AMD-APU mit 28 CUs und HBM2-Speicher geleakt

(Bild: AMD)

Gerüchte über einen neuen AMD-CPU mit integrierter Grafikeinheit machen gerade die Runde. Diese soll mit 28 CUs bzw. 1.792 Shadereinheiten und zwei Gigabyte dediziertem HBM2-Speicher zu Werke gehen.

„Fenghuan Raven“ – eine neue AMD-APU?

APUs sind schon immer ein wichtiger Teil von AMDs Geschäft gewesen. Sowohl Playstation und Xbox setzen auf eine AMD-CPU mit integrierter Grafikeinheit. Im Desktopbereich gibt es derweil nur eher schwachbrüstige Lösungen, einerseits als Athlon im Einsteigerbereich, andererseits bei Ryzen als Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G. Der größte Aufbau setzt dabei auf 11 Vega-CUs oder 704 Shadereinheiten. Eine jetzt aufgetauchte AMD-APU mit 28 CUs bzw. 1.792 Shadern könnte das jetzt ändern. Die als Fenghuan Raven gehandelte APU ist vor kurzem in der SiSoftware Sandra-Datenbank aufgetaucht. Der Eintrag ist mittlerweile wieder verschwunden.

2 GB dedizierter HBM2


Konkret handelt es sich bei dem Eintrag in Sisoftware Sandra um eine GPU-Einheit mit dem Namen „AMD 15FF Graphics“. Diese wird mit 2 GB verknüpftem Speicher über ein 32Bit-Interface angezeigt. Anders als Raven Ridge könnte es demnach sein, dass es sich tatsächlich um dedizierten Grafikspeicher handelt. Raven Ridge greift noch auf den DDR4-Speicher des Systems zu und reserviert dafür lediglich 256 MB. Gepaart mit den Shadern wäre das eine durchaus potente Kombination, ähnlich wie Kaby Lake-G. Die Desktop-APU lässt sich damit auch mit den Konsolen-APUs von Playstation 4 Pro und Xbox One X vergleichen. Diese gehen jedoch mit 36 bzw. 40 CUs zu Werke.

Benchmark im Vergleich zu Kaby Lake-G 20 Prozent schneller

Mittlerweile ist auch ein Benchmark zu der APU aufgetaucht. Diese wird mit einem Intel-NUC aus der Hades Canyon-Serie verglichen. Dieser hat einen Kaby Lake-G-Prozessor mit Vega-Grafikeinheit und 4 GB dediziertem Grafikspeicher im HBM2-Format verbaut. Im Benchmark der Grafikeinheit liegt de AMD-APU demnach ganze 20 Prozent vorne, während Kaby Lake-G im Physics-Test, welcher die CPU belastet, deutlich der Gewinner ist.


1 Kommentar

  1. Ziemlich interessant. Eventuell wird in zukünftige Konsolen (PS6/XBOX) zum Einsatz kommen. Und die übernächste Prozessor-Generation davon würde durchaus mit 4Gb HBM3-Speicher versehen sein. Also alles sofern das Gerücht o.Ä. war ist.

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