Intel Coffee Lake: neuer Leak, kein Support für alte Mainboards

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(Bild: Intel)

Es gibt wieder einen neuen Leak zu Intels kommender Coffee Lake-Plattform. Scheinbar gibt es doch keinen Support für die alten Mainboards mit Chipsätzen der 100er oder 200er-Serie. Neue Details gibt es auch zu den neuen 300er-Chipsätzen und zum Lineup der Prozessoren.

Roadmap geleakt

Die Informationen zur neuen Intel-Plattform verdichten sich. So hat die chinesische Seite PCEVA eine neue Roadmap veröffentlicht. Darauf zu sehen ist der geplante Launch von zwei Coffee Lake-S-Generationen. Darunter stehen auch Informationen, ab wann die Prozessoren produziert werden. Für Coffee Lake-S mit der aktuellen Kaby Lake-Architektur ist scheinbar ein Launch im letzten Drittel des dritten Quartals geplant. Intel produziert die Prozessoren demnach ab der Kalenderwoche 34, also ab dem 21.8.2017. Geplant sind scheinbar Sechs- und Vierkerner. Eine Vorstellung seitens Intel könnte daher bereits Ende August oder Anfang September stattfinden. Bereits im ersten Quartal 2018 soll die Produktion für den Nachfolger mit Cannon Lake-Architektur beginnen. Coffee Lake hätte damit zwei Generationen mit zwei verschiedenen Architekturen.

Coffee Lake supportet doch keine alten Mainboards


Viele dürften ein paar Luftsprünge gemacht haben, als immer mehr darauf hindeutete, dass Intel auch mit Coffee Lake noch die älteren Plattformen wie Z170 und Z270 supportet. Damit wäre ein Upgrade des Prozessors ohne Tauschen des Mainboards problemlos möglich gewesen. Neue Informationen deuten jetzt jedoch darauf hin, dass Intels Antwort auf AMDs Ryzen doch nur mit einem neuen Mainboard betrieben werden kann. Der LGA 1151-Sockel wird zwar weiterhin verwendet, benutzbar sind die neuen Prozessoren jedoch nur auf Mainboards mit 300er-Chipsatz.

Genaue Details zum Prozessor-Lineup geleakt

Auch viele weitere Details zu Coffee Lake gibt es dank des Leaks. Besonders interessant sind die neuen Details zu den genauen Konfigurationen der Prozessoren. Intel hat scheinbar aus seinem Fehler mit dem Pentium G4560 gelernt, der defacto die i3-Prozessoren überflüssig gemacht hat. Besonders diese machen nämlich mit Coffee Lake einen ziemlichen Sprung nach oben. Der kolportierte i3-8300 soll mit vier Kernen und acht Threads kommen, was soviele wie beim derzeitigen Topmodell, dem i7-7700K, wäre. Die Standardtaktrate soll bei 4 GHz liegen. Für die i5-Reihe gibt es dann bereits Sechskerner, allerdings ohne Hyperthreading. Das soll den Topmodellen i7-8700 und i7-8700K vorbehalten bleiben. Der Standardtakt des Flaggschiffs soll bei 3,7 GHz liegen, was etwas über dem Ryzen 5 1600X wäre. Überraschend ist der maximale Boosttakt, welcher bei 4,7 GHz liegen soll. Für einen Sechskerner wäre das sehr hoch.

  • (Bild: PCEVA)

Z370 mager, Z390 mit guter Ausstattung

Interessant ist auch die Strategie hinter den Chipsätzen. Intel hatte wenig Zeit, einen Konkurrenten zu Ryzen aufzustellen. Entsprechend ist auch der neue Z370-Chipsatz nicht so weiterentwickelt, wie viele es gehofft hatten. Anfang 2018 soll es daher ein zweiter Chipsatz mit dem Namen Z390 richten. Die Ausstattung des Z390-Chipsatzes liest sich gut. RAM wird weiterhin im Dualchannel-Modus supportet, der native Takt ist jetzt allerdings bei 2666 MHz. Der Chipsatz selbst supportet 24 PCIe-Lanes, bis zu 10 USB 3.1-Ports, davon bis zu 6 USB3.1 Gen 2-Ports, integriertes AC-WLAN und viele weitere Features. Dieser Chipsatz wird dann auch für alle Sparten von Intel verwendet. Das sind einerseits die normalen Consumer, andererseits die Businesskunden. Z370 dürfte nur für Privatkunden erscheinen.

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