Nvidia Turing: RTX 2060 samt Benchmark geleakt, schneller als Vega 56

(Bild: Nvidia)

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Die noch nicht releaste Nvidia Turing-Grafikkarte RTX 2060 ist im Final Fantasy XV-Benchmark aufgetaucht. Sie liegt dabei über der Radeon Pro Vega 56.

RTX 2060 in Final Fantasy XV-Benchmark aufgetaucht

Mit Turing bedient Nvidia derzeit eigentlich nur den Highend-Markt. Die RTX 2070, RTX 2080 und RTX 2080 Ti kosten derzeit auch entsprechend viel. Durch die fehlende Konkurrenz seitens AMD kann sich Nvidia die Preise auch erlauben. Es fehlt jedoch noch immer die Mittelklasse unterhalb der RTX 2070. Der Leaker TUM APISAK hat heute jedoch einen Eintrag in der Final Fantasy XV-Datenbank bemerkt. Hier ist eine RTX 2060 zu finden. Sie erreicht im UHD High Quality-Benchmark 2.589 Punkte und liegt in diesem einen spezifischen Benchmark über der Radeon Pro Vega 56, der Profiversion der RX Vega 56. Mit dem Ergebnis siedelt sich die Grafikkarte knapp unterhalb des Maxwell-Flaggschiffs Quadro M6000 an, ist aber auch gut 160 Punkte hinter der GTX 1070.

Wie viel dieser Benchmark aussagt, lässt sich jetzt natürlich schwer beurteilen. Einerseits ist anzumerken, dass Final Fantasy XV grundsätzlich besser auf Nvidia-Grafikkarten optimiert ist. Andererseits reiht sich eine potenzielle RTX 2060 wohl eher in der Mittelklasse und damit im Full HD-Bereich ein. Der UHD-Benchmark ist daher wohl die falsche Wahl. Grundsätzlich passt die Grafikkarte aber ins sonst gewohnte Schema. Die RTX 2080 erreicht im gleichen Benchmark 4.880 Punkte und ist damit gut doppelt so schnell. Das war auch bei der Vorgängerserie Pascal beim Vergleich der GTX 1060 mit der GTX 1080 schon der Fall.

RTX 2060 doch mit Raytracing-Hardware?


Interessant ist auch der aufgetauchte Name, welcher scheinbar doch das RTX-Kürzel trägt. Bereits vor kurzem hatte Jensen Huang in einer Telefonkonferenz angekündigt, dass die kommende Mittelklassekarte sehr wohl mit Turing-Architektur und nicht mit einem Pascal-Refresh auf den Markt kommt. Dabei gab es jedoch keine Details, ob die 2060 auch Raytracing unterstützen würde. Bereits die RTX 2070 ist hart an der Grenze, was die Raytracing-Leistung angeht. Daher hielten wir und andere es für äußerst unwahrscheinlich, dass Nvidia überhaupt die teuren Tensor- und RT-Kerne in der 2060 verbaut. Entsprechend logisch erschien es, dass die Grafikkarte aufgrund der fehlenden Raytracing-Hardware dann einfach GTX 2060 heißt.

Dass Nvidia bei der RTX 2060 jetzt doch auf das RTX-Kürzel setzt, könnte aber auch Marketinggründe haben. Wir bezweifeln weiterhin, dass in der auf den Mainstream ausgerichteten Grafikkarte überhaupt Raytracing-Hardware verbaut ist. Sollte die RTX 2060 auf dem Leistungsniveau der GTX 1070 liegen, wird ihr größter Gegner wohl die vor kurzem geleakte AMD Navi-Grafikkarte mit 40 CUs.


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