Udoo Bolt: Einplatinencomputer mit Ryzen und Vega für 229 US-Dollar

Der Hersteller Udoo hat eine neue Kickstarterkampagne gestartet. Der Udoo Bolt ist ein Einplatinencomputer mit Ryzen Embedded samt Vega und vielen Features.

Udoo Bolt: Entwicklerboard auf Steroiden

Einplatinencomputer als Entwicklerboards entwickeln sich in letzter Zeit immer mehr zum Erfolg. Der Raspberry Pi ist einer der meistverkauften überhaupt, auch einige Alternativen wie der Banana Pi sind äußerst attraktiv für Entwickler. Einige Dinge haben sie jedoch fast alle gemein: sie sind im Bezug auf die Leistung eher schwach, dafür sehr günstig.

Genau an diesem Punkt hakt jetzt der Hersteller Udoo mit dem Bolt ein. In einer Kickstarterkampagne bietet Udoo den Bolt quasi als Entwicklerboard auf Steroiden an. Herz des Ganzen ist ein AMD Ryzen Embedded-Prozessor mit integrierter Vega-Grafikeinheit. Dadurch kommt der Bolt ungefähr auf die Leistung von aktuellen Laptops. Der Hersteller selbst vergleicht den Bolt mit einem MacBook Pro 13″, konkreter mit dem Intel Core i5-8550U. Udoo bringt den Bolt mit zwei Varianten auf den Markt: einmal mit dem Ryzen-Zweikerner V1202B und Vega 3-Grafikeinheit, einmal mit dem potenten Ryzen-Vierkerner Ryzen V1605B und Vega 8-Grafikeinheit. Das ganze verbindet Udoo noch mit einem Arduino vom Typ ATmega32U4, der autark agieren und beispielsweise den PC-Teil aufwecken kann, ohne dass dieser eingeschaltet ist.

Bis zu 32 GB RAM und vier 4K-Displays


Die Platine, auf der die Ryzen-Prozessoren sitzen, ist dabei nicht nur fast so kompakt wie die Intel-NUCs, sondern wartet auch mit allerlei Möglichkeiten auf. So gibt es zwei reguläre SO-DIMM-Slots für DDR4-RAM inklusive ECC-Unterstützung. So finden insgesamt maximal 32 GB Arbeitsspeicher auf der Platine ihren Platz. Anschlussseitig protzt Udoo ziemlich. So gibt es zwei HDMI 2.0-Ports, zwei USB 3.1-Ports (inklusive DisplayPort-Unterstützung per Alternate-Mode), zwei USB 3.0 Typ A-Buchsen, ein 3,5mm Klinkenanschluss und ein Gigabit-Ethernetport. Durch die starke Grafikeinheit und die integrierten Ports ist es so möglich, insgesamt vier 4K-Display gleichzeitig anzusteuern.

Auf der Arduino-Seite gibt es dazu noch die üblichen Anschlüsse. Neben den I/O-Pins gibt es auch drei Grove-Anschlüsse für Sensoren. Auf der Unterseite finden zudem noch reichlich Speichermöglichkeiten Platz. So sind 32 GB eMMC-Speicher bereits fest aufgelötet, mit drei M.2-Fassungen können weitere SSDs nachgerüstet werden. Dabei ist einer der Anschlüsse als E-Key ausgeführt und eher für ein WLAN-Modul als für eine SSD gedacht. Ein vollständiger M-Key-Slot 2280 und ein B-Key-Slot sind für die SSDs zuständig. Dabei ist der M-Key-Slot sogar mit PCIe 3.0-x4 angebunden.

229 US-Dollar für kleinste Version

Durch die starke AMD-APU sollen die Bolt-Modelle sogar für Gaming, VR oder kleine Workstations taugen. Sie sind sowohl für Windows als auch für Linux oder Android geeignet. Das besondere an der Platine ist jedoch vor allem der äußerst günstige Preis. So gibt es die kleine Variante namens Bolt V3 mit Zweikern-Ryzen und Vega 3 bereits für niedrige 229 US-Dollar als Early Bird. Im späteren Verlauf soll das Board dann für 249 US-Dollar erhältlich sein. Der größere Bolt V8 mit Vierkerner und Vega 8 kam im Early Bird auf 279 US-Dollar, ist jedoch bereits nicht mehr für diesen Preis erhältlich. Der reguläre Preis liegt bei 309 US-Dollar.

Udoo bietet in der Kickstarterkampagne auch verschiedene Bundles mit Arbeitsspeicher, passendem Gehäuse, WLAN-Modul und Netzteil an. Auch hier ist der Bolt V8 so beliebt, dass bereits alle Kits bis hinauf zur Vollbestückung mit 32 GB RAM als Early Bird nicht mehr verfügbar sind.


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