Kingpin hat eine „All in One“-Stickstoffkühlung entwickelt

Kingpin Vince Lucido Stickstoffkühlung
Die Stickstoffkühlung von Kingpin. (Bild: Vince Lucido/Facebook)

Stickstoffkühlungen sind meistens ein ziemlich aufwändiges unterfangen. Der Extrem-Übertakter Kingpin hat jetzt eine Stickstoffkühlung entwickelt, die einen geschlossenen Kreislauf hat und sogar in ein Case passt. Für den Alltag ist das Extremprojekt deshalb trotzdem nicht tauglich.

Stickstoff, der beste Freund der Extremübertakter

Stickstoffkühlungen sind im Computer-Bereich die absolute Ausnahme. Die Nachteile liegen deutlich auf der Hand: Kondenswasser kann die Hardware zerstören, Stickstoff ist teuer und verflüchtigt sich sehr schnell. Dafür bekommt man die Temperatur seiner CPU auf mehrstellige Minusgrade. Deshalb nutzen vor allem Extremübertakter solche Systeme, um ihre CPUs auf extreme Taktraten, meist für Weltrekorde, zu bringen. Dafür schrauben die Profis einen sogenannten Pot auf den Prozessor, in welchen dann direkt flüssiger Stickstoff, auch LN2 genannt, eingefüllt wird. Dieser flüssige Stickstoff ist extrem kalt und verflüchtigt sich sehr schnell. Der Extremübertakter Vince Lucido aka Kingpin hat jetzt ein System entwickelt, mit dem es ihm ohne den Pot und ohne Verflüchtigung möglich sein sollte, sowohl CPU als auch GPU mit Flüssigstickstoff zu kühlen.

Kingpin Vince Lucido Stickstoffkühlung
Die Stickstoffkühlung von Kingpin. (Bild: Vince Lucido/Facebook)

Stickstoffkühlung im Case


Als Basis dient Kingpin dabei ein EVGA X299 Dark. Darauf befindet sich ein noch unbekannter Skylake-X Prozessor, wahrscheinlich das Topmodell i9-7980XE mit 18 Kernen. Auch die Grafikkarte ist noch unbekannt, logischerweise könnte aber die EVGA GTX 1080 ti Kingpin Edition zum Einsatz kommen. Beide Komponenten hat der Extremübertakter mit Kühlplatten und sehr dicken Schläuchen verbunden, die an eine herkömmliche Wasserkühlung erinnern. Gekoppelt ist das System mit zwei großen Stickstofftanks, von denen einer mit hoher Wahrscheinlichkeit den Flüssigstickstoff liefert, während der andere den Stickstoff wieder auffangen könnte.

Keine „Alltagstauglichkeit“, Vorstellung auf der Computex

Wirklich alltagstauglich ist das System natürlich nicht. Kingpin arbeitet laut eigenen Angaben bereits seit zwei Jahren mit dem System. Durch so eine Aufstellung ist es ihm möglich, den Flüssigstickstoff sehr genau zu dosieren, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. So kann er beispielsweise den Cold Bug und den Cold Boot Bug deutlich leichter umgehen, ohne durch ständige Temperaturwechsel viel Kondenswasser zu erzeugen. Wie sein System konkret funktioniert, ist noch unbekannt. Das ganze System ist auf der Computex ausgestellt, ab da können wir auch mit weiteren Informationen rechnen.


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