Mining: RX Vega (noch) nicht mit den gewünschten Ergebnissen

Eine professionelle Miningfarm. (Bild: Genesis-Mining)

Der viel befürchtete Ansturm auf RX Vega durch die Miner könnte ausbleiben. Darauf deuten die ersten Ergebnisse mit den Referenzversionen hin. Mining mit der Karte könnte somit uninteressant sein.

Unstabile 40 MH/s beim Mining

Viele Gamer dürften glücklich aufatmen, wenn sie das hier lesen. Der vorhergesagte Ansturm auf die RX Vega-Karten von AMD durch die Ethereum-Miner könnte ausbleiben. Noch vor gut einer Woche habe ich hier davon geschrieben, dass es erste Gerüchte gibt, die RX Vega eine Top-Performance fürs Mining bestätigen. Mit der weltweiten Verfügbarkeit seit 14. August gibt es nun erste Ergebnisse von unabhängigen Minern, die sich eine Referenzversion gekauft haben. Diese sagen vorerst aus, dass die RX Vega-Karten out of the Box auf gute 36-37 MH/s kommen. Mit einigen Optimierungen sind auch 40 MH/s drinnen, welche allerdings als eher unstabil gelten. BIOS-Mods sind noch nicht verfügbar. Scheinbar ist das BIOS noch dazu gesperrt, sodass keine eigenen Optimierungen gemacht werden können.

Durch hohen Stromverbrauch nicht so profitabel


Viele Miner hatten sich von der neuen Vega-Generation einen erneuten Boost in der Performance pro Watt erwartet. Durch Polaris war bereits ein deutlich besseres Ergebnis machbar. Eine optimierte RX 580 8 GB hat derzeit eine Performance von guten 28 MH/s bei 150 Watt Stromverbrauch, was ein Verhältnis von 5,35 Watt pro MH/s ergibt. Bei RX Vega ist die Situation allerdings deutlich schlechter, wenn die Ergebnisse nicht besser werden. Bei den derzeitig erreichten 37 MH/s und einem Verbrauch von guten 300 Watt liegt die Performance bei satten 8,1 Watt pro MH/s. Bedenkt man den Preis der neuen Grafikkarten, sieht es für die Miner düster aus.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Solche Anfangsschwierigkeiten hatte Polaris allerdings auch. Die ersten Ergebnisse der RX 480 ohne Optimierung waren ebenfalls nur auf guten 25 MH/s bei einem hohen Stromverbrauch von 180 Watt. Daher sind viele Miner guter Hoffnung, dass vor allem die BIOS-Modder der Szene deutlich mehr aus den RX Vega-Karten kitzeln können. Im Endeffekt ist auch abzuwarten, wie die Custom-Designs der Boardpartner ausfallen. Auch dort gibt es genug Potenzial zum Optimieren. Wie sich die Karte in anderen Algorithmen schlägt, ist derzeit noch unbekannt.


Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*