Dank Ryzen: AMDs CPU-Marktanteil steigt um 10%

Ryzen Threadripper (Bild: AMD)

Es scheint der große Coup von AMD gewesen zu sein. Ryzen steigert den Martkanteil des Prozessorherstellers auf über 31%, berichtet Passmark. Diese 10% büßt Intel ein.

Ryzen für größte Steigerung in AMDs Geschichte verantwortlich

AMD hat dieses Jahr anscheinend alles richtig gemacht. Die neue Prozesorgeneration Ryzen ist mehr als beliebt bei den Endkunden und bedeutet wahrscheinlich den Aufbruch zu deutlich mehr Kernen und Threads in der Prozessorgeschichte. Die Prozessoren sind dabei deutlich günstiger als die von Intel und in Multithreadanwendungen auch deutlich stärker. Als Reaktion auf AMDs Ryzen-Lineup arbeitet Intel schon fleißig am ersten eigenen Mainstream-Sechskerner. Das scheint auch bitter nötig, denn laut dem Benchmarkhersteller Passmark ist der Marktanteil von Intel im Prozessormarkt gewaltig gesunken. AMD steigert seinen Marktanteil bei Prozessoren demnach von 20,6% auf über 31% im zweiten Quartal dieses Jahr. Diese 10 Prozent wandern dabei direkt von Intel zu AMD. Dies wäre die größte Verschiebung in der Geschichte der x86-Prozessoren.

Durch Threadripper weitere Steigerung erwartet


Eine weitere Steigerung dieser Zahl ist nach dem Launch von Threadripper zu erwarten. Das kolportierte Lineup aus mehreren Prozessoren mit bis zu 16 Kernen und 32 Threads soll Mitte des dritten Quartals starten. Erste Mainboards wurden bereits vorgestellt, auch immer mehr Leaks zu Namen und Taktraten deuten auf einen baldigen Launch hin. Dadurch sollen vor allem Kunden von Intels alter X99- und neuer X299-Plattform abgeworben werden. Dies könnte so gut wie bei Ryzen gelingen, da Threadripper verhältnismäßig günstig sein soll. Auch für den Servermarkt soll der Marktanteil dank Epyc deutlich steigen.

Zahlen nicht unbedingt verlässlich

Bedenken sollte man allerdings, dass die von Passmark veröffentlichten Zahlen nicht unbedingt verlässlich sind. Es handelt sich lediglich um die Datenbank aus gemachten Benchmarks, welche das Bild etwas verfälschen. So werden oftmals Server oder Workstations nicht gebenchmarkt. Auch im OEM-Bereich, in dem Intel sehr stark vertreten ist, werden wenig bis gar keine Benchmarks durchgeführt. Ryzen hingegen zielt auf den Endkundenmarkt und Gamer ab, welche ihre Systeme nicht nur gerne selbst bauen, sondern zum Vergleichen auch Benchmarks anfertigen. Außerdem ist Ryzen neu, weshalb natürlich viele Benchmarks gemacht werden, um einen Vergleich zu Intel zu erlangen.

Nichtsdestotrotz ist die Richtung, in die sich AMD bewegt, beeindruckend. Die Prozessorriege ist neu aufgestellt und scheinbar bestens für die Zukunft gerüstet.

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