Rendering-Build feat. Ryzen 7 1700 und GTX 1080

Der Build in voller Pracht. (Bild: PCBC)

Neuer Mittwoch, neuer PCBC-Build! Für einen befreundeten Streamer haben wir einen Computer gebaut, der vor allem für Rendering und Spielen mit gleichzeitigem Streamen gedacht sein sollte. Dazu haben wir den Ryzen 7 1700 und eine GTX 1080 verwendet.

Komponenten

Es kommen im Computer folgende Komponenten zum Einsatz:

KomponenteProdukt
ProzessorAMD Ryzen 7 1700
MainboardAsus Prime X370-Pro
ArbeitsspeicherCorsair LPX DDR4-RAM 3000 MHz 16 GB
GrafikkarteGainward Geforce GTX 1080 Phoenix
SSDSamsung 960 Evo 500 GB
HDDWestern Digital Black 1 TB
NetzteilCorsair RM550X
Gehäusebe quiet! Pure Base 600 Tempered Glass
KühlerAMD Wraith Spire

Da der Build besonders auf Rendering und Streaming während dem Spielen ausgelegt ist, haben wir uns für AMDs Ryzen 7 1700 als Prozessor entschieden. Gekühlt wird er vom sehr guten Boxed-Kühler Wraith Spire. Durch die aktuelle Knappheit an Radeon-Grafikkarten und die eher mäßige Leistung von Vega ist eine GTX 1080 von Gainward in der Phoenix-Edition verbaut. Diese glänzt vor allem durch leisen und kühlen Betrieb. Der Kühler, welcher sich über drei Slots ausdehnt, ist sehr potent, allerdings auch nicht gerade klein.

Verbaut ist alles auf einem Asus Prime X370-Pro-Mainboard, welches einen sehr guten Kompromiss aus Ausstattung und Preis darstellt. Als Speicher haben wir drei verschiedene Varianten verbaut. Einmal 16 GB Corsair LPX DDR4 3000 MHz-RAM, eine Samsung 960 Evo-NVMe-SSD als Speicher für Betriebssystem und Programme und eine Western Digital Black 1 TB als schnellen Zugriffsspeicher für Videos und alle sonstigen Daten.

Platz finden alle Komponenten problemlos im be quiet! Silent Base 600 Tempered Glass-Midtower. Dieser ist mit Pure Wings 2-Lüftern und Gehäusedämmung vor allem ein sehr leises Gehäuse. Das Seitenfenster aus Hartglas macht auch das Innenleben sichtbar. Als Netzteil kommt ein vollmodulares Corsair RM550x zum Einsatz.

Zusammenbau


Der Zusammenbau ging recht leicht vonstatten. Dank modularem Netzteil war auch die Installation der Kabel ein Kinderspiel. Einzig das Case ist etwas negativ aufgefallen, da ein Standard-ATX-Mainboard zwei wichtige Kabeldurchlässe blockiert. Stattdessen haben wir einen weiteren Kabeldurchlass daneben verwendet, was nicht gerade ideal ist. Auch beim Kabelmanagement auf der Rückseite ist deutlich zu sehen, dass die blockierten Durchlässe eher schmerzen. Das darf bei einem Mid-Tower, noch dazu von be quiet!, eigentlich nicht vorkommen. Positiv ist jedoch die sehr modulare Bauweise, die das Einbauen sehr angenehm gestaltet.

Video vom Zusammenbau:

Optimierung

Um das volle Potenzial aus dem PC herauszuholen, haben wir natürlich entsprechend optimiert. Der Prozessor ließ sich ohne Probleme auf 3,65 GHz takten, was für uns ein guter Kompromiss aus Kühlerlautstärke und Performance war. Was jedoch von Anfang an nicht klappen wollte, war das XMP-Profil des Arbeitsspeichers. Dieses verursachte ständige Blackscreens. Nach einem BIOS-Update schien das zwar behoben zu sein, nach einiger Zeit trat das Phänomen jedoch wieder auf. Wir haben den Arbeitsspeicher daher nicht auf die vollen 2966 MHz, sondern nur auf 2666 MHz getaktet.

Durch die steuerbaren Gehäuselüfter und den sehr leisen Wraith Spire von AMD ist der Build im generellen angenehm ruhig. Wir haben die Lüfterkurve daher nur sehr leicht angepasst, was jedoch für uns fast nicht zu bemerken war.

Leistung und Benchmarks

Eins vorweg: unserem Freund war es nicht wichtig, die allerbeste Performance aus seinem Rechner zu kitzeln. Die Benchmark-Ergebnisse können sich jedoch durchaus sehen lassen. Im Firestrike-Benchmark erreicht diese Zusammenstellung 16.592 Punkte. Bei unserem ersten Test hat die Übertaktung noch nicht funktioniert, weshalb der Prozessor nur auf 1,582 GHz taktete, was 8.943 Punkte ergab. Bei Prime 95 erreicht der Prozessor eine Temperatur von ca. 77° C, der Wraith Spire bleibt angenehm im Hintergrund. Auch die Grafikkarte bleibt beim Fury-Test durchwegs leise.

Fazit

Wir sind von der Leistung des Computers nicht wirklich überrascht. AMD hat mit dem Ryzen 7-Lineup und unserem Ryzen 7 1700 einen großen Schritt nach vorne gemacht. Diese Stärken spielt er vor allem beim Rendering und beim Streamen aus. Die GTX 1080 von Gainward ist performant und leise, so, wie es sich die meisten wünschen. Toll wäre noch die Lichtsteuerung über Asus‘ Aura Sync gewesen, mit etwas gebastle ließe sich das jedoch auch bewerkstelligen. Was uns hingegen tatsächlich überrascht hat, war das Zusammenspiel von SSD und HDD. Die 960 Evo glänzt mit ausgezeichneter Leistung, was vor allem beim Rendern spürbar war. Das Zusammenspiel mit der WD Black funktioniert deutlich flotter als beispielsweise mit einer Seagate Barracuda oder einer WD Green.

Die einzigen Abstriche mussten wir leider beim Gehäuse machen. Das be quiet! Pure Base 600 ist zwar in vielen Belangen ein wirklich tolles Case, das Verdecken der Kabeldurchlässe durch ein Standard-ATX-Board trübt das Gesamtbild aber wirklich sehr deutlich.

Abgesehen vom Gehäuse sind wir vollends von dieser Kombination überzeugt und hoffen, dass sie noch viele Jahre ihren Dienst tun wird!


Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*