der8auer erreicht mit Dual-Epyc-System über 10.000 Cinebench-Punkte

der8auer Epyc 7601 Overclocking 3M Novec
(Bild: Screenshot YouTube/der8auer)

der8auer ist mit seinen AMD Epyc-Tests noch nicht fertig. Jetzt hat er ein System mit zwei Epyc 7601 übertaktet und über 10.000 Punkte in Cinebench erreicht.

der8auer übertaktet Dual Epyc-System

Roman Hartung, besser bekannt als der8auer, hat scheinbar Gefallen an AMDs Epyc-Serie gefunden. So hat er bereits einige Tests mit dem Epyc 7601 als Vorschau zum kommenden 32 Kerne-Threadripper gemacht. Als Krönung des ganzen hat der Extremübertakter noch einen weiteren Test gestartet. Mit einem Asus RS700A-E9-RS12-Serverbarebone hat er gleich zwei Epyc 7601 mit je 32 Kernen eingebaut. Zusätzlich hat er die insgesamt 32 Arbeitsspeicher-DIMMs mit 16 Speichersticks von Crucial mit je 8 Gigabyte DDR4-2666-Kapazität bestückt. Das ganze System hat er dann noch übertaktet. Ziel war es, einen möglichst hohen Cinebench-Score zu erreichen.

Dafür war vor allem eine besondere Art der Kühlung notwendig. Die beiden Prozessoren hat der8auer mit einem Kompressorkühler gekühlt. Statt Wärmeleitpaste verwendete er zwischen Heatplate und Heatspreader Flüssigmetall. Das Hauptproblem waren jedoch die Spannungswandler. Diese sind im Asus-Barebone massig verbaut. So gibt es insgesamt 16 VRM-Phasen für die 32 Arbeitsspeicher-Steckplätze und 12 Phasen für die beiden Prozessorsockel. Um die hohe Anzahl an Spannungswandlern nun ordentlich kühlen zu können, hat Hartung einfach 3M Novec direkt in den Server gekippt. Dieser stand natürlich in einem Acryl-Gehäuse. Die Flüssigkeit hat einen sehr niedrigen Siedepunkt und entzieht durch das Verdampfen den Komponenten die Hitze. Durch die Hochgeschwindigkeitslüfter konnte die Flüssigkeit außerdem gut zirkulieren.

Stabil auf über 10.000 Punkte in Cinebench – Weltrekord


Das so gekühlte System konnte der8auer mit der Kühlung auf ganze 4 GHz übertakten. Dazu waren jedoch auch einige Tricks notwendig, da die Epyc-Prozessoren ja eigentlich nicht aufs Übertakten ausgelegt sind. So hat der Extremübertakter mit einer kleinen Spezialplatine die Spannungsversorgung von außen manipuliert. Der Controller wurde vom Übertakter Elmore entwickelt, der auch für Asus tätig ist. Durch die Manipulation konnte der8auer die Spannung nun auf 1,45 Volt setzen. Das so übertaktete Setting saugt jetzt ganze 1.000 Watt an Leistung – 435 und 475 Watt an den Prozessoren.

Als Vergleichswerkzeug kam wieder einmal Cinebench R15 zum Einsatz. Cinebench ist einer der wenigen Benchmarks, die überhaupt mit so vielen Kernen und Threads umgehen können. Bei den Test erreichte das übertaktete System konstant über 10.000 Punkte. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil der inoffizielle Weltrekord im Cinebench bei guten 11.500 Punkten liegt und mit einem Quad-CPU-System von Intel aufgestellt wurde. Dabei kamen vier Intel Platinum 8180 mit je 28 Kernen zum Einsatz. Den offiziellen Rekord im Cinebench R15 Multithread Test hat der8auer mit seinem System und 10.535 Punkten übrigens bereits geschlagen. Dieser lag davor bei 10.038 Punkten und wurde mit einem System aus vier Intel Platinum 8160 mit je 24 Kernen auf 2,1 GHz aufgestellt.

Ohne Arbeitsspeicher-Sperre noch deutlich mehr möglich

Hartung geht auch darauf ein, wie viel Potenzial in dem System noch stecken könnte. So sperrt AMD beispielsweise jede Möglichkeit, den Arbeitsspeichertakt auf mehr als 2666 MHz zu erhöhen. Da die Zen-Architektur von geringeren Latenzzeiten bzw. höheren Arbeitsspeichertaktraten noch deutlich profitiert, ist der Extremübertakter der Meinung, dass mit einem Arbeitsspeicher-OC noch einmal mehr möglich wären, und zwar über 12.000 Punkte im Cinebench.

Das ganze System ist von der8auer und Caseking auch direkt auf der Gamescom ausgestellt und kann dort bewundert werden.


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