Tachyum Prodigy soll Xeon-Prozessoren massiv überlegen sein

(Bild: Tachyum)

Tachyum hat auf der Hot Chips zwei Prodigy-Prozessoren vorgestellt. Diese sollen kleiner, effizienter und massiv schneller als Intels Xeon-Prozessoren sein.

Tachyum Prodigy: ein neuer Player am Servermarkt

Das Hot Chips-Symposium wird von vielen Prozessorherstellern genutzt, um neue Produkte und Techniken vorzustellen. Das Startup Tachyum hat die Messe genutzt und seine Prodigy-Prozessoren näher erläutert. Das Unternehmen ließ zuletzt aufhorchen, als es ankündigte, zehnmal schnellere Prozessoren entwickelt zu haben. Die Prozessoren sind speziell für Cloud-Server ausgelegt und sollen dabei eine massiv gute Leistung erbringen. Die beiden vorgestellten Prodigy-Prozessoren sollen bei TSMC im 7nm-Prozess hergestellt werden. Tachyum plant ein erstes Tape-Out für 2019, 2020 sollten die Prozessoren dann erhältlich sein. In dieser Kategorie tritt das Startup vor allem gegen Intel an. Die vorgestellte Technik könnte jedoch trotzdem einen Umschwung und einen neuen Player am Servermarkt bedeuten.

64 Kerne, 72 PCIe-Lanes, 180 Watt TDP und 4 GHz Takt

Die technischen Details lesen sich bereits einmal äußerst gut. So soll der 290 mm² große Die mit zwölf Metal-Layern mit einer TDP von 180 Watt kommen, jedoch trotzdem 4 GHz Takt erreichen. Der Prozessor beherbergt dabei 64 Kerne mit acht Speicherkanälen für DDR4 und DDR5 mit ECC-Unterstützung. Zusätzliche zwei Speicherkanäle gibt es für HBM3-Speicher. Anschlussseitig stehen 72 PCIe 5.0-Lanes zur Verfügung. Auch zwei 400 GBit-Ethernetports sind bereits integriert. Durch die 7nm-Struktur soll vor allem die Effizienz bei gleichzeitig hohem Takt herausragend sein. Tachyum wirbt damit, dass die Prodigy-Prozessoren schneller als Xeons sind, dabei aber auch kleiner als ARM-Prozessoren. Die Prozessoren sind als In-Order ausgelegt und können nur mit einem Compiler Out of Order-Ausführungen umsetzen. Das Startup betont dabei, dass der Compiler vor dem Prozessor entwickelt wurde, um das Problem, welches Intel mit Itanium hatte, zu umgehen.

Cloud-Server, AI und Machine Learning

Die Leistung des Prodigy soll äußerst hoch sein. So vergleicht sich Tachyum mit dem Intel Xeon E5-2687W in einigen Benchmarks. Dabei soll der Prodigy eine deutlich höhere Leistung pro Kern erreichen als der Xeon. Bei 4 GHz auf allen 64 Kernen spricht das Startup von 128 TFLOPS FP16-Leistung. Dabei ist der Prozessor nicht nur auf generelle Serverarbeit ausgelegt, sondern auch auf AI und Machine Learning. In Cloud-Servern hätte das den Vorteil, dass die Prozessoren in den Ruhepausen problemlos AI-Arbeiten erledigen könnten. Wie stark die Prozessoren wirklich sind, wird sich wohl erst 2020 zeigen.

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Florian Maislinger is author and founder of PC Builder's Club. As a skilled IT engineer, he is very familiar with computers and hardware and has been a technology lover since childhood. He is mainly responsible for the news and our social media channels.

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