Aufrüsten, was das Zeug hält: Build in Bewegung im Thermaltake Core P5

Ungewöhnliche Optik im Thermaltake Core P5. (Bild: Akos Lanczner)

Neuer Samstag, neuer Build! Dieses mal stellen wir einen sehr bewegten Build von unserem Mitglied Akos vor. Der Build in einem schicken Thermaltake Core P5 ist nie fertig und so ständig im Umbau begriffen. Dabei bleibt er maximal leistungsfähig.

Hardware im Wandel der Zeit und laufende Upgrades

Akos hat vor einigen Jahren begonnen, sich intensiver mit Computern zu beschäftigen. Zu diesem Zeitpunkt war sein System noch auf AMD-Basis mit einem FX 8120 und einer GTX 560ti. Über Facebook und diverse Moddergruppen hat ihn schließlich der Ehrgeiz gepackt, sein eigenes Rig noch einmal weit zu überarbeiten. Auf Basis des offenen Thermaltake Core P5-Gehäuses ist Akos‘ erstes System entstanden. Mit einem Core i5-3570 auf 4,43 GHz und einer Sapphire Radeon R9 280X VaporX war das System mehr als leistungsfähig. Ein weiteres Upgrade war nach kurzer Zeit bereits mit einer GTX 980 SC von EVGA fällig. Nach kurzer Zeit hat sich Akos auch für eine Wasserkühlung entschieden. Das Phobya Pure Performance 240LT-Set war sein Einstieg in Custom-Wasserkühlungen. Durch das massiv auf Wasserkühlung ausgelegte Case war ihm das aber fast zu wenig, weshalb er bald um zwei weitere Radiatoren, einen 480er und einen 120er, erweitert hat. Dieses Set kühlte dann CPU und GPU auf ein Minimum herunter.

In der Galerie ist der erste Stand bis hin zur ersten Wasserkühlung zu sehen:

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Der i7-3930K ist weiterhin top


Nach einiger Zeit wollte Akos eigentlich auch auf den Mining-Trend aufspringen und hat sich ein EVGA GTX 1080 SC besorgt. Diese war zwar zum Mining zu gebrauchen, irgendwann war aber auch der Trend wieder vorbei. Der Hintergedanke war natürlich bei Akos auch, ein Upgrade für seine GTX 980 SC zu haben. Als die Preise für GPUs dann irgendwann stiegen, hat er sich noch schnell eine zweite 1080 SC von EVGA gekauft, bevor die Preise vollkommen explodiert sind, um seinen ganzen Computer im Generellen upgraden zu können.

Mittlerweile hat Akos auch sein Mainboard und seine CPU geupgradet. Der Core i7-3930K war da genau der richtige und ist auf 5,1 GHz auch noch heute ein Bolide. Als Board hat er eine wahre Rarität im Einsatz: das Big Bang-XPower II von MSI. Dadurch war ein das Overclocking auf 5,1 GHz auch erst möglich. Im XL-ATX-Format füllt das Mainboard das gesamte Case. Diese Kombination erlaubte ihm auch das sehr potente SLI-Upgrade mit gleich zwei GTX 1080 SC. Derzeit sind folgende Komponenten verbaut:

KomponenteProdukt
ProzessorIntel Core i7-3930K@5,1 GHz
MainboardMSI Big Bang-XPower II X79
Arbeitsspeicher64 GB Kingston HyperX Fury 1866 MHz @ 2000 MHz
Grafikkarte2x EVGA GeForce GTX 1080 SC
SSDOCZ Vertex 3 120 GB
HDD3x 1 TB WD Green
NetzteilEVGA Supernova G2 1000 Watt
GehäuseThermaltake Core P5
KühlungCustom-Wasserkühlung

Die Wasserkühlung

Besonders interessant ist die Wasserkühlung, die Akos in seinen Computer eingebaut hat. Diese besteht aus Komponenten von EKWB und Phobya, wobei Phobya die Radiatoren, die Pumpe und den CPU-Block stellt. Für die Fittings, Hardtubes und die GPU-Blöcke verwendet Akos Produkte von EKWB. Auf den Radiatoren kommen insgesamt sieben Stück Noiseblocker eLoops mit 120mm Durchmesser zum Einsatz. Das besondere an der Kühlung ist, dass der Modder seine Hardtubes ohne jegliche Vorerfahrung und vor allem ohne Schablonen oder andere Hilfsmittel einfach mit der Hand gebogen hat. Die Temperaturen, welche die übertakteten Grafikkarten und der Prozessor erreichen, lassen sich mehr als sehen. Unter Vollast erreicht der i7-3930K nur 50 Grad Celsius. Auch die Grafikkarten erreichen nur jeweils 48 und 50 Grad Celsius. Die Pumpe und die Lüfter laufen dabei nur auf einem Minimum, was den Build maximal leise macht.

Das ist der heutige Stand:

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Modding und Optik

Die besondere Optik des Builds kommt vor allem durch die Wasserkühlung und einige Modifikationen zustande. Akos hat bewusst auf eine eher ungewöhnliche Form und Bahn der Hardtubes gesetzt. Bei einer einzelnen GTX 980 bzw. 1080 war die GPU noch im vertikalen Rahmen des Core P5, also mit der Backplate zur Glasfront, montiert. Das geht beim SLI-Setup leider nicht mehr, weshalb der Rahmen den beiden GPUs weichen musste. Auch die rosa Kühlflüssigkeit und einige Hardtubes sind den neuen GPUs zum Opfer gefallen. Die Optik bleibt trotzdem weiterhin top. Die beiden Rahmen für die vorderen Radiatoren hat Akos auf weiß umlackiert. Auch sämtliche Gummiteile wie die Kabeldurchführungen sind mit weißem Plastidip lackiert worden. Die Kabel vom Netzteil sind natürlich schwarz-silber gesleevt.

Performance und Optimierung

Besonders viel Wert hat Akos auf das volle Potenzial gelegt. Die Custom-Wasserkühlung erlaubt ihm, seine Komponenten im großen Stil zu übertakten. So hat der Prozessor einen Takt von 5,1 GHz, was für einen i7-3930K (Basistakt 3,2 GHz, Boosttakt 3,8 GHz) ein gigantischer Wert ist. Auch die beiden GTX 1080 SC von EVGA hat Akos von 1847 MHz Boosttakt und 5005 MHz Speichertakt auf 2080 MHz GPU-Takt und 5500 MHz Speichertakt gebracht. Auch der Arbeitsspeicher ist von 1866 MHz auf 2000 MHz übertaktet. Die Wasserkühlung zahlt sich hier voll aus und hält die viel Hitze produzierenden Komponenten kühl. Die OC-Werte schlagen sich natürlich auch in Benchmarks nieder: satte 26.957 Punkte erreicht sein Computer im Firestrike-Benchmark.

Ganz fertig wird er wohl nie

Akos ist mit seinem PC grundsätzlich immer zufrieden. Jedoch gibt es auch immer etwas zu verbessern. Sein derzeitiges Ziel sind 28.000 Punkte in Firestrike. Sein PC befindet sich sozusagen ständig im Wandel. Und genau das macht ja einen wahren Enthusiasten aus: ständiges Verbessern!


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