Samsung arbeitet bereits an 3nm-Architektur

Samsung Foundry Forum 3nm
(Bild: Samsung)

Auf dem Samsung Foundry Forum hat der koreanische Halbleiterhersteller erstmals über die geplante 3nm-Technologie gesprochen. Diese soll auf dem 4nm-Verfahren basieren und deutlich leistungsfähiger sein. Dass 3nm-Produkte vor dem Jahr 2021 auf den Markt kommen, ist jedoch unwahrscheinlich.

Samsung nimmt 3nm in Roadmap auf

Samsung ist nicht nur einer der größten Elektronik-Produzenten, sondern auch einer der größten Hersteller von Halbleitern. Daher forscht das Unternehmen auch schon fleißig an neuen Technologien, um die Prozessorarchitekturen nachhaltig schrumpfen zu lassen. Auf dem Samsung Foundry Forum hat das Unternehmen jetzt die neuen Pläne zur 3nm-Fertigung angesprochen. Samsung plane über Zwischenschritte auch beim 3nm-Prozess die Gate All Around-Technik. Diese soll die Transistoren deutlich leustungsfähiger machen. Der Hersteller will dann auch auf Multi Bridge Channel FET (MBCFET) setzen.

EUV für 7nm


Das Unternehmen gab ebenfalls bekannt, bereits Anfang 2019 gemeinsam mit Qualcomm als Partner die ersten SoCs und Modems für Smartphones im 7nm-Verfahren auszuliefern. Diese setzen bereits auf die neue 7nmLPP (Low Power Plus)-Technologie und stellen einen großen Meilenstein für Samsung dar. Dabei kommt erstmals die EUV-Lithografie in der Serienfertigung zum Einsatz. Dadurch können mit nur einer Belichtungsmaske direkt mehrere Layer eines Chips belichtet werden, während herkömmlich in sehr vielen Schritten einzeln belichtet werden musste. Das spart viel Zeit und ist deutlich weniger fehleranfällig. Durch die kleinere Fertigung ist gegenüber dem 10nm-Verfahren 40 Prozent zusätzlicher Platz verfügbar. Außerdem verbraucht die 7nmLPP-Struktur 35 Prozent weniger Strom bei einem gleichzeitigen Leistungsgewinn von 10 Prozent.

Einziger Nachteil der EUV-Anlagen sind die vergleichsweise hohen Kosten. So wurde EUV gut die letzten 20 Jahre entwickelt. Eine Maschine allein kostet 120 Millionen Euro und mehr. Samsung verwendet aktuell einige dieser Maschinen, plant jedoch bereits einen Massiven Ausbau. So erweitert das Unternehmen derzeit eine Fabrik um 6 Milliarden US-Dollar um dort die EUV-Kapazitäten stark auszubauen.


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