Mining: AMD erwägt, Grafikkarten direkt an Gamer zu verkaufen

GPU Mining Rig
Mining-Rig. (Bild: thecryptomining.info)

Die Gamer traf der Mining-Boom wohl am schlimmsten. AMD überlegt, in Zukunft die eigenen Produkte über einen Webshop direkt an Gamer zu vertreiben.

Das Mining-Problem

Der Mining-Boom ist zwar in gewisser Weise schon vorbei, die Nachfrage nach den Produkten ist aber nach wie vor hoch. Zwar gibt es mittlerweile viele eigene Mining-Versionen und auch einen Antminer von Bitmain, welcher Ethereum minen kann, viele Miner kaufen trotzdem noch die Custom-Versionen der Grafikkarten. AMD hat das besonders hart getroffen, da die meisten Grafikkarten so an Miner und nicht an Gamer gingen. Das betraf vor allem die RX Vega-GPUs, welche lange nicht verfügbar und dann zu absurd hohen Preisen verkauft wurden. Gegenüber PCGamesN hat Scott Herkelman, AMD Vice President, sich zu einem interessanten Thema geäußert. Demnach erwägt AMD, einen eigenen Online-Shop für den Vertrieb der Grafikkarten quasi direkt ab Werk einzurichten.

AMD wird zum Reseller


Als Vorbild dient dabei lustigerweise der größte Konkurrent Nvidia. Dieser verkauft die Founders Edition seiner GPUs über den eigenen Webshop zu fest definierten Preisen. Solch einen Shop könnte AMD ebenfalls einrichten, will dabei aber noch einen Schritt weitergehen. So sollen auch die Custom-Karten von Partnern wie Sapphire, PowerColor oder Asus über diesen Kanal vertrieben werden. Alternativ will AMD diese Partner unterstützen, selbst einen Shop aufzubauen. So könnte der GPU-Hersteller direkt an die Endkunden verkaufen und die Preissteigerungen durch Händler deutlich umgehen.


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