHz. Nvidia nennt dabei explizit GDDR6-Speicher von Samsung, welcher 40 Prozent schneller als der GDDR5X-Speicher in der Vorgängergeneration sein soll. Durch diese Maßnahmen erreicht die Quadro RTX 8000 ganze 16 TFLOPS FP32-Leistung.

USB-C für VirtualLink und NVLink für Multi-GPU

Die kleineren Versionen heißen Quadro RTX 6000 und Quadro RTX 5000. Die RTX 6000 kommt dabei auf die gleichen Leistungsdaten wie der große Bruder RTX 6000, lediglich der Speicher ist auf 24 Gigabyte GDDR6 limitiert. Abstriche gibt es erst bei der RTX 5000. Diese kommt mit 3.072 Shadern und 384 Tensor-Kernen. Auch hier ist GDDR6-Speicher mit 16 Gigabyte Kapazität verbaut. Die FP32-Leistung ist für die beiden kleineren Modelle noch nicht bekannt.

Einige Neuerungen gibt es auch im Bezug auf die Anschlüsse. So haben die Quadro-GPUs alle einen USB-C-Anschluss für die VirtualLink-Technologie. Damit können VR-Headsets in Zukunft mit einem einheitlichen Standard angeschlossen werden. Da die Quadro-GPUs bereits USB-C-Anschlüsse enthalten, wird dies wohl auch auf die Gaming-GPUs zutreffen. Auch Multi-GPU wird bei den Quadro-Modellen über NVLink weiterhin unterstützt. Die Datenübertragungsrate soll dabei in beide Richtungen 100 Gigabyte pro Sekunde betragen. Auch hier ist es gut möglich, dass die Technologie auch in den Gaming-Grafikkarten Einzug hält.

Die drei Grafikkarten sind ab Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals erhältlich. Nvidia ruft für sie auch entsprechende Preise auf. So soll die Quadro RTX 8000 stolze 10.000 US-Dollar vor Steuern kosten. Die RTX 6000 bringt es auf 6.300 US-Dollar, die RTX 5000 auf 2.300 US-Dollar.

GeForce RTX sehr wahrscheinlich

Was das ganze jetzt für die Gaming-Grafikkarten mit Turing-Architektur bedeutet, lässt sich durch die Ankündigung wieder etwas leichter abschätzen. Vor allem der vor kurzem geleakte Name GeForce RTX statt GTX wird damit immer wahrscheinlicher. Die vorgestellten Quadro-Chips geben auch Aufschluss auf die möglicherweise kommenden Grafikkarten. Den Turing-Vollausbau wird wohl nur eine Titan Xt oder Titan RTX bekommen, während sich die kommende RTX 2080 und RTX 2070 mit dem kleineren Chip der Quadro RTX 5000 begnügen müssen. Auf der Gamescom wissen wir dann wohl endgültig mehr.


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