Raven Ridge: Gaming-Performance der AMD-APU geleakt

Performance des AMD Ryzen 5 2400G. (Bild: via Videocardz)

Viele erwarten auf der CES den Launch der Raven Ridge-APUs von AMD. Jetzt sind erstmals AMD-Folien mit Vergleichen zu Intel in der Gaming-Performance geleakt. Die APUs sind Kombinationen aus Ryzen-Prozessoren und Vega-Grafikeinheiten und vor allem für Mobile Geräte interessant.

Raven Ridge – geht die Ryzen-Erfolgsgeschichte weiter?

AMD hat mit Ryzen eine wahre Erfolgsgeschichte hingelegt. Deutlich mehr Kerne und Threads, gute Übertaktbarkeit aller Prozessoren auch auf günstigen Plattformen und ein günstiger Preis haben die Konkurrenz ins Schwitzen gebracht. Einen kleinen Nachteil hatten die Ryzen-Prozessoren jedoch. Die auf Zen basierende CPU-Architektur mit Namen Summit Ridge beinhaltet keine Grafikeinheit. Zwar gab es ab August dann auch Bristol Ridge-CPUs auf der AM4-Plattform zu kaufen, welche eine Grafikeinheit besitzen. Diese APUs sind jedoch nur für sehr günstige Systeme gedacht.

Diese Marktlücke will AMD jetzt mit einer neuen Prozessorstruktur namens Raven Ridge lösen. Raven Ridge nutzt genau wie Summit Ridge und Bristol Ridge die AM4-Plattform, enthält aber zusätzlich eine sehr performante Grafikeinheit. Diese stammt natürlich ebenfalls von AMD und ist eine Radeon Vega-Einheit. Genaue Informationen zur Leistung von Raven Ridge sind rar. Videocardz.com hat nun erstmals Präsentationsfolien, die angeblich direkt von AMD kommen sollen, veröffentlicht.

Performance teils doppelt so hoch wie bei Intel-Prozessoren


Die beiden Folien zeigen die Performancemessungen der Raven Ridge-APUs Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G. Das „G“ am Ende ist laut offizieller AMD-Nomenklatur für Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit gedacht. Der kleinere Ryzen 3 tritt gegen den Core i3-8100 an, der größere Ryzen 5 gegen den Core i5-8400. Nicht ersichtlich ist, welcher Wert hier dargestellt wird, es dürfte sich aber um die FPS in den jeweiligen Spielen handeln. Die Leistung der AMD-APUs werden mit Zahlen beziffert, während die Intel-Prozessoren nur einen blauen Balken ohne Zahl erhalten und somit nur geschätzt werden kann.

Performance des AMD Ryzen 3 2200G. (Bild: via Videocardz)

Die getesteten Spiele waren beim kleinen Ryzen 3 vor allem E-Sports-Spiele wie Battlefield 1, Overwatch, Rocket League, The Elder Scrolls: Scyrim und DOTA 2. In allen Spielen zeigt die APU deutlich höhere FPS als der Core i3-8100. Dieser ist mit einer UHD 630-Grafikeinheit ausgestattet, die hier scheinbar ihre Schwächen zeigt. Der Prozessor ist wie bei AMD ein Vierkerner ohne Hyperthreading. Laut diesen Diagrammen hängt AMD die Konkurrenz in manchen Bereichen sogar um das Doppelte ab.

Performance des AMD Ryzen 5 2400G. (Bild: via Videocardz)

Beim größeren Bruder, dem Ryzen 5 2400G, sind nicht mehr nur typische E-Sports-Spiele dabei. Verglichen wird diesmal direkt mit dem Core i5-8400, welcher sechs Kerne ohne Hyperthreading und ebenfalls die UHD 630-Grafikeinheit enthält. Der Ryzen 5-Prozessor enthält zwar nur vier Kerne, dafür aber Hyperthreading und somit acht Threads. In Overwatch wird bereits auf Medium-Einstellungen gespielt, hier findet sich auch The Witcher 3 bei der Aufzählung. Auch eine Aussage zur Auflösung gibt es diesmal: Full HD. Besonders in The Elder Scrolls: Skyrim scheint Raven Ridge punkten zu können.

Konkurrenz in vielen Bereichen

Die Raven Ridge-APUs sollen wie gewöhnliche Prozessoren erhältlich sein. Mit der starken Vega-Grafikeinheit sind sie durchaus eine Option für MMO-Spieler, die sich so die Grafikkarte sparen können. Für HTPC-Lösungen wäre Raven Ridge äußerst interessant. AMD würde damit einen direkten Konkurrenten zu seiner eigenen Kooperation mit Intel, dem i7-8809G, auf den Markt bringen. Auch für performante Mobile-Lösungen ist Raven Ridge interessant. AMD könnte die APUs noch direkt auf der CES präsentieren. Es wird derzeit von 99 US-Dollar vor Steuern für die kleine Ryzen 3-APU und 169 US-Dollar für die größere Ryzen 5-APU ausgegangen. Sollte der Leak echt sein, könnte das wieder frischen Wind in den Markt bringen.

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