Ryzen Pro: AMD veröffentlicht Enterprise-Prozessoren

Ryzen Pro geht als neue Enterrprise-Plattform von AMD an den Start. (Bild: AMD)

AMD hat nun offiziell seine neue Enterprise-Desktopplattform vorgestellt. Die auf Ryzen Pro hörenden Prozessoren sollen mit speziellen Features und Workstation-Optimierung Businesskunden und OEMs anlocken.

Bis zu 8 Kernen und 16 Threads

Ryzen Pro ist die neue Business-Plattform von AMD im Prozessormarkt. Die Prozessoren bilden ein ähnliches Lineup wie die im Frühling veröffentlichten Ryzen-Prozessoren. Selbst die Benennung ist gleich. Um die Prozessoren zu unterscheiden wird jedoch das Wort „Pro“ angehängt. Der stärkste Prozessor ist der Ryzen 7 Pro 1700X mit acht Kernen und 16 Threads. Insgesamt gibt es eine aus sechs Prozessoren bestehende Palette. Ryzen 7 Pro bietet je 8 Kerne und 16 Threads, Ryzen 5 Pro sechs bzw. vier Kerne und zwölf bzw. acht Threads, Ryzen 3 Pro als Einsteigerbasis vier Kerne und vier Threads. Die Taktraten sind leicht niedriger als die der normalen Ryzen-Prozessoren. Dadurch hat AMD auch die noch nicht veröffentlichten Ryzen 3-Prozessoren für Consumer-Kunden praktisch veröffentlicht.

Für Workstationanwendungen wird ECC-RAM von den Prozessoren unterstützt. Die TDP liegt beim Topmodell Ryzen 7 Pro 1700X bei 95 Watt, alle anderen müssen mit 65 Watt auskommen. Der L3-Cache ist mit 20 MB für Ryzen 7, 19 bzw. 18 MB für Ryzen 5 und 10 MB für Ryzen 3 großzügig bemessen.

NameKerneThreadsTaktBoostTDP
Ryzen 3 Pro 1200443,1 GHz3,4 GHz65W
Ryzen 3 Pro 1300443,5 GHz3,7 GHz65W
Ryzen 5 Pro 1500483,5 GHz3,7 GHz65W
Ryzen 5 Pro 16006123,2 GHz3,6 GHz65W
Ryzen 7 Pro 17008163,0 GHz3,7 GHz65W
Ryzen 7 Pro 1700X8163,5 GHz3,7 GHz95W

Ryzen Pro mit Sicherheitsfeatures und Zuverlässigkeit


Um dennoch eine Unterscheidung und Vorteile zur normalen Ryzen-Serie zu schaffen, unterstützen die Ryzen Pro-Modelle verschiedene Sicherheitsfeatures und sollen sehr langlebig sein. So werden unter anderem eine 128Bit-Verschlüsselung durch eine prozessoreneigene Engine ebenso wie die Unterstützung von Windows 10 Enterprise Security geboten. Für die Langlebigkeit der Prozessoren sorgen eine garantierte 24monatige Verfügbarkeit der Prozessoren selbst und mindestens vier Jahre Verfügbarkeit von AM4-Equipment. Die OEM-Hersteller bieten zudem eine dreijährige Garantie statt der einjährigen Garantie für Consumer-Modelle.

Start am 29. August

Mehrere OEM-Hersteller für den Enterprise-Bereich, unter ihnen Dell, HP und Lenovo, haben bereits Computer mit den neuen Prozessoren in Planung. AMD tritt mit Ryzen Pro direkt gegen die Business-Modelle von Intel an, welche jedoch nicht die gleiche Anzahl an Kernen bietet. Ryzen ist deshalb vor allem für Workstations gut geeignet. In den Handel geht Ryzen Pro am 29. August. Preise und Verfügbarkeit sind noch nicht bekannt.


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