Ryzen 2000: Köpfen bringt nur vier Grad bessere Ergebnisse

der8auer in Aktion. (Bild: Screenshot PCBC/ Youtube: der8auer)

Der Extremübertakter der8auer hat einen Ryzen 5 2600 geköpft, um sich mögliche thermische Verbesserungen anzuschauen. Auch die neue Ryzen 2000-Generation besitzt einen verlöteten Heatspreader, entsprechend bringt das Austauschen gegen Flüssigmetall nur einen sehr geringen Effekt.

Ryzen 2000 erneut ohne Thermal Interface Material

AMD lernt schnell aus Intels Fehlern. Seit der Ivy Bridge-Generation sind die Intel-CPUs nicht mehr mit dem Heatspreader verlötet, sondern mit einem Thermal Interface Material, kurz TIM, ausgestattet. Diese Wärmeleitpaste sorgt für den Übergang der Wärme vom Prozessor-Die auf den metallenen Heatspreader. Es ist daher äußerst populär geworden, Intel-Prozessoren zu köpfen und das TIM durch Flüssigmetall wie Thermal Grizzly Conductonaut zu ersetzen. So lassen sich teils bis zu 20 Grad Celsius bessere Ergebnisse erzielen. Trotz heftiger Kritik ändert Intel nichts an der Strategie mit dem oftmals „Zahnpasta“ genannten TIM.

Diesen Fehler hat AMD bereits bei der ersten Ryzen-Generation nicht begangen. Alle Prozessoren hatten einen mit dem Die verlöteten Heatspreader, welcher eine sehr günstige Wärmeleitung erzeugte. Roman Hartung, besser bekannt unter seinem Pseudonym der8auer, hat jetzt auch einen neuen Ryzen 2000-Prozessor geköpft und festgestellt, dass die Heatspreader wieder verlötet sind.

Conductonaut bringt nur 4°C besseres Ergebnis


Im Video zeigt der Extremübertakter, welcher auch ein eigenes Tool namens Delid Die Mate entwickelt hat, wie er den Ryzen 5 2600 köpft. Dazu hat Hartung den Kleber, mit welchem der Heatspreader auf dem Prozessor sitzt, mit einer Rasierklinge eingeschnitten. Anschließend hat er den Prozessor mit Adaptern in seinen Delid Die Mate 2 eingespannt. Mit einem Ofen auf 180 Grad Celsius erweichte er anschließend das Lot, um den Heatspreader entfernen zu können. Den noch warmen Heatspreader konnte er so problemlos entfernen. Anschließend ersetzte der8auer das Indium-Lot durch Thermal Grizzly Conductonaut und testete den Prozessor. Mit dem neuen TIM konnte er jedoch nur ein vier Grad besseres Ergebnis erzielen. der8auer rät daher davon ab, Prozessoren der Ryzen 2000-Generation zu köpfen, da es keinen wirklichen Vorteil bringt.


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