i7-8700K: Benchmarks geleakt, schneller als Ryzen 7 1700 und i7-7800X

Die offizielle Verpackung des 8700K. (Bild: Intel/via Videocardz)

Neue Leaks mit Benchmarks zu Coffee Lake kommen aus China. Demnach soll der Intel Core i7-8700K schneller sein als der Ryzen-Konkurrent R7 1700 und der eigene Sixcore i7-7800X.

Schneller als R7 1700 und i7-7800X

Für Intel geht es jetzt in die heiße Phase. Anfang September soll die neue Architektur, genannt Coffee Lake, herauskommen. Immer mehr Leaks, ob von Intel selbst verteilt oder nicht, deuten auf einen baldigen Launch hin. Der letzte, aus China stammende Leak betrifft erneut Benchmarks und die Performance des ersten Mainstream-Sechskerners von Intel. Wie wccftech berichtet, kommen von chinesischen Quellen mehrere Benchmarkvergleiche des neuen Flaggschiffs im Mainstreambereich.

  • i7-8700K
    wPrime 2.10-Benchmark (Bild: via wccftech)

Es wurden insgesamt vier Benchmarks gemacht, jeweils mit einem AMD Ryzen 7 1700, einem Core i7-7700K, einem Core i7-7800X und dem kolportierten Core i7-8700K. Aktuell ist noch die Singlecore-Performance interessanter als der Multicore. Entsprechend liegt der 8700K in fast allen Benchmarks vor den Konkurrenten. Beim Cinebench R15 und R11 liegt knapp der i7-7700K beim Singlethreading vorne, während der i7-8700K im Fritz Chess Benchmark und wPrime 2.10 dominiert. Beim Multithreading sieht es schon ein bisschen anders aus. Hier spielt der Ryzen 7 1700 seine Stärken aus und erzielt im Cinebench R15 das beste Ergebnis. Der 8700K liegt allerdings nur 10 Punkte oder 0,71% dahinter, was für einen Sechskerner im Vergleich zum achtkernigen Ryzen eine Meisterleistung ist. Im Cinebench R11 liegt der Sechskerner sogar leicht vor dem AMD-Prozessor. Auch im Fritz Chess-Benchmark und im wPrime 2.10 gehört das beste Multithreadingergebnis dem Coffee Lake-Prozessor.

Vergleichsweise schwach zeigt sich der Skylake-X-Prozessor 7800X. Dieser sollte mit ebenfalls sechs Kernen und einer potenziell besseren Plattform eigentlich sogar mehr Leistung bringen – tut er aber in keinem der Benchmarks. Intel hat sich damit scheinbar auch selbst ein Ei gelegt, sofern die Benchmarks stimmen.

4,3 GHz Boost sind ausschlaggebend für den i7-8700K


Die Performance des Core i7-8700K ist nicht zuletzt auf den hohen Takt zurückzuführen. Mit 3,7 GHz Standardtakt und einem Boost von 4,3 GHz auf allen sechs und bis zu 4,5 GHz auf einzelnen Kernen liegt er weit über den AMD-Konkurrenten. Der Ryzen 7 1700 ist auf 3,0 GHz Standardtakt und 3,7 GHz Boost getaktet. Auch der kleinere, eher vergleichbare Sechskerner Ryzen 5 1600X taktet mit 3,6 GHz im Standardtakt und 4,0 GHz im Boost. Intel dürfte es so gelungen sein, die Performance deutlich zu heben. Das kostet allerdings auch einiges an Strom, welchen die Ryzen-Prozessoren scheinbar nicht benötigen. Ob Coffee Lake wieder eine mit Strom hochgezüchtete Generation wie schon Skylake-X sein wird, bleibt erstmal abzuwarten. Mit 95 Watt TDP liegt der 8700K jedenfalls 30 Watt über dem Ryzen 7 1700.

Launch im September, Preise unklar

Coffee Lake soll im September endgültig starten. Darauf deuten nicht nur Intel selbst, sondern auch die Mainboardhersteller hin. Der erste Vorbote in Form des Kaby Lake Refresh für Notebooks ist bereits veröffentlicht worden. Intel steht allerdings massiv im Zugzwang, da die Ryzen-Prozessoren von AMD mehr als beliebt sind. Mit dem Sechskerner im Mainstream von Intel dürfte endgültig eine Trendwende zu mehr Kernen bei den Prozessoren eingeleitet worden sein. Preise nennt Intel noch keine, wir vermuten allerdings, dass sich der Core i7-8700K ähnlich wie der jetzige Core i7-7700K positionieren wird.

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