MacBook Pro: Apple behebt das Hitzeproblem mit Firmware-Update

Apple MacBook Pro 15 2018
(Bild: Apple)

Kürzlich tauchten Berichte über Hitzeproblemen und Leistungseinbrüchen beim neuen MacBook Pro 15 Zoll auf. Jetzt reagiert Apple mit einem Firmware-Update.

Von dünnen MacBooks und Hitzestaus

Vor gut einer Woche hat Apple seine neue MacBook Pro-Generation veröffentlicht. Die Geräte bekommen dabei zwar kein Redesign, im Inneren hat sich jedoch so einiges geändert. So setzt Apple jetzt im 15 Zoll-Modell auf Sechskern-Prozessoren von Intel anstatt der Vierkerner in der Vorgeneration. Auch die 13 Zoll-Modelle bekommen bei den Prozessoren ein Update in Form von Vierkernern. Die Speicherkapazität verdoppelte sich ebenso.

Vor einigen Tagen begannen sich dann die Berichte zu häufen, dass das 15 Zoll-Modell scheinbar ein massives Hitzeproblem hat. Dass derart dünne Laptops nicht allzu gut mit der Hitze der Prozessoren umgehen können, ist nichts wirklich neues. Beim 2018er-Modell war das Problem jedoch so groß, dass der direkte Vorgänger mit nur vier Kernen schneller renderte als das neue Topmodell mit Intel Core i9-8950HK und sechs Kernen. Es schien, als käme das Kühlsystem einfach nicht mit dem auf 45 Watt TDP spezifizierten Prozessor zurecht. Davon war nicht nur das i9-Modell, sondern auch das Einsteigermodell mit dem Sechskerner Core i7-8750H betroffen. Der sonst auf 2,9 GHz Standardtakt kommende i9-8950HK drosselte den Takt direkt auf 2,2 GHz, beim i7-8750H sank der Takt sogar auf 1,8 GHz.

Der Fehler liegt beim Powerlimit


Da die Prozessoren grundsätzlich auf die gleiche Abwärme spezifiziert sind wie die Prozessoren im Vorgängermodell, verwunderte der Leistungseinbruch doch sehr stark. Natürlich ist die Kühlung eines MacBooks einfach nicht imstande, die Prozessoren dauerhaft kühl zu halten, eine so drastische Drosselung war jedoch ungewöhnlich. Der TDP-Wert von 45 Watt ist schließlich zumindest auf den Standardtakt spezifizert.

Dass ein Fehler vorliegt, bestätigt nun auch Apple. Das konkrete Problem lag bei den Powerlimits und einer fehlerhaften Turbo-Konfiguration. So hat die fehlerhafte Firmware die Powerlimits für den Prozessor komplett aufgehoben, woraufhin dieser auf den höchstmöglichen Wert getaktet hat. Dadurch entstand relativ schnell eine Temperatur von gut 100 Grad Celsius, welche den Prozessor als Ausgleich unmittelbar auf 2,2 GHz heruntertaktete. Sobald die Temperatur wieder gesunken war, taktete der Prozessor wieder hoch und der Vorgang wiederholte sich.

Apple reagiert mit Firmware-Update

Als Lösung für die Probleme liefert Apple bereits ein Firmwareupdate für MacOS High Sierra aus. Nach Bekanntwerden der Probleme habe man sich direkt mit den Kritikern in Verbindung gesetzt und die Fehler reproduziert. Das Unternehmen entschuldigt sich und verspricht, dass die neuen Geräte die beworbene Leistung nun auch liefern werden.

Nach umfangreichen Leistungstests mit zahlreichen Workloads haben wir festgestellt, dass in der Firmware ein digitaler Schlüssel fehlt, der sich auf das Wärmemanagementsystem auswirkt und bei hohen thermischen Belastungen auf dem neuen MacBook Pro die Taktraten verringern kann. Ein Bugfix ist im heutigen macOS High Sierra 10.13.6 Supplemental Update enthalten und wird empfohlen. Wir entschuldigen uns bei jedem Kunden, der auf seinen neuen Systemen eine nicht optimale Leistung erfahren hat. Kunden können erwarten, dass das neue 15-Zoll MacBook Pro bis zu 70% schneller und das 13-Zoll MacBook Pro mit Touch Bar bis zu 2-mal schneller sein wird, wie in den Leistungsergebnissen auf unserer Website gezeigt.

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